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    Die zehn kuriosesten Denkmäler und Museen in Europa

    Mu­seen für Brat­würste, Zwerge und Zu­satz­stoffe, ein Brun­nen für ei­nen Kin­der­fres­ser, ein Denk­mal für ei­nen Mops, die engste Straße und die größte Chris­­tus-Sta­­tue der Welt: Der Mo­bi­li­täts­an­bie­ter Flix­Mo­bi­lity stellt die zehn ku­rio­ses­ten Denk­mä­ler und Mu­seen in Eu­ropa vor.

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    Berlin: Das Museum der Unerhörten Dinge

    (c) Mu­seum der Un­er­hör­ten Dinge /​​ Ber­lin

    Al­les fing mit ei­nem Fern­rohr aus Mes­sing an, das der 11-jäh­­rige Ro­land Al­brecht vor sei­nem Schul­ka­me­ra­den ret­ten wollte. Eine Sam­m­­ler-Reise be­gann. Mehr als 20 Jahre spä­ter tum­meln sich nun viele kleine Dinge mit gro­ßer Ge­schichte im meist­be­such­ten Mu­seum Ber­lins – ge­mes­sen an der Be­su­cher­zahl in Re­la­tion zur Mu­se­ums­flä­che. Ro­land Al­brecht führt das Mu­seum der Un­er­hör­ten Dinge im Stadt­teil Schö­ne­berg bis heute und er­mög­licht ei­nen ein­ma­li­gen Auf­ent­halt zwi­schen Schmun­zeln und Stau­nen – zwi­schen ver­stei­ner­ten Re­lik­ten aus der zwei­ten Eis­zeit oder ei­nem Hoch­zeits­foto der ers­ten les­bi­schen Hoch­zeit 1950.

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    Bern: Der Brunnen des Kinderfressers

    Kind­lifres­ser­brun­nen /​​ Bern (c) Wiki­me­dia Com­mons /​​ An­drew Bossi

    Der „Kin­der­fres­ser“ war eine weit ver­brei­tete Sa­gen­fi­gur des Mit­tel­al­ters und der frü­hen Neu­zeit, die als Kin­der­schreck in Er­zäh­lun­gen ihr Un­we­sen trieb. Auf dem gleich­na­mi­gen, bunt be­mal­ten Brun­nen in der Ber­ner Alt­stadt thront ein sol­cher Kin­der­fres­ser mit ei­ner Um­hän­ge­ta­sche, in die er un­ar­tige Kin­der steckt – und gut sicht­bar ver­schlingt er so­gar ein Kind. Der „Kind­lifres­ser­brun­nen“ wurde im Jahr 1545 von Hans Gi­eng ge­fer­tigt. Ein höl­zer­nes Mo­dell aus dem 15. Jahr­hun­dert musste da­für wei­chen.

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    Reutlingen: Die engste Straße der Welt

    (c) pixabay

    Die Spreu­er­hof­straße ist eine Gasse in der Alt­stadt von Reut­lin­gen und nur knapp 50 Me­ter lang. Doch sie hat es in sich: Durch­schnitt­lich misst sie eine Breite von 40 Zen­ti­me­tern – und an der engs­ten Stelle ist sie so­gar nur 31 Zen­ti­me­ter schmal. Auch der chi­ne­si­sche Staats­prä­si­dent soll hier schon den Bauch ein­ge­zo­gen ha­ben, um die aben­teu­er­li­che Pas­sage zwi­schen den al­ten Häu­sern zu be­ge­hen. Die Straße be­steht seit dem Stadt­brand im Jahr 1726 und diente ur­sprüng­lich als Flucht­weg. Sie ist nach ei­nem Ge­trei­de­la­ger be­nannt, das einst das Reut­lin­ger Spi­tal ver­sorgte, und gilt seit 2007 ganz of­fi­zi­ell als die „engste Straße der Welt“.

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    Holzhausen: Ein Museum für die Bratwurst

    (c) pixabay

    Wer kennt nicht die tra­di­tio­nelle Thü­rin­ger Rost­brat­wurst? Doch nur, weil man sie schon ein­mal ge­ges­sen hat, weiß man noch längst nicht al­les über sie. Da­von ist zu­min­dest das erste Deut­sche Brat­wurst­mu­seum über­zeugt. Un­ter dem Motto „Hei­mat ist nicht nur ein Ort, man kann sie auch schme­cken“ prä­sen­tiert es den Wurst-Star und deckt dazu ei­nige An­ek­do­ten und Ku­rio­si­tä­ten rund um die Hin­ter­gründe der herz­haf­ten Köst­lich­keit auf. Mit Stolz ver­an­stal­tet der „Ver­ein der Thü­rin­ger Brat­wurst e.V.“ zu­dem ein Brat­wurst­thea­ter und ei­nen Bra­t­­wurst-Song-Con­­test. Auch eine Brat­wurst­son­nen­uhr darf nicht feh­len.

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    Wien: Die Kirche des „Brutalismus“

    Wo­tru­ba­k­ir­che (c) Wien Tou­ris­mus /​​ Karl Tho­mas

    Als ar­chi­tek­to­ni­sches Meis­ter­werk gilt die Wo­tru­ba­k­ir­che in Wien. Mas­sive Stein­blö­cke bil­den kon­fus an­ge­ord­net ein rö­­misch-ka­­tho­­li­­sches Got­tes­haus auf dem Sankt-Ge­or­gen-Berg am Rand des Wie­ner­wal­des. Von Au­gust 1974 bis Ok­to­ber 1976 wurde das Ge­bäude nach Ent­wür­fen des Bild­hau­ers Fritz Wo­truba und un­ter der ar­chi­tek­to­ni­schen Lei­tung von Ger­hard Mayr er­baut. Schon wäh­rend der Bau­ar­bei­ten ver­sam­mel­ten sich die Men­schen, um das au­ßer­ge­wöhn­li­che Kon­strukt im Stil des „Bru­ta­lis­mus“ zu be­stau­nen. Die Kir­che be­steht aus 152 na­tur­be­las­se­nen, im­po­san­ten Be­ton­qua­dern, die bis zu 13 Me­ter hoch sind. Licht fällt da­bei durch ein­fa­che Glas­schei­ben, die im In­ne­ren schmale, sich über­schnei­dende Licht­bün­del er­ge­ben.

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    Stuttgart: Ein Mops als Loriot-Denkmal

    Stutt­gart (c) Wiki­me­dia Com­mons /​​ Ru­dolf Si­mon

    Im Herbst 2013 wurde auf dem Eu­gens­platz in Stutt­gart eine 2,75 Me­ter hohe Kalk­stein­säule ein­ge­weiht. Der Künst­ler Uli Gsell ehrte da­mit den deut­schen Hu­mo­ris­ten Vico von Bü­low – bes­ser be­kannt als Lo­riot. Er hatte hier in sei­nen Ju­gend­jah­ren ge­wohnt. Doch was ver­setzte ganz Stutt­gart nur we­nige Tage spä­ter in schal­len­des Ge­läch­ter? Ein klei­ner Mops aus Stein, der auf der Säule ste­hend an­mu­tig in den Him­mel blickte. Mit­ar­bei­ter ei­nes Blogs hat­ten dem Tier ein neues Zu­hause ge­ge­ben. Als er nach ein paar Ta­gen wie­der ver­schwand, for­der­ten Fans das lieb ge­won­nene Hünd­chen zu­rück – und so fer­tigte Uli Gsell mit Spen­den ei­nen neuen Mops aus Bronze an, der nun seit Mai 2014 ei­nen fes­ten Platz auf sei­ner Lo­­riot-Säule hat.

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    Świebodzin: Der größte Christus der Welt

    Świe­bod­zin (c) pixabay

    Die ma­jes­tä­ti­sche Chris­­tus-Er­­lö­­ser-Sta­­tue in Rio de Ja­neiro mit Blick auf den Zu­cker­hut ken­nen alle. Doch nur we­nige wis­sen, dass die größte Je­­sus-Sta­­tue der Welt in ei­ner west­pol­ni­schen Klein­stadt steht. 2010 wurde die Chris­­tus-Fi­­gur mit weit aus­ge­brei­te­ten Ar­men und ei­ner drei Me­ter ho­hen, gol­de­nen Krone auf dem Kopf auf ei­nem stei­ner­nen Hü­gel fer­tig­ge­stellt und gilt seit­her als Ge­heim­tipp für ei­nen Trip nach Po­len. Sie ist ganze sechs Me­ter hö­her als die At­trak­tion in Bra­si­lien und zwei­fels­ohne schnel­ler auch zu er­rei­chen. Mit ei­ner be­acht­li­chen Wucht von 440 Ton­nen Ge­wicht soll die Chris­­tus-Kö­­nig-Sta­­tue die Stadt vor Na­tur­ka­ta­stro­phen be­schüt­zen.

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    Gräfenroda: Das Museum für die Zwerge

    (c) pixabay

    Seit Schnee­witt­chen ist die Fas­zi­na­tion für die ver­schmitz­ten, klei­nen Männ­chen mit der ro­ten Zip­fel­mütze groß. Viele strah­lend bunte Ex­em­plare kön­nen im Zwer­gen­mu­seum in Grä­fen­ro­ida im Thü­rin­ger Wald be­gut­ach­tet wer­den – der Ge­burts­stadt der Gar­ten­zwerge. Von ih­rer Ent­ste­hung bis zur Ein­bet­tung in eine grüne Gar­ten­land­schaft wird hier je­der Schritt des Zwer­gen­le­bens ze­le­briert. Seit 1874 be­steht die Tra­di­tion der Fer­ti­gung von Gar­ten­zwer­gen aus Ton be­reits – und so for­men sich im­mer wie­der neue Mär­chen­grup­pen, die nicht nur Kin­der in ih­ren Bann zie­hen.

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    Brüssel: Wenn einer Wasser lässt…

    Man­ne­ken Pis /​​ Brüs­sel (c) pixabay

    Ein Wahr­zei­chen der bel­gi­schen Haupt­stadt Brüs­sel ist ein nack­ter, Was­ser las­sen­der Junge. Klingt ver­rückt, doch die 61 Zen­ti­me­ter hohe Brun­nen­fi­gur des „Man­ne­ken Pis“ sym­bo­li­siert eh­ren­hafte Leit­mo­tive, die zu Mei­nungs­frei­heit, Wi­der­stands­geist und De­mo­kra­tie auf­ru­fen. 1619 wurde die Fi­gur vom Brüs­se­ler Bild­hauer Jé­rôme Du­ques­noy kre­iert. Das Bild­nis ei­nes pin­keln­den Kna­ben war je­doch schon seit Jahr­hun­der­ten im Her­zog­tum Bra­bant be­kannt. Heute be­sitzt „Man­ne­ken Pis“ mehr als 950 Kos­tüme, da­mit er zu un­ter­schied­li­chen An­läs­sen fei­er­lich ge­klei­det wer­den kann – bei­spiels­weise mit dem bel­gi­schen Na­tio­nal­tri­kot für Fuß­ball-Län­­der­­spiele oder mit ei­nem ro­cki­gen Out­fit an­läss­lich des Ge­burts­tags von El­vis Pres­ley.

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    Hamburg: Das Deutsche Zusatzstoffmuseum

    (c) Deut­sches Zu­satz­stoff­mu­seum /​​ Ham­burg

    Wer denkt, er kenne die Han­se­stadt Ham­burg schon in- und aus­wen­dig, muss sich viel­leicht ei­nes Bes­se­ren be­leh­ren las­sen. Denn wer war schon ein­mal im Deut­schen Zu­satz­stoff­mu­seum? Un­ter dem Slo­gan „Zu­satz­stoffe ge­hö­ren ins Mu­seum. Nicht ins Es­sen“ wid­met sich die Aus­stel­lung ei­nem ak­tu­ell viel dis­ku­tier­ten Thema. Denn auch in Deutsch­land sind un­zäh­lige Le­bens­mit­tel­zu­sätze er­laubt, die tag­täg­lich auf dem Tel­ler der Men­schen lan­den. Über die Her­stel­lungs­wei­sen, Funk­tio­nen, Ri­si­ken und Ne­ben­wir­kun­gen klärt das Mu­seum de­tail­liert auf. Mit ei­ner „Kasse der Zu­satz­stoffe“ und ei­nem un­ge­wöhn­li­chen Su­per­markt­re­gal zeigt das Mu­seum, was hin­ter un­schein­ba­ren Pul­vern und Flüs­sig­kei­ten steckt. Die Ma­cher un­ter­stüt­zen üb­ri­gens auch die „Ehr­lich isst besser“-eine In­itia­tive für aus­sa­ge­kräf­tige Zu­ta­ten­lis­ten.

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