Island Geheimtipps

Tomaten, Wasserfälle und Infinity-Pools: Fünf Geheimtipps in Island

Is­land ist ein be­gehr­tes Rei­se­ziel, denn das am dünns­ten be­sie­delte Land Eu­ro­pas hat viel zu bie­ten – von Eis­ber­gen und Glet­schern bis zu spek­ta­ku­lä­ren Was­ser­fäl­len und Po­lar­lich­tern. Die is­län­di­sche Air­line PLAY stellt fünf Ge­heim­tipps fernab des Main­streams in Is­land vor, die ei­nen Be­such wert sind.

Die Friðheimar-Farm – Ein Paradies für Tomatenliebhaber

(c) Friðhei­mar Farm

Wer den be­rühm­ten „Gol­den Cir­cle” im Sü­den Is­lands mit dem Auto er­kun­det, sollte ei­nen eher un­ge­wöhn­li­chen Zwi­schen­stopp auf der fa­mi­li­en­geführ­ten Friðhei­mar Farm ein­le­gen. Diese liegt in Reykholt und öff­net täg­lich von 12 Uhr bis 16 Uhr für Be­su­cher. Bei ei­ner Füh­rung kön­nen Na­tur­lieb­ha­ber span­nende Dinge über den An­bau von To­ma­ten und Gur­ken in Is­land er­fah­ren.

Das Re­stau­rant der Farm be­fin­det sich in­mit­ten ei­nes gro­ßen Ge­wächs­hau­ses, so­dass sich die Be­su­cher an ei­nem ge­müt­li­chen Tisch – um­ge­ben von zahl­rei­chen To­ma­ten­re­ben – wie­der­fin­den. Hier kön­nen sie eine heiße To­ma­ten­suppe pro­bie­ren, aber auch haus­ge­mach­tes Brot mit To­ma­tenchut­ney, Gur­ken­salsa, eine Pasta mit To­ma­ten­soße, ge­grillte Tor­til­las mit To­ma­ten, Ba­si­li­kum und Moz­za­rella oder ein To­ma­ten­eis.

Au­ßer­dem gibt es Schnaps, der in ei­ner To­mate ser­viert wird, ein Vir­gin Mary oder eine Bloody Mary und na­tür­lich auch ein To­ma­ten­bier. Das ge­samte ku­li­na­ri­sche An­ge­bot be­steht da­bei aus frisch ge­ern­te­ten To­ma­ten oder Gur­ken, die nicht „schön“ ge­nug für den Ver­kauf im Su­per­markt sind, sich ge­schmack­lich aber kei­nes­wegs von den an­de­ren un­ter­schei­den.

Abenteuer im Wandergebiet Víknaslóðir

Island Geheimtipps
Way through Ice­land (c) Jack An­stey

Ganz im Os­ten der In­sel – rund um die Ge­gend von Bor­garf­jörður Ey­s­tri – be­fin­det sich ei­nes der spek­ta­ku­lärs­ten Wan­der­ge­biete auf Is­land, das noch ein wah­rer Ge­heim­tipp ist. Ví­k­nas­lóðir be­deu­tet auf Deutsch über­setzt „Wege der Buch­ten“ und ist die per­fekte Her­aus­for­de­rung für Out­door-Fans. Es emp­fiehlt sich, fünf bis zehn Tage Zeit ein­zu­pla­nen, um das Ge­biet zu er­kun­den.

Be­son­ders schön ist die 55 Ki­lo­me­ter lange Wan­der­stre­cke von Bor­garf­jörður Ey­s­tri hin­un­ter nach Sey­ðisfjörður, für die ein er­fah­re­ner Wan­de­rer in der Re­gel vier Tage braucht. Die Aus­bli­cke, die man un­ter­wegs ge­nie­ßen kann, sind atem­be­rau­bend. Ein be­son­de­res High­light ist der blaue See Stór­urð, der von tief­schwar­zen Fel­sen um­ge­ben wird.

Die kleine Schwester der blauen Lagune: Mývatn-Naturbäder

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My­vatn Na­ture Baths (c) Nuno An­tu­nes

Wer schon ein­mal von Mý­vatn ge­hört hat, denkt mit Si­cher­heit an die traum­haft schöne Se­en­land­schaft, die ih­ren Na­men den 40 ver­schie­de­nen, in der Re­gion ver­brei­te­ten Mü­cken­ar­ten zu ver­dan­ken hat. Eine Rund­fahrt um die Se­en­land­schaft zählt lei­der längst nicht mehr zu den Ge­heim­tipps in Is­land.

Deut­lich we­ni­ger Tou­ris­ten wis­sen aber, dass man vor Ort auch ba­den ge­hen kann. Seit dem Jahr 2004 ma­chen die Mý­vatn-Na­tur­bä­der der Blauen La­gune or­dent­lich Kon­kur­renz und bie­ten den Be­su­chern ein ein­ma­li­ges Ba­de­er­leb­nis mit ei­ner atem­be­rau­ben­den Aus­sicht auf die um­lie­gen­den Berge.

Das mi­ne­ral­hal­tige Was­ser soll be­son­ders gut ge­gen Haut­pro­bleme hel­fen und dem Was­ser­dampf wird eine hei­lende Wir­kung bei Atem­wegs­er­kran­kun­gen nach­ge­sagt. Ein sol­ches Ba­de­er­leb­nis sollte man sich auf kei­nen Fall ent­ge­hen las­sen.

Eine Wanderung zum zweithöchsten Wasserfall Islands

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Gly­mur (c) Globe City Guide

Der Gly­mur Was­ser­fall liegt nur etwa eine Stunde Fahr­zeit von Reykja­vik, der Haupt­stadt von Is­land, ent­fernt, zählt aber den­noch zu den Ge­heim­tipps und wird im Ver­gleich zum Gull­foss, Skó­ga­foss oder Detti­foss nur sel­ten von Tou­ris­ten auf­ge­sucht.

Seit im Jahr 1998 ein Tun­nel durch den Hvalf­jörður führt und den Weg von Reykja­vik nach Bor­gar­nes um un­ge­fähr eine Stunde ver­kürzt, macht sel­ten je­mand ei­nen Ab­ste­cher an den schö­nen Fjord, an des­sen Ende der Wan­der­weg zum Gly­mur Was­ser­fall be­ginnt.

Ein Aus­flug in die wun­der­schöne Na­tur und zum be­ein­dru­cken­den 198 Me­ter ho­hen Was­ser­fall ist zu je­der Jah­res­zeit ein traum­haf­tes Er­leb­nis. Für die Wan­de­rung durch die moos­be­wach­se­nen Fel­sen sollte man zwei bis drei Stun­den ein­pla­nen. Wer sich nicht traut, auf ei­gene Faust los­zu­zie­hen, kann auch eine ge­führte Wan­de­rung bu­chen.

Der einzigartige Infinity-Pool in Hofsós

(c) pixabay

Bei ei­nem Road­t­rip durch Is­land sollte man ei­nen Halt im klei­nen Dorf Hofsós ein­le­gen, das zur Ge­meinde Ska­ga­f­jörður ge­hört und nur 142 Ein­woh­ner hat. Das High­light des klei­nen, fried­li­chen Dor­fes ist ein öf­fent­lich zu­gäng­li­cher Pool, der di­rekt am Fjord liegt und aus dem man über das Was­ser hin­weg eine tolle Aus­sicht auf die Berge hat.

Kommt man früh mor­gens, so kann es gut sein, dass man in Ruhe und völ­li­ger Ein­sam­keit ein we­nig das fri­sche Was­ser ge­nie­ßen kann. Bei ei­nem abend­li­chen Be­such im Herbst oder Win­ter hat man mit et­was Glück nicht nur eine traum­hafte Aus­sicht auf eine spek­ta­ku­läre Ku­lisse, son­dern be­kommt auch das eine oder an­dere Nord­licht zu Ge­sicht.

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