Katalonien: Shopping in kleinen Städten – abseits von Barcelona

Ka­ta­lo­nien bie­tet auch au­ßer­halb der Me­tro­pole Bar­ce­lona die Mög­lich­keit, Ge­schichte, Ar­chi­tek­tur und Kul­tur mit Shop­ping zu ver­knüp­fen: Die Pro­vinz-Haupt­städte Gi­rona, Tar­ra­gona und Lleida so­wie das be­schau­li­che Städt­chen Ca­net de Mar las­sen die Her­zen der Ein­kaufs­be­geis­ter­ten hö­her schla­gen.

Barcelona: Einkaufserlebnis in der Metropole

Bar­ce­lona (c) pixabay

In kaum ei­ner an­de­ren Me­tro­pole Eu­ro­pas las­sen sich Sight­see­ing und Ein­kaufs­spaß so gut ver­bin­den wie in Bar­ce­lona. Al­lein ent­lang der fünf Ki­lo­me­ter lan­gen „Bar­ce­lona Shop­ping Mile” – ei­ner Ein­kaufs­meile, die zwi­schen dem Ha­fen und dem obe­ren Teil der Stadt ver­läuft – sind mehr als 200 Ge­schäfte an­ge­sie­delt.

Vom Ma­re­ma­gnum – ei­nem Ein­kaufs­zen­trum am Ende der Ram­bla del Mar di­rekt am Al­ten Ha­fen – ver­läuft die Shop­ping­meile an der welt­be­rühm­ten Ram­bla mit ih­ren klei­nen Stra­ßen­stän­den, Ca­fés und dem Mer­cat de Bo­que­ría ent­lang bis zur Plaça Ca­talunya.

Auf knapp zwei Ki­lo­me­tern schließt sich mit der Passeig de Gràcia eine der be­kann­tes­ten Ein­kaufs­stra­ßen der Stadt an. Hier fin­den sich vor al­lem hoch­wer­tige Kon­sum­gü­ter, Klei­dung, Mö­bel und An­ti­qui­tä­ten. Be­su­cher, die vom Ein­kau­fen bis da­hin noch nicht ge­nug be­kom­men ha­ben, kön­nen sich zu­dem im west­lich ge­le­ge­nen Busi­ness-Vier­tel ent­lang der Avin­g­uda Dia­go­nal an Mode- und Schuh­ge­schäf­ten er­freuen.

Girona: Flanieren in der Vier-Flüsse-Stadt

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Gi­rona (c) Alex Tremps /​ Ar­xiu Imat­ges PTCBG

Gi­rona ist die kleinste der vier ka­ta­la­ni­schen Pro­vinz­haupt­städte und wird auf­grund ih­rer Lage auch „Vier-Flüsse-Stadt“ ge­nannt, da hier im Ter-Tal die Flüsse On­yar, Ter, Güell und Gal­ligants zu­sam­men­flie­ßen. Ma­le­risch im Hin­ter­land der Costa Brava ge­le­gen, be­ein­druckt Gi­rona vor al­lem mit mit­tel­al­ter­li­chen Bau­wer­ken und rö­mi­schen, mau­ri­schen und jü­di­schen Ein­flüs­sen.

Über die Stein­brü­cke „Pont de Pe­dra“ oder die rote Stahl­brü­cke „Pont de les Peixa­te­ries Vel­les“, die von Gust­ave Eif­fel ge­schaf­fen wurde, ist die von der Mo­derne fast völ­lig ver­schonte Alt­stadt mit den mo­der­nen Vier­teln ver­bun­den. Als viel ge­wählte Fo­to­mo­tive bie­ten sie eine ma­le­ri­sche Aus­sicht auf den Fluss On­yar, die bun­ten Häu­ser­fas­sa­den und die be­ein­dru­ckende Ka­the­drale „Santa Ma­ría“.

Die bei der Stein­brü­cke ein­set­zende Ram­bla de la Li­bertad ver­läuft par­al­lel zum Fluss und gilt als wich­tigste Ein­kaufs­straße der Alt­stadt. Schon seit dem 13. Jahr­hun­dert diente sie als zen­tra­ler Markt­platz und Ort der Zu­sam­men­kunft und ist auch heute noch Mit­tel­punkt des städ­ti­schen Le­bens mit ge­müt­li­chen Ca­fés, ei­ner Viel­zahl an Ge­schäf­ten, klei­nen Bou­ti­quen und Ar­ka­den zu bei­den Sei­ten.

Tarragona: Shoppen im Rom der iberischen Halbinsel

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Tar­ra­gona /​ Passeig de les Pal­me­res und Balcó del Me­di­ter­rani (c) Ra­fael Ló­pez-Monné

Die Haupt­stadt der süd­lichs­ten Pro­vinz Ka­ta­lo­ni­ens hebt sich deut­lich von den mo­der­nen Ur­laubs­or­ten an der Costa Dau­rada ab. Die be­wegte Ver­gan­gen­heit von Tar­ra­gona, das vor 2.000 Jah­ren als das „Rom der ibe­ri­schen Halb­in­sel” galt, ist da­bei noch heute all­ge­gen­wär­tig.

Tar­ra­gona ge­hört zu den Städ­ten mit der größ­ten Dichte an rö­mi­schen Fund­stät­ten, so­dass Teile der ehe­ma­li­gen Me­tro­pole auch auf der Liste des UNESCO-Welt­kul­tur­er­bes ste­hen. Ne­ben ei­ner Viel­zahl ge­schichts­träch­ti­ger Mo­nu­mente wie dem Am­phi­thea­ter, dem Prä­to­rium oder dem rö­mi­schen Zir­kus lo­cken zu­dem die ein­ma­lige Lage am Mit­tel­meer, eine köst­li­che Kü­che und zahl­rei­che volks­tüm­li­che Feste und Tra­di­tio­nen.

Auch Shop­ping kommt hier nicht zu kurz, denn von der zen­tral ge­le­ge­nen Plaça de la Im­pe­rial Tar­r­aco – dem Haupt­ver­kehrs­kno­ten der Pro­vinz­haupt­stadt – sind die Haupt­ein­kaufs­stra­ßen Tar­ra­go­nas be­quem er­reich­bar. Eine der be­deu­tends­ten Pro­me­na­den ist da­bei die Ram­bla Nova. Die Fla­nier­meile ist über 150 Jahre alt und hat die größte Kon­zen­tra­tion an mo­der­nen Ge­schäf­ten der Stadt – ein­ge­bet­tet in ein Vier­tel le­ben­di­ger Ge­schichte.

Shop­ping­be­geis­terte fin­den hier von in­ter­na­tio­na­ler Mode über lo­ka­les Kunst­hand­werk bis zu Ju­we­lie­ren und tra­di­tio­nel­len Ge­schäf­ten al­les, was das Herz be­gehrt. Be­su­cher, die nach ei­nem aus­gie­bi­gen Ein­kaufs­bum­mel Ruhe su­chen, kön­nen sich in ei­nem der zahl­rei­chen Stra­ßen­ca­fés in der Alt­stadt eine Pause ein­le­gen oder vom Bal­kon des Mit­tel­mee­res am Ende der Ram­bla – ei­nem Aus­sichts­punkt mit Blick über den Ha­fen, den Strand und das Am­phi­thea­ter – die Seele bau­meln las­sen.

Lleída: Einkaufserlebnis vor der alten Domkirche

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Lleida /​ La Seu Vella (c) Oli­vier Cail­laud

In stil­ler An­mut thront Lleida süd­lich der Py­re­näen über dem Fluss Segre, der die Alt­stadt im Nord­wes­ten von den neue­ren Stadt­vier­teln trennt. Die­ser pri­vi­le­gierte Stand­ort im frucht­ba­ren Obst- und Ge­mü­se­land zog be­reits im fünf­ten Jahr­hun­dert vor Chris­tus die ibe­ri­schen Il­erge­ten an, die den Grund­stein der Stadt leg­ten.

Zen­trum und Wahr­zei­chen Lleí­das ist bis heute der Burg­berg mit der Ka­the­drale Seu Vella. Der Bau der Ka­the­drale wurde 1203 im Stil der Ro­ma­nik be­gon­nen und 300 Jahre spä­ter mit Ele­men­ten der Go­tik voll­endet. Nur we­nige Me­ter von der eins­ti­gen Dom­kir­che ent­fernt kön­nen die Be­su­cher die Rui­nen der ehe­ma­li­gen Stadt­mauer so­wie Über­reste ei­ner mau­ri­schen Fes­tung aus dem 9. Jahr­hun­dert be­wun­dern.

Die Fuß­gän­ger­brü­cke Pas­sa­rel la del Li­ceu Es­co­lar führt zur Alt­stadt. Von ihr bie­tet sich ei­ner der schöns­ten Bli­cke auf das Zen­trum. Par­al­lel zur brei­ten Ufer­straße Avin­g­uda de Ma­drid ver­läuft auf 2,5 Ki­lo­me­tern die Car­rer Ma­jor – eine der längs­ten Ein­kaufs­stra­ßen Eu­ro­pas. Sie eb­net sich ih­ren Weg durch die Alt­stadt Lleidas und ist von klei­nen Bou­ti­quen, De­si­gner­lä­den und Markt­stän­den ge­säumt.

Die ge­schäf­tige Straße geht in nord­öst­li­cher Rich­tung vor­bei an der Tou­ris­ten­in­for­ma­tion zum zen­tra­len Platz Plaça de Sant Joan und lädt die Be­su­cher zum Fla­nie­ren ein. Be­su­cher, die da­nach noch nicht ge­nug ha­ben, kön­nen ei­nen Ab­ste­cher zur Ein­kaufs­straße Sant An­toni ma­chen. Auf dem Weg zwi­schen den Ein­kaufs­mei­len lässt sich ein Blick auf die neue Ka­the­drale – La Seu Nova – er­ha­schen.

Canet de Mar: Bummel abseits des Touristenrummels

Pro­vinz Bar­ce­lona (c) pixabay

Nur 40 Ki­lo­me­ter nörd­lich von Bar­ce­lona kann eine Aus­zeit ganz an­ders aus­se­hen, denn das Städt­chen Ca­net de Mar hat sich sei­nen Charme und sein me­di­ter­ra­nes Flair bis heute be­wahrt und bie­tet ne­ben Ba­de­mög­lich­kei­ten und gas­tro­no­mi­schen High­lights auch die beste Ge­le­gen­heit für Shop­ping fernab vom Tou­ris­ten­rum­mel.

Ne­ben dem Wo­chen­markt mit Le­bens­mit­teln von Brot bis Milch, Obst und Ge­müse, Fleisch und Fisch, Wein und Ge­wür­zen sind es vor al­lem Hand­wer­ker und Künst­ler, die in Ca­net de Mar ihre Pro­dukte zur Schau stel­len.

Ne­ben der Schön­heit des klei­nen Or­tes selbst, der im Orts­kern eine Kir­che aus dem 16. Jahr­hun­dert be­hei­ma­tet, den schma­len Gas­sen, his­to­ri­schen Häu­sern und dem schö­nen Strand lockt der ka­ta­la­ni­sche Ur­laubs­ort Ca­net de Mar an der Costa Brava auch mit sei­nen Kunst­märk­ten zahl­rei­che Be­su­cher an.

www.katalonien-tourismus.de

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