Städ­te­reisen eignen sich perfekt, um in wenigen Tagen jede Menge neue Eindrücke zu sammeln. Dabei muss das Sight­seeing kein Mara­thon von einer Sehens­wür­dig­keit zur nächsten sein: Holi­day­Check präsen­tiert zehn außer­ge­wöhn­liche Alter­na­tiven zu klas­si­schen Besich­ti­gungs­touren und dazu passende Hotel­tipps.

1Berlin: Stille Örtchen im Rampenlicht

Von einem stillen Örtchen zum nächsten geht es auf der Tour de Toilette. Sie liefert tiefe Einblicke in die „Geschäfte“ Berlins und bricht mit dem Tabu, öffent­lich über Sozi­al­hy­giene zu spre­chen. Vom dunkel­grünen Guss­eisen-Exem­plar mit dem Namen „Café Achteck“ auf dem Gendar­men­markt bis zu Pissoirs aus schle­si­schem Marmor am Kurfürs­ten­damm hat das Toiletten-Reper­toire der Haupt­stadt einiges zu bieten. Nach der Besich­ti­gung lässt es sich im Ku’Damm 101 Design-Hotel perfekt entspannen.

2Wien: Auf die hässliche Tour

Wer an Wien denkt, denkt an Sisi, Schnitzel und Sacher­torte – höchst­wahr­schein­lich aber nicht an Häss­lich­keit. Im Rahmen der Vienna Ugly Tour können die Besu­cher die Stadt auf weniger schöne Art kennen lernen und die vermut­lich schlimmsten Gebäude der Stadt begut­achten. Hinter der Führung steckt dabei weniger Kritik als die Absicht, eine Debatte über die Chancen moderner Archi­tektur anzu­regen. Defi­nitiv schön ist aber das char­mante Bouti­que­hotel Stadt­halle.

3Stockholm: Alles außer bodenständig

Teil­nehmer dieser Tour dürfen sich wie Astrid Lind­grens „Karlsson vom Dach“ fühlen – mit dem Unter­schied, dass sie nicht mit Hilfe eines Propel­lers am Rücken über die Dächer von Stock­holm fliegen, sondern einen Klet­ter­gurt umge­legt bekommen. Ob in Jeans oder auch in Leder­hosen: In luftigen Höhen führt die Dach­wan­de­rung vorbei an Schorn­steinen und Türm­chen und garan­tiert dauer­haft eine fantas­ti­sche Aussicht auf die Stadt. Vom zentral gele­genen Hotel Diplomat aus sind zahl­reiche Sight­seeing-Start­punkte nicht weit.

4München: Da bleibt kein Auge trocken

So viele Pointen wie die in sieben deut­schen Städten ange­bo­tene Come­dy­Tour verspricht wohl kein weiteres Konzept. In München erfreuen sich die Teil­nehmer der 90-minü­tigen Rund­fahrt im „Spaß­mobil“ an Anek­doten zum Mari­en­platz, zu Schloss Nymphen­burg und zum Hofbräu­haus und lachen über die Eigen­arten der Einwohner. So ist Stadt­ge­schichte garan­tiert kein trockener Schul­stoff. Das Motel One München City Ost liegt im Trend­viertel Haid­hausen. Wo sich Restau­rants und Bars anein­an­der­reihen, geht der Spaß in die nächste Runde.

5Paris: Gar nicht mal romantisch

Wer sich nach Paris träumt, denkt vor allem an Eiffel­turm, Sacré-Coeur und Louvre. Aber es lohnt sich, die Metro­pole auch einmal unter­ir­disch und auf wenig roman­ti­sche Art zu erkunden – nämlich durch die Kata­komben. In den Gängen, die einst im 18. Jahr­hun­dert als Grab­stätten dienten, kommen die Besu­cher an den Gebeinen von gut sechs Millionen ehema­ligen Einwoh­nern vorbei. Wer nach dem Rund­gang bei kühlen 14 Grad noch nicht genug hat, kann sich auch den größ­ten­teils vor Ort gedrehten Horror­film „Kata­komben“ anschauen. Vom Legend Hotel sind bekannten Sehens­wür­dig­keiten und die Kata­komben gut zu errei­chen.

6London: Auf die rätselhafte Art

Technik auf dem neuesten Stand inte­griert der Anbieter Hidden City in seine Städ­te­tour in London. Die Teil­nehmer erhalten dabei Rätsel zu verschie­denen Plätzen der Stadt auf ihre Smart­phones. Nur wer eine Frage richtig beant­wortet, bekommt den nächsten Standort zuge­schickt. Geheime Ecken und Span­nung im Team, das bis zu vier Personen umfassen kann, sind den Freunden der Schnit­zel­jagd garan­tiert. Das Hotel Andaz bietet dabei den perfekten Start­punkt für rätsel­hafte Sight­seeing-Trips.

7Budapest: Zu Wasser und zu Land

In Ungarns Haupt­stadt gleiten die Besu­cher nicht ganz so elegant durch das Wasser wie die Gondo­lieri in Venedig, trotzdem ist die Amphi­bi­en­bus­fahrt zu Wasser und zu Land ein beson­deres High­light. Sobald das Fest­land zurück­ge­lassen ist, können die Passa­giere des gelben „Schwimm­busses“ Sehens­wür­dig­keiten wie Burg­pa­last und Ketten­brücke aus ganz neuen Blick­win­keln bestaunen. Wer im Hotel Nemzeti über­nachtet, hat es nicht weit zu vielen weiteren Attrak­tionen.

8Rom: Auf dem Pfad der Erleuchtung

Wer nicht nur Rom und den Vatikan, sondern auch den einfluss­rei­chen Geheim­bund der „Illu­mi­nati“ kennen lernen möchte, liegt mit der Angels & Demons Tour genau richtig. Die Teil­nehmer gehen verschie­denen mythi­schen Symbolen auf den Grund und enträt­seln die Geheim­nisse von Bernini und Galileo. Natür­lich kommen auch die Kirche Santa Maria del Popolo, der Peters­platz und die Engels­burg nicht zu kurz. Bei einem Cock­tail an der Bar des Hotel Dei Mellini kann man den Gedanken über Geheim­bund-Mythen nach­hängen.

9Lissabon: Spionage und Verrat

Die an der Tejo-Mündung gele­gene Haupt­stadt Portu­gals war im Zweiten Welt­krieg der Treff­punkt zahl­rei­cher Spione. Wer an der City of Spies-Stadt­füh­rung teil­nimmt, der betritt nicht nur längst verges­sene Treff­punkte, wie das Hotel Victoria, sondern bekommt auch eine Einfüh­rung in verschie­denste Spio­na­ge­tech­niken, mit denen sich die Spione damals unter­ein­ander abge­hört haben. Charme und Eleganz vergan­gener Zeiten sowie prunk­voll einge­rich­tete Zimmer erwarten die Gäste des Hotel Avenida Palace.

10Hamburg: Internationale Gaumenfreuden

Mit Eat-The-World begeben sich die Gäste in Hamburg auf kuli­na­ri­sche Stadt­füh­rungen der Extra­klasse. Sie schlen­dern gemüt­lich durch ausge­wählte Viertel der Hanse­stadt und verkosten nebenbei einiges. Auf den Stre­cken liegen nord­deut­sche Käse­ge­schäfte ebenso wie urige Tante-Emma-Läden, Kondi­to­reien und Wein­hand­lungen – und auch die besten Restau­rant-Tipps pro Viertel sind inklu­sive. Wer auf den Geschmack gekommen ist, kann im ARCOTEL Onyx in der haus­ei­genen Patis­serie weiter schlemmen.