Südafrikas belieb­teste Touristen-Route gilt als einer der schönsten Küsten­ab­schnitte der Welt. Anders als ihr Name „Garden Route“ vermuten lässt, geht es hier nicht um liebe­voll gepflegte Gärten und pracht­volle Parks. Ihr Name rührt aus der üppigen Natur, die auf die Entde­cker damals wie ein Garten Eden wirkte.

Im südli­chen Teil Südafrikas gelegen, erstreckt sich die knapp 300 Kilo­meter lange „Garden Route“ vom kleinen Küsten­städt­chen Mossel Bay bis zum Storms River Village. Einge­bettet zwischen dem Indi­schen Ozean und den Outeniqua- und Tsitsikamma-Bergen, findet sich entlang der Route eine viel­fäl­tige Land­schaft aus alten Regen­wäl­dern, kris­tall­klaren Seen, einsamen Sand­stränden.

Elefanten an der Garden Route (c) Elisabeth Kapral
Elefanten an der Garden Route (c) Elisa­beth Kapral

Die „Garden Route“ gilt als idealer Einstieg für Afrika-Reisende und ist dank ihres milden Klimas ganz­jährig ein attrak­tives Ziel. Von Port Eliza­beth oder Kapstadt aus ist sie per Miet­wagen über die Bundes­straße N2 einfach zu errei­chen. Die Urlauber sollten mindes­tens vier Tage für die Strecke einplanen. Wer in den vollen Genuss der einzig­ar­tigen Land­schaft kommen möchte, plant aber besser 10 bis 14 Tage ein.

Der „Garden Route Natio­nal­park“ schützt die Viel­falt der Ökosys­teme, die hier auf engem Raum auftreten, und besteht unter anderem aus dem „Tsitsikamma Natio­nal­park“, der die letzten Urwälder Südafrikas behei­matet, dem „Wilder­ness Natio­nal­park“ und der „Knysna National Lake Area“. Strände, üppig bewach­senen Berge, Steil­küsten, Fluss­mün­dungen und Fynbos-Land­schaften reihen sich dabei an kleine Städt­chen entlang der Küste.

Strand an der Plettenberg Bay (c) Elisabeth Kapral
Strand an der Plet­ten­berg Bay (c) Elisa­beth Kapral

Mossel Bay, gut vier Stunden östlich von Kapstadt, gilt als Tor zur „Garden Route“. Die erst 1997 entdeckten Pinnacle Point Caves brachten hier einige der ältesten Hinweise auf die mensch­liche Evolu­tion zum Vorschein. Diesen Ort können die Urlauber mit seinem Entde­cker Dr. Peter Nilssen besu­chen, der sie auf eine Exkur­sion in die Urge­schichte mitnimmt. Wage­mu­tige können ab Mossel Bay zudem Shark Cage Diving probieren.

Gut 100 Kilo­meter weiter liegt die Lagu­nen­stadt Knysna, die jedes Jahr im Juli während des „Knysna Oyster Festi­vals“ ganz im Zeichen der Auster steht. Die zahl­rei­chen Seen, Meere­s­arme, Flüsse und Lagunen können Aktiv­ur­lauber beim Stand-up Paddling erobern. Drei verschie­dene „Elephant Walks“ im Diep­walle Forest führen auf Elefan­ten­pfaden zu Jahr­hun­derte alten Yellow­wood-Bäumen. Die Forest Station ist der Start des „Outeniqua Trails“ und bietet unge­wöhn­liche Schlaf­plätze auf Platt­formen hoch in den Bäumen.

Frische Austern in Knysna (c) Elisabeth Kapral
Frische Austern in Knysna (c) Elisa­beth Kapral

Nach 30 weiteren Kilo­me­tern entlang der Bundes­straße N2 erreicht man Plet­ten­berg Bay, das geschützt hinter der Halb­insel des Robberg Natur­re­ser­vats liegt. Die wind­ge­schützten Gewässer sind nicht nur bei Touristen beliebt: Auch Wale, Delfine und Robben tummeln sich je nach Jahres­zeit in der Bucht.

Wer die Meeres­riesen hautnah erleben möchte, kann von Juli bis November an den Walbe­ob­ach­tungs­touren teil­nehmen. Wer sich lieber von lokaler Kunst inspi­rieren lassen möchte, findet zwischen Plet­ten­berg Bay und Nature’s Valley das kleine Örtchen The Crags, in dem Künstler und Frei­geister in alten Scheunen und Gale­rien ihre Werke anbieten.

Eine „Kajak & Lilo Tour“ über den Storms River, vorbei an den gigan­ti­schen Höhlen und steilen Klippen des Tsitsikamma Natio­nal­parks, bringt das Adre­nalin zum Rauschen. Mit dem Lilo – einer spezi­ellen Luft­ma­tratze – geht es tiefer in die Schlucht hinein zu Orten, die mit dem Boot nicht erreicht werden können. Einige der bekann­testen Wander­wege des Landes führen durch uralte Wälder zu einsamen Stränden. Geschlafen wird in einfa­chen Holz­cha­lets direkt am Strand. Weitere deutsch­spra­chige Infor­ma­tionen zu Südafrika sind auf www.dein-suedafrika.de zu finden.