Berühmte Drehorte in Kroatien – von Game of Thrones bis Winnetou

Kroa­tien hat sich zu ei­ner der at­trak­tivs­ten Re­gio­nen für die Film- und TV-In­dus­trie ent­wi­ckelt. Fas­zi­nie­rende Land­schaf­ten und his­to­ri­sche Städte wur­den zu Schau­plät­zen für welt­be­kannte Pro­duk­tio­nen, die ei­gent­lich gar nicht hier spiel­ten. Wir stel­len hier be­rühmte Dreh­orte in Kroa­tien vor.

Gleich meh­rere Orte dien­ten als atem­be­rau­bende Ku­lis­sen für die Kult­se­rie „Game of Thro­nes” – al­len voran Du­brov­nik, das in der zwei­ten Staf­fel erst­mals als le­gen­däre Haupt­stadt „Kö­nigs­mund” in Szene ge­setzt wurde. Fans der welt­weit ge­fei­er­ten Se­rie er­ken­nen auch so­fort die ver­win­kel­ten Gas­sen und his­to­ri­schen Mau­ern der Alt­stadt, in de­nen Cersei Lan­nis­ter ih­ren be­rüch­tig­ten „Walk of Shame“ an­tre­ten musste.

„Game of Thrones” in Dubrovnik

Alt­stadt Du­brov­nik (c) CNTB /​ Ju­lien Du­val

Der im­po­sante Minčeta-Turm an der Nord­ost­seite der Stadt­mauer ver­wan­delte sich in das ge­heim­nis­volle „Haus der Un­sterb­li­chen“, wo Dae­nerys auf der Su­che nach ih­ren Dra­chen war. Auch die In­sel Lok­rum – nur 15 Mi­nu­ten mit dem Boot von Du­brov­nik ent­fernt – war Ku­lisse. Hier ent­stan­den die Sze­nen der exo­ti­schen Han­dels­stadt „Qarth”. Die Be­su­cher kön­nen auf der In­sel nicht nur die Dreh­orte er­kun­den, son­dern auch den ori­gi­na­len „Ei­ser­nen Thron” be­stau­nen.

We­nige Ki­lo­me­ter au­ßer­halb Du­brov­niks wurde ein un­schein­ba­rer Stein­bruch in eine epi­sche Film­ku­lisse ver­wan­delt, wäh­rend das idyl­li­sche Ar­bo­re­tum Trs­teno – ei­ner der äl­tes­ten bo­ta­ni­schen Gär­ten Kroa­ti­ens – als präch­tige Gär­ten des „Ro­ten Berg­frieds” diente. Ein Spa­zier­gang durch diese mär­chen­hafte Um­ge­bung fühlt sich an wie eine Reise di­rekt in die Welt von Wes­teros.

In­sel vor Du­brov­nik (c) Isaw Com­pany via Un­s­plash

Doch „Game of Thro­nes” machte nicht nur Du­brov­nik un­sterb­lich. In Split wurde der mo­nu­men­tale Dio­kle­ti­an­pa­last zur Ku­lisse für Dae­nerys‘ Auf­ent­halts­ort in „Mee­reen”, wäh­rend die be­ein­dru­ckende Ka­the­drale von Ši­benik als „Bra­a­vos” auf der Lein­wand er­schien. Wer in­ten­siv auf den Spu­ren der Se­rie wan­deln möchte, kann ge­führte Tou­ren in Du­brov­nik und Split bu­chen.

Du­brov­nik hat sich über­haupt längst als be­gehrte Film­stadt eta­bliert. Ne­ben „Game of Thro­nes” diente sie auch als Ku­lisse für die Burg von Not­ting­ham im Film „Ro­bin Hood” und wurde in „Star Wars: Die  letz­ten Jedi” zur schil­lern­den Ca­si­no­stadt „Canto Bight”. Eine Stadt vol­ler Ge­schichte und voll von fil­mi­schen Ge­schich­ten.

„Mamma Mia 2” – Griechenland in Kroatien

Ko­miža (c) CNTB /​ Ivo Bio­čina

Fans von „Mamma Mia” soll­ten un­be­dingt die kroa­ti­sche In­sel Vis be­su­chen, denn hier wurde der zweite Teil des Kas­sen­schla­gers ge­dreht. Das Ei­land ist mit der Fähre von Split in ei­ner zwei­ein­halb­stün­di­gen Fahrt gut er­reich­bar.

Auf der In­sel – his­to­risch in­ter­es­sier­ten Ös­ter­rei­chern noch un­ter dem ita­lie­ni­schen Na­men „Lissa” mit der be­rühm­ten See­schlacht von 1866 ge­läu­fig – wurde vor al­lem der Fi­scher­ort Ko­miža im Süd­wes­ten zum Haupt­dreh­ort. Die Be­su­cher kön­nen dort durch die en­gen Gas­sen schlen­dern und die ma­le­ri­schen Ku­lis­sen der Film­welt ent­de­cken.

Vis (c) Josh Be­r­en­des via Un­s­plash

Im Film ist auch der Strand Sti­niva zu se­hen, der zwar nur per Was­sertaxi oder Wan­der­pfad er­reich­bar ist, aber die Be­su­cher mit traum­haf­ten Aus­sich­ten be­lohnt. Ein wei­te­rer, et­was ab­ge­schie­de­ner Dreh­ort war die Bucht von Bar­jaci, wo ein 300-köp­fi­ger Cast die be­rühmte „Dancing-Queen”-Szene filmte. Au­ßer­dem diente der „Sil­berne Strand” in der Bucht von Sre­brna als Ku­lisse für den ro­man­ti­schen nächt­li­chen Spa­zier­gang der jun­gen Donna mit Sam.

Wer noch mehr in die Film­welt von „Mamma Mia 2” ein­tau­chen möchte, sollte zu­dem ei­nen Stopp am Ha­fen der Stadt Vis ein­le­gen, wo die junge Donna die Fähre ver­passt und von Bill ge­ret­tet wird. Auf dem Ka­ro­lina­platz fand die Markt­szene statt, wo grie­chi­sche Pro­dukte an den Markt­stän­den an­ge­prie­sen wur­den, um der ei­gent­lich in Grie­chen­land spie­len­den Ge­schichte treu zu blei­ben.

„Winnetou” – der Wilde Westen in Kroatien

Zrmanja Schlucht (c) CNTB /​ Ivo Bio­čina

Schau­platz des Wil­den Wes­tens in der kul­ti­gen Film­reihe „Win­ne­tou” wa­ren nicht etwa das Mo­nu­ment Val­ley oder der Grand Can­yon. Win­ne­tou ritt in den 1960er-Jah­ren viel­mehr durch die wun­der­schöne „Prä­rie” Kroa­ti­ens. Der wohl be­ein­dru­ckendste Dreh­ort war da­bei der Zrmanja-Can­yon. Durch eine karge Schlucht schlän­gelt sich ein tür­kis­far­be­ner Fluss – ein Bild, das dem des Co­lo­rado Ri­vers im Grand Can­yon sehr ähn­lich ist.

Hier be­fand sich das Pue­blo der Apa­chen im ers­ten so­wie im drit­ten Teil und Leut­nant Cum­mings wurde in „Win­ne­tou und Shat­ter­hand im Tal der To­ten” im Zrmanja-Can­yon ge­fol­tert. Viel war Win­ne­tou auch im kroa­ti­schen Ve­le­bit-Ge­birge zu Hause. Wer den aben­teu­er­li­chen Weg auf den stei­len Ser­pen­ti­nen­stra­ßen zum höchs­ten Punkt des Ge­bir­ges auf sich nimmt, fin­det dort den wei­ßen Berg Mali Alan, der auch Tul­ove Grede ge­nannt wird und zu den be­kann­tes­ten Dreh­or­ten zählt.

Plit­vicer Seen (c) Kroa­ti­sche Zen­trale für Tou­ris­mus

Be­reits in den ers­ten Sze­nen des ers­ten Teils sieht man Win­ne­tou in die­ser Ku­lisse. Un­weit des Ber­ges be­fin­den sich wei­tere Dreh­orte – dar­un­ter das Gold­ver­steck der Apa­chen na­mens „Nug­get Tsil“ oder das „Tal der Ske­lette” aus „Old Sure­hand 1”. Da sich dort noch Mi­nen aus dem Ju­go­sla­wien-Krieg be­fin­den kön­nen, wird eine Er­kun­dung der Ge­gend al­ler­dings nur mit Guide emp­foh­len.

Der Na­tio­nal­park Plit­vicer Seen ist nicht nur auf­grund sei­ner traum­haf­ten Na­tur eine ganz be­son­dere Se­hens­wür­dig­keit, son­dern auch, weil hier un­zäh­lige be­kannte Orte aus den Win­ne­tou-Ge­schich­ten war­ten. So kön­nen Fans bei­spiels­weise den le­gen­dä­ren „Sil­ber­see” – den See Kalu­der­o­vac – ent­de­cken. Der Na­tio­nal­park bie­tet bes­tens aus­ge­schil­derte Wan­der­wege und Boots­tou­ren, auf de­nen die Be­su­cher viele der be­ein­dru­cken­den Was­ser­fälle und tür­kis­far­be­nen Seen aus nächs­ter Nähe er­le­ben.

croatia.hr

Autorin: Elisabeth Kapral

Als Ju­ris­tin hat Eli­sa­beth ge­lernt, ex­akt zu for­mu­lie­ren. Das kommt ihr jetzt zu­gute, wenn sie für travel4news schreibt. Wor­über sie schreibt, weiß sie da­bei ganz ge­nau, denn sie hat be­reits 108 der 193 in der UNO ver­tre­te­nen Län­der be­sucht – und viele von ih­nen auch mehr­fach.

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