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    21. Juli 2019

    Japan: Aman Hotels eröffnen erstes Thermalresort

    Am 1. März 2016 eröffnet Aman sein erstes Ther­mal­re­sort in Japan. Die Heimat des Amanemu ist der Ise Shima-Nati­o­­nal­­park an der zer­klüf­teten Ago-Bucht in der Prä­fektur Honshu Mie, wo die Luxus­ho­tel­gruppe mit ihrem zweiten japa­ni­schen Hotel die per­fekte Hideaway-Ergän­zung zum Aman Tokyo geschaffen hat.

    Die japa­ni­sche Bade­kultur Onsen ist im Amanemu all­ge­gen­wärtig. So ver­fügen alle 24 Suiten, die eine Größe von jeweils 99 Qua­drat­me­tern auf­weisen über ein eigenes Ther­mal­be­cken – und das gilt natür­lich auch für die vier Villen, die jeweils 375 Qua­drat­meter umfassen.

    Amanemu / Japan (c) Aman
    Amanemu /​​ Japan (c) Aman

    Auch die Ästhetik des Resorts ori­en­tiert sich ganz an den tra­di­ti­ons­rei­chen Ryokans – den beliebten Bade­häu­sern, in denen die Japaner so gerne ein Wochen­ende ver­bringen. Dem­entspre­chend bemüht sich das Amanemu auch, die japa­ni­sche Will­kom­mens­kultur „Omo­tenashi“, die Wärme und Respekt ver­eint, zu zele­brieren. Ganz in ihrem Sinne wird das Amanemu auch von einer „Okami“, einer weib­li­chen Mana­gerin, geleitet. Ihre Auf­gabe ist von zen­traler Bedeu­tung in der Kunst, die Erwar­tungen und Wün­sche der Gäste zu erahnen, zu erfüllen und sogar zu über­treffen.

    Star-Archi­­tekt Kerry Hill, der bereits das Aman Tokyo designte, ver­eint im Amanemu den klas­si­schen Bau­stil japa­ni­scher Minka-Bau­ern­häuser mit dem puris­ti­schen Aman-Look. Wie die Minka weisen die Gäs­te­häuser des Resorts tief­ge­zo­gene Zie­gel­dä­cher und Wände aus dunkel gebeiztem Zedern­holz auf.

    Die Räume sind mit hellen, japa­ni­schen Höl­zern getä­felt und mit maß­ge­fer­tigten Möbeln und Stoffen in warmen Farb­nu­ancen ein­ge­richtet. Jede Suite bietet raum­hohe Fenster, die sich über die gesamte Länge der Suite erstre­cken und Pan­ora­ma­blicke auf den para­die­si­schen Ise Shima-Nati­o­­nal­­park bieten. In anmu­tiger Ästhetik prä­sen­tiert sich auch das Bade­zimmer im Stil eines japa­ni­schen Bads mit eigenem Onsen-Becken.

    Amanemu / Japan (c) Aman
    Amanemu /​​ Japan (c) Aman

    Feinstes japa­ni­sches Kunst­hand­werk unter­malt dezent das ein­zig­ar­tige Ambi­ente. So finden sich überall im Resort tolle Arte­fakte der anspruchs­vollen Kumiko-Kunst: Das fili­grane Spros­sen­werk aus Edel­holz­leisten kommt bei Leuchten, Schie­be­türen, Licht­pa­neelen und deko­ra­tiven Inlays zum Ein­satz. Im Aman Spa und den Villen sind zudem Kunst­werke des berühmten Kimono- und Obi-Desi­g­ners Genbei Yama­guchi zu bewun­dern.

    Obi sind die schär­pen­ar­tigen Stoff­gürtel des Kimonos, die bis zu vier Meter lang sind und auf ver­schie­dene Arten gebunden werden können. Yama­gu­chis kunst­volle Obis zieren die Wände und sind eine Hom­mage an die uralte japa­ni­sche Tra­di­tion, aus­ge­wählte Fami­li­en­erb­stücke zu prä­sen­tieren.

    Im 2.000 Qua­drat­meter großen Aman Spa kann man nicht nur in einem Gemein­­schafts-Onsen die Vor­züge der heißen Mine­ral­quellen nutzen, son­dern auch in den beiden pri­vaten Bade­pa­vil­lons – jeweils mit eigenem Innen- und Außen­be­cken. Ein voll­aus­ge­stat­tetes Fit­ness­studio, Watsu-Suiten für Wasser-Tre­a­t­­ments sowie ein glä­serner Yoga-Pavillon mit Ter­rasse und Blick auf einen lor­beer­ähn­li­chen Tabu­­noki-Baum gehören eben­falls zum Spa.

    Amanemu / Japan (c) Aman
    Amanemu /​​ Japan (c) Aman

    In den vier Behand­lungs­räumen genießen die Gäste eigens für das Aman Spa ent­wi­ckelte Anwen­dungen. Die Tre­at­ments kom­bi­nieren das hei­lende, mine­ral­hal­tige Ther­mal­wasser mit der auf Kräu­tern basie­renden Kampo-Lehre – der tra­di­tio­nellen ost­asia­ti­schen Pflan­zen­the­rapie. In unmit­tel­barer Nähe befindet sich zudem der 33 Meter lange Infi­nity-Fri­sch­­wasser-Pool. Von hier aus bietet sich ein fas­zi­nie­rendes Pan­orama hin zur blauen Ago-Bucht mit ihren pit­to­resken Per­len­farmen.

    Im Restau­rant wird „Iza­kaya“, das Teilen einer Mahl­zeit, zele­briert: Zum Sake-Genuss werden viele kleine Speisen gereicht und in die Mitte des Tischs plat­ziert. Die Region um das Amanemu ist berühmt für ihre feine Küche, die aus besten Zutaten schöpfen kann. An der nahen Pazi­fik­küste werden Lan­gusten, Aba­lone und Bonito-Fische gefangen. Zudem stammt aus der Gegend das berühmte Mats­u­saka-Rin­d­fleisch, das viele Gour­mets für das beste Rind­fleisch der Welt halten.

    Basie­rend auf dem japa­ni­schen Kon­zept des „Oma­kase“, bei dem die Köche die Gerichte für ihre Gäste aus­su­chen, sind im Restau­rant des Amanemu nicht weniger als zwölf Küchen­chefs für die Zusam­men­stel­lung des täg­lich wech­selnden Menüs ver­ant­wort­lich. Neben einer umfang­rei­chen Wein­karte kom­plet­tiert eine feine Aus­wahl an Sake, Shochu und edlen japa­ni­schen Vin­­tage-Whiskys das kuli­na­ri­sche Erlebnis.

    Wandern auf alten Pilgerpfaden im Ise Shima-Nationalpark / Japan (c) Aman
    Wan­dern auf alten Pil­ger­pfaden im Ise Shima-Nati­o­­nal­­park /​​ Japan (c) Aman

    Nur eine ein­stün­dige Auto­fahrt vom Amanemu ent­fernt liegt mit den Großen Ise Schreinen – auch bekannt als Jingū – das größte Natio­nal­hei­ligtum Japans. Die Anlage erstreckt sich auf rund 5.500 Hektar und besteht aus den zwei Haupt­schreinen Naiku und Geku sowie 125 Neben­schreinen. Der Weg führt über die rund 100 Meter lange Uji-Brücke, unter der der hei­lige Fluss Isuzu fließt. Amanemu orga­ni­siert Privat-Touren zu den Schreinen, bei denen die Gäste zudem Kagura erleben – einen Tanz, der der Son­nen­göttin gewidmet ist.

    Kumano Kodō – bestehend aus fünf alten Pil­ger­routen, die in den Kii-Bergen im süd­lichsten Teil Hon­schus zusam­men­laufen – befindet sich eben­falls in der Nähe des Amanemu. Schon vor 1.000 Jahren begaben sich Gläu­bige auf diese Pfade, die 2004 zum UNESCO-Welt­­ku­l­­tur­erbe ernannt wurden. Die Bege­hung selbst gilt als eine Art Rei­ni­gung und soll zu innerer Ruhe und Selbst­fin­dung bei­tragen.

    Das Amanemu hat für seine Gäste abwechs­lungs­reiche Wan­der­touren ent­worfen, die auch stre­cken­weise über Kumano Kodō führen – zau­ber­hafte Wan­de­rungen durch Wälder aus Zedern und Zypressen, vorbei an hohen Bergen mit rau­schenden Was­ser­fällen und hei­ligen Shinto-Schreinen. Diese Schau­plätze bilden eine ein­ma­lige Kul­tur­land­schaft, die die Ver­schmel­zung des Schin­to­ismus mit der tra­di­tio­nellen Natur­ver­eh­rung in Japan wider­spie­gelt.

    Wandern auf alten Pilgerpfaden im Ise Shima-Nationalpark / Japan (c) Aman
    Wan­dern auf alten Pil­ger­pfaden im Ise Shima-Nati­o­­nal­­park /​​ Japan (c) Aman

    Nur einige Minuten vom Amanemu ent­fernt liegt mit dem „Nemu Golf Club“ ein 18-Loch-Cham­pi­onship Golf­platz mit traum­haftem Blick über die Ago-Bucht. Der vor kurzem neu­ge­stal­tete Platz bietet einige her­aus­for­dernde Löcher direkt am Meer.

    Das Amanemu liegt rund 300 Kilo­meter von Tokio ent­fernt an der Ost­küste Japans und ist von der Haupt­stadt sehr gut mit dem Hoch­ge­schwin­dig­keitszug zu errei­chen. Japans viert­größte Stadt Nagoya ist eine zwei­stün­dige Zug­fahrt oder einen gut halb­stün­digen Heli­ko­pter­flug vom Amanemu ent­fernt.

    Nagoya wird unter anderem von Frank­furt, Sin­gapur, Hong­kong, Bangkok und Bei­jing direkt ange­flogen. Auch von Tokio bieten meh­rere Flug­ge­sell­schaften täg­lich Flüge nach Nagoya. Die Flug­zeit beträgt rund eine Stunde. Tokio wird unter anderem von Wien, Zürich, Mün­chen und Frank­furt direkt bedient. Eine Über­nach­tung ist ab ca. 700 Euro (plus Steuern und Gebühren) bei Einzel- oder Dop­pel­be­le­gung buchbar.

    Amanemu / Japan (c) Aman
    Amanemu /​​ Japan (c) Aman

    Amanemu / Japan (c) Aman
    Amanemu /​​ Japan (c) Aman

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