Field of Light (c) Tourism NT

„Field of Light“: Unendliches Lichtermeer in Australiens Outback

Die Kunst­in­stal­la­tion „Field of Light“ – di­rekt am Uluru im ro­ten Zen­trum von Aus­tra­lien – ist das wohl be­kann­teste Werk des welt­be­rühm­ten Künst­lers Bruce Munro: So­bald die Sonne un­ter­geht, tau­chen 50.000 So­lar­leuch­ten ein rie­si­ges Feld in zahl­lose wech­selnde Far­ben.

Das mehr­fach preis­ge­krönte Pro­jekt ent­wi­ckelte sich seit sei­ner Er­öff­nung am 1. April 2016 schnell zum Be­su­cher­ma­gne­ten. In­zwi­schen sind mehr als 450.000 Gäste durch das Lich­ter-Feld nahe des Uluru spa­ziert. Ei­gent­lich sollte es am 31. März 2021 en­den. Nun ist ein Ab­schied aber in weite Ferne ge­rückt: Das „Field of Light“ wurde auf un­be­stimmte Zeit ver­län­gert und un­ter der Auf­sicht des Künst­lers auch gleich um eine Mil­lion Aus­tra­li­sche Dol­lar (ca. 600.000 Euro) er­neu­ert.

Die 62.500 Qua­drat­me­ter große Frei­luft-Aus­stel­lung be­fin­det sich auf dem Ge­lände des Ay­ers Rock Re­sort, das auch ver­schie­dene Tou­ren und Er­leb­nisse rund um das „Field of Light“ an­bie­tet – dar­un­ter ein Be­such in Kom­bi­na­tion mit ei­nem ex­klu­si­ven Din­ner un­ter dem Ster­nen­him­mel.

Für Grant Hunt, CEO des Re­sort-Be­trei­bers Voya­ges, ist die Ver­län­ge­rung des „Field of Light“ eine er­freu­li­che Kon­se­quenz aus dem an­hal­ten­den Er­folg: „Die Rei­sen­den su­chen heut­zu­tage Er­leb­nisse, die über das Ober­fläch­li­che hin­aus­ge­hen, die Be­deu­tung und Tiefe vor­zu­wei­sen ha­ben, die über­ra­schen und sich ein­prä­gen. Die Ver­län­ge­rung er­laubt es vie­len wei­te­ren Gäs­ten, die­ses ein­zig­ar­tige Kunst­werk zu se­hen“.

„Tropical Light“: Kunstwerke inspiriert von der Natur
Tro­pi­cal Light /​ Dar­win (c) Tou­rism NT /​ Bruce Munro Ltd.

Ne­ben dem ge­fei­er­ten „Field of Light“ lockt ab 1. No­vem­ber 2019 eine wei­tere In­stal­la­tion Mun­ros ins Nort­hern Ter­ri­tory Aus­tra­li­ens: Vor­erst ein hal­bes Jahr lang – bis zum 30. April 2020 – er­hellt „Bruce Munro: Tro­pi­cal Light“ die Nächte Dar­wins. Be­su­cher der Stadt und Ein­hei­mi­sche kön­nen da­bei dem Weg des Lichts auf ei­nem Pfad fol­gen, der durch das Herz der Stadt führt.

Be­ginn des We­ges ist ent­we­der das Stadt­zen­trum oder der neue Be­reich rund um die Strand­pro­me­nade. Di­rekt an der vor­ge­la­ger­ten Kai­mauer be­fin­det sich die erste Skulp­tur, die sechs wei­te­ren sind an der Wave Lagoon, der Pen­in­sula, in Palm Grove Lawns, im Ben­nett Park, an den Rui­nen des al­ten Rat­hau­ses so­wie am Ci­vic und Rain­tree Park zu be­stau­nen.

Tro­pi­cal Light /​ Dar­win (c) Tou­rism NT /​ Bruce Munro Ltd.

Der ge­bür­tige Brite Bruce Munro ist be­ken­nen­der Aus­tra­lien-Fan und ließ sich für die acht „Tro­pi­cal Light“-Skulpturen von sei­nen Be­su­chen im Nort­hern Ter­ri­tory in­spi­rie­ren. Teil der Frei­luft-In­stal­la­tion ist bei­spiels­weise die Skulp­tur „Green Flash“, die nach ei­nem op­ti­schen Phä­no­men be­nannt ist: Der „grüne Blitz“ ist manch­mal bei Son­nen­un­ter­gang oder Son­nen­auf­gang für ein oder zwei Se­kun­den sicht­bar.

Die­ses na­tür­lich auf­tre­tende Licht­er­eig­nis zog Bruce Munro schon als Kind in sei­nen Bann. Als er spä­ter in Aus­tra­lien lebte, ver­brachte er viele Son­nen­un­ter­gänge mit dem Ver­such, das Phä­no­men mit der Ka­mera ein­zu­fan­gen. Der Min­dil Be­ach von Dar­win eig­net sich be­son­ders gut für die Jagd auf den grü­nen Blitz, da die Son­nen­un­ter­gänge vor Ort zu den schöns­ten in Aus­tra­lien zäh­len. Der „Green Flash“ von Bruce Munro be­fin­det sich bei den Rui­nen des al­ten Rat­hau­ses: In der Däm­me­rung er­we­cken 1.820 be­leuch­tete Fla­schen die Skulp­tur zum Le­ben.

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