Wenn sich Alpen und Mittelgebirge in ein glitzerndes Winterkleid hüllen, bieten zahlreiche Panoramastraßen in Österreich, Deutschland und der Schweiz unvergessliche Erlebnisse für die Autofahrer. Der Mietwagen-Anbieter Sunny Cars stellt fünf winterliche Traumstraßen vor.
Vom verschneiten Schwarzwald über schneebedeckte Hochalpenstraßen in Bayern und Kärnten bis zu abgelegenen Pässen in der Schweiz: Diese Routen verbinden spektakuläre Ausblicke, kulturelle Highlights und vielfältige Winteraktivitäten.
Schwarzwaldhochstraße / Deutschland

Zwischen Baden-Baden und Freudenstadt verläuft die rund 60 Kilometer lange Schwarzwaldhochstraße als eine der ältesten und zugleich schönsten Panoramastraßen Deutschlands. Im Winter bietet sie ein eindrucksvolles Naturschauspiel mit verschneiten Wäldern, klarer Bergluft und weiten Ausblicken über das Rheintal. Die traditionsreiche Route, die bereits 1930 entstand, verbindet den Ort Bühlerhöhe, den Mummelsee, den Mehliskopf und das Naturschutzzentrum Ruhestein.
Auf Wintersport-Fans warten 70 Kilometer gespurte Loipen, Ski- und Snowboardpisten, eine Rodelbahn am Ruhestein, Pferdeschlittenfahrten sowie Schneeschuh- und Winterwandertouren entlang der Strecke. Auf dem Mehliskopf bietet ein Aussichtsturm einen atemberaubenden Rundblick. Auch ein historisches Kloster, die Allerheiligen-Wasserfälle und der größte Marktplatz in Deutschland im Ort Freudenstadt warten entlang der Strecke.
Roßfeld-Panoramastraße / Deutschland

Auf bis zu 1.600 Meter Seehöge führt die Roßfeld-Panoramastraße durch eine der spektakulärsten Winterrouten des Landes. Die Hochalpenstraße verläuft oberhalb von Berchtesgaden durch die verschneite Bergwelt und eröffnet atemberaubende Ausblicke auf das Berchtesgadener Land, das Salzachtal und den Watzmann.
Im Winter verwandelt sich die Panoramastraße in ein Paradies für Naturliebhaber und Wintersportler. Sie dient als idealer Ausgangspunkt für Winterwanderungen und führt direkt zum schneesicheren Skigebiet Roßfeld, das beste Bedingungen für Einsteiger und Profis bietet. Zahlreiche Unterkünfte im nahen Berchtesgadener Land laden zu einem gemütlichen Winteraufenthalt mit den Liebsten ein.
Villacher Alpenstraße / Österreich

Mit sanften Kurven und sieben Kehren führt die 16,5 Kilometer lange Villacher Alpenstraße von der Draustadt Villach hinauf auf den Dobratsch. Auf ihrem Weg überwindet sie rund 1.200 Höhenmeter und erreicht ihren höchsten Punkt an der Rosstratte auf 1.700 Metern. Von hier eröffnen sich beeindruckende Panoramen, denn der Dreiländerblick reicht bis zu den Julischen Alpen in Italien und Slowenien sowie zu den Karawanken in Kärnten.
Im Winter präsentiert sich die Alpenstraße als ruhige, aussichtsreiche Route durch den Naturpark Dobratsch – ideal für Ausflüge, Spaziergänge und kulinarische Entdeckungen. Besonders eindrucksvoll sind der Skywalk, der sich rund 400 Meter über die Rote Wand erstreckt, sowie das Dobratsch-Gipfelhaus, das sich nur zu Fuß erreichen lässt. Begleitet von einem unvergesslichen Gipfelblick, kommen hier Kärntner Spezialitäten wie Kasnudeln, Buchteln mit Vanillesauce oder ein herzhaftes Gulasch auf den Tisch.
Simplonpass / Schweiz

Auf rund 2.000 Metern Seehöhe verbindet der Simplonpass das Walliser Rhonetal bei Brig mit dem italienischen Domodossola. Bereits im Mittelalter als Saumweg genutzt und später unter Napoleon zur strategischen Passstraße ausgebaut, zählt die traditionsreiche Route heute zu den faszinierendsten Alpenstraßen Europas. Im Winter verwandelt sich der Pass in eine beeindruckende Hochgebirgslandschaft mit zahlreichen Fotostopps und Wanderwegen. Autofahrer achten auf die Schneekettenpflicht während der Wintermonate.
Entlang der Strecke warten historische Sehenswürdigkeiten wie die monumentale Ganterbrücke, das Hospiz der Bernhardiner-Chorherren, das Steinadler-Denkmal aus dem Zweiten Weltkrieg oder das malerische Simplon Dorf mit seinen italienisch anmutenden Plätzen. Besonders eindrucksvoll ist die Fahrt durch die Gondoschlucht, wo Tunnel und Galerien zwischen massiven Granitwänden hindurchführen, bis schließlich das Grenzdorf Gondo mit seinen ehemaligen Goldminen erreicht ist. Museen in Simplon Dorf und der Gondoschlucht beleuchten die bewegte Geschichte dieser einzigartigen Passlandschaft.
Ofenpass / Schweiz

Auf rund 2.100 Metern Höhe verbindet der Ofenpass im Schweizer Kanton Graubünden das Engadin mit dem abgelegenen Münstertal (Val Müstair) auf einer landschaftlich einzigartigen Route. Die Panoramastraße führt durch den schweizerischen Nationalpark, in dem die Reisenden auf Steinböcke, Gämse, Hirsche und Murmeltiere treffen.
Der Ofenpass markiert zugleich die Grenze zwischen der Sesvennagruppe im Nordosten und den Ortler-Alpen im Südwesten. Seine Passhöhe und die Südostrampe liegen außerhalb der Schutzzone, während der Nordwestabschnitt die einzige Straße ist, die den Nationalpark durchquert. Für Winterreisende garantiert dies ein außergewöhnliches Naturerlebnis.
Gut vorbereitete Autoreisende vergewissern sich, dass ihr Wagen Winterbereifung hat und Schneeketten griffbereit im Wagen liegen, denn die Strecke kann bei Schneefall durchaus anspruchsvoll werden. Innerhalb des Nationalparks gelten strenge Regeln, um diese unberührte Alpenlandschaft zu schützen.

Autorin: Elisabeth Kapral
Als Juristin hat Elisabeth gelernt, exakt zu formulieren. Das kommt ihr jetzt zugute, wenn sie für travel4news schreibt. Worüber sie schreibt, weiß sie dabei ganz genau, denn sie hat bereits 108 der 193 in der UNO vertretenen Länder besucht – und viele von ihnen auch mehrfach.