Japans berühmte Kirschblüte beginnt 2020 früher als sonst

Die Zeit der Kirsch­blüte ist mit Ab­stand die beste Sai­son, um Ja­pan zu be­su­chen. Doch der beste Zeit­punkt ist nicht leicht zu er­wi­schen, denn die Blü­ten hal­ten nur un­ge­fähr zwei Wo­chen. Die lau­fend ak­tua­li­sierte Pro­gnose der Ja­pan Me­teo­ro­lo­gi­cal Cor­po­ra­tion (JMC) kann da hilf­reich sein. In die­sem Jahr rech­net man mit ei­ner frü­hen Blüte.

Für die Ja­pa­ner si­gna­li­siert die Kirsch­blüte („Sa­kura”) den Be­ginn des Früh­lings und bil­det da­mit ei­nen Hö­he­punkt im Jah­res­ka­len­der. Zu­gleich ist sie ei­nes der wich­tigs­ten Sym­bole in der Kul­tur des Lan­des – steht sie doch für Schön­heit, Auf­bruch und Ver­gäng­lich­keit. Da­her ist der Akt des „Ha­nami” – die Kirsch­blü­ten­schau – auch eine alte Tra­di­tion, mit der die Ja­pa­ner der Flüch­tig­keit des Le­bens ge­den­ken.

Japan Kirschblüte
(c) Iwate Pre­fec­ture /​​ JNTO

In den etwa zehn Ta­gen, in de­nen die Kir­schen in der ei­ge­nen Ge­gend in Blüte ste­hen, fei­ern fast alle Be­woh­ner Ja­pans mit Freun­den, Kol­le­gen oder Fa­mi­lie ein Kirsch­blü­ten­fest in ei­nem der Parks, das nicht sel­ten den Cha­rak­ter ei­nes Volks­fes­tes an­nimmt. Gu­tes Es­sen und reich­lich Bier oder Sake sind stets im Ge­päck. Vor al­lem un­ter Kol­le­gen und Stu­den­ten ist das aben­d­­lich-näch­t­­li­che „Ha­nami” nach dem Fei­er­abend be­liebt. In man­chen Parks wer­den da­für die Kirsch­bäume an­ge­strahlt.

Die Tou­ris­ten, die in die­ser Zeit aus der gan­zen Welt nach Ja­pan strö­men, be­stau­nen hin­ge­gen ein fas­zi­nie­ren­des Na­tur­schau­spiel von ma­gi­scher Schön­heit, das Stra­ßen, Parks, Fluss­ufer, Fel­der und Wäl­der in ein Meer aus Rosa und Weiß taucht. Im­mer­hin ent­fal­len fast die Hälfte al­ler Laub­bäume in den ja­pa­ni­schen Städ­ten auf Kirsch­bäume.

Japan Kirschblüte
(c) pixabay /​​ huangzj100

Eine Faust­re­gel sagt, dass die meis­ten Orte in Ja­pan die volle Kirsch­blüte (ja­pa­nisch „Man­kai”) in ei­nem Zeit­fens­ter zwi­schen März und April er­le­ben. Laut der ak­tu­el­len Pro­gnose der Ja­pan Me­teo­ro­lo­gi­cal Cor­po­ra­tion (JMC) wird das in die­sem Jahr al­ler­dings et­was frü­her als üb­lich der Fall sein – so wie auch schon 2019.

Die ers­ten Blü­ten sol­len sich dem­nach am 19. März 2020 in To­kyo zei­gen. Die volle Blüte wird dann rund um den 27. März er­war­tet. In Fu­ku­oka soll die Kirsch­blüte am 20. März be­gin­nen, in Na­goya am 21. März, in Hi­ro­shima am 22. März, in Kyoto am 23. März und in Osaka am 25. März. Im käl­te­ren Nor­den des Lan­des wer­den die Blü­ten hin­ge­gen erst viel spä­ter zu be­wun­dern sein – in Sap­poro bei­spiels­weise ab 1. Mai 2020.

Japan Kirschblüte
(c) Hi­ro­saki City /​​ JNTO

Die JMC hat im ver­gan­ge­nen Früh­jahr eine auch in Eng­lisch ver­füg­bare App na­mens „Sa­kura Navi” vor­ge­stellt, mit der sich die Rei­sen­den über den Stand der Kirsch­blüte in­for­mie­ren kön­nen. Sie zeich­net den Fort­schritt vom Knos­pen­sta­dium bis zur vol­len Blüte an rund 1.000 Or­ten im gan­zen Land auf. Auf Wunsch zeigt die App auch nahe ge­le­gene Hot­spots für die Be­trach­tung der Kirsch­blüte an.

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(c) pixabay /​​ huangzj100

Japan Kirschblüte
(c) Toyama Pre­fec­tu­ral Tou­rism As­so­cia­tion /​​ JNTO

Fuji /​​ Ja­pan (c) JNTO

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