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    Geht nicht, gibt’s nicht: Der abgefahrenste Roadtrip durch Florida

    Ei­nen Road­trip durch Flo­rida von ei­nem Traum­strand zum nächs­ten kann je­der. Span­nend wird es, wenn Ur­lau­ber ab­seits der be­kann­ten Hot­spots un­ter­wegs sind. Nach dem Motto „je ver­rück­ter, desto bes­ser“ führt diese Tour vor­bei an ech­ten Meer­jung­frauen, Spa­zier­gän­gen der To­ten, Qui­d­­ditch-Fel­­dern, schwim­men­den Bars und Fes­ti­vals für Frosch­schen­kel.

    St. Au­gus­tine (c) pixabay

    Un­sere Road­trip durch Flo­rida be­ginnt in St. Au­gus­tine – der äl­tes­ten Stadt Ame­ri­kas, ganz im Nord­os­ten des „Sunshine Sta­tes”. Hier ha­ben sich an­schei­nend nicht nur die ers­ten spa­ni­schen Sied­ler, son­dern auch so man­che gru­se­lige Kum­pa­nen nie­der­ge­las­sen.

    „GhoSt Au­gus­tine” ver­folgt ihre Spu­ren auf vier Tou­ren – zwei da­von mit dem so­ge­nann­ten „Ever­dark Ex­press” und zwei zu Fuß. Nichts für schwa­che Ner­ven ist da­bei die Tour „Dead Walk“, denn die Teil­neh­mer er­kun­den hier den dun­kels­ten und äl­tes­ten Teil der Stadt mit ei­nem „K2 Me­ter“ – ei­nem Mess­ge­rät für pa­ra­nor­male Ak­ti­vi­tä­ten.

    St. Au­gus­tine (c) pixabay

    „Schnatz, Klat­scher, Quaf­fel“ heißt es nur 90 Fahr­mi­nu­ten west­lich von St. Au­gus­tine. Wer sich schon im­mer selbst auf ei­nen Be­sen schwin­gen wollte, um das le­gen­däre „Quid­ditch” aus „Harry Pot­ter” aus­zu­pro­bie­ren, ist in Zen­tral­flo­rida an der rich­ti­gen Stelle. Zahl­rei­che Mann­schaf­ten bie­ten kos­ten­lose Schnup­per­kurse an – und wer bei der ma­gi­schen Sport­art ein­fach nur mal zu­se­hen möchte, kann bei Col­­lege- und Uni­ver­si­täts­teams wie dem der Uni­ver­sity of Flo­rida in Gai­nes­ville vor­bei­schauen.

    Wei­tere 90 Au­to­mi­nu­ten ent­fernt – im Wes­ten Flo­ri­das – mer­ken die Ur­lau­ber, dass nicht alle Le­gen­den frei er­fun­den sind. Als vor fast 500 Jah­ren spa­ni­sche See­fah­rer Flo­rida bei St. Au­gus­tine be­sie­del­ten, hiel­ten sie die Mana­tis – auch Rund­schwanz­see­kühe ge­nannt – irr­tüm­lich für Meer­jung­frauen.

    Weeki Wa­chee Springs State Park (c) Pa­trick Far­rell & Pe­ter W. Cross

    Ganz falsch la­gen sie da­mit aber nicht, denn in Weeki Wa­chee be­geis­tern schon seit 1947 Meer­jung­frauen ihr Pu­bli­kum. Bei ei­ner der äl­tes­ten At­trak­tio­nen im Am­phi­thea­ter des „Weeki Wa­chee Springs State Park” ho­len die Dar­stel­le­rin­nen wäh­rend ih­rer In­ter­pre­ta­tion von Hans Chris­tian An­der­sens „Klei­ner Meer­jung­frau“ durch die fest in­stal­lier­ten Luft­schläu­che des Be­ckens Luft – be­glei­tet von Schild­krö­ten, Fi­schen und Mana­tis.

    In der Klein­stadt Fells­mere an der Ost­küste des „Sunshine Sta­tes” – etwa drei Stun­den von Weeki Wa­chee ent­fernt – geht es beim all­jähr­li­chen „Fells­mere Frog Leg Fes­ti­val“ vier Tage lang um nichts an­de­res als Frosch­schen­kel. Wem diese De­li­ka­tesse nicht be­hagt, der kann al­ter­na­tiv frit­tier­ten Al­li­ga­tor pro­bie­ren. Mehr als 80.000 Be­su­cher wer­den je­des Jahr im Jän­ner zum größ­ten Frosch­schen­kel Fes­ti­val der Welt er­war­tet, das so­gar im Guin­­ness-Buch der Re­korde steht – für die größte Zahl ver­zehr­ter Frosch­schen­kel an ei­nem Tag.

    Schwim­mende Bars in Grea­ter Fort Lau­derdale (c) Crui­sin’ Ti­kis

    Zu je­dem gu­ten Es­sen ge­hört ein gu­ter Drink. In ei­nem pas­sen­den Am­bi­ente lässt sich die­ser rund zwei Fahr­stun­den wei­ter süd­lich in Fort Lau­derdale ge­nie­ßen, in­dem man ei­nes der „Crui­sin‘ Tiki Boote“ mie­tet. Mit die­sen schwim­men­den Bars im ka­ri­bi­schen Stil kön­nen die Ur­lau­ber die un­zäh­li­gen Was­ser­stra­ßen des „Ve­ne­dig Ame­ri­kas“ un­si­cher ma­chen. Der Spaß dau­ert zwei bis vier Stun­den. Je­des Boot bie­tet da­bei Platz für bis zu sechs Per­so­nen – die bei­den Ka­pi­täne nicht mit­ge­zählt.

    So­lo­mons´ Castle (c) Vi­sit Flo­rida

    Zum Ab­schluss bringt uns der Road­trip noch ein­mal zu­rück nach Zen­tral­flo­rida in die Klein­stadt Ona – die Hei­mat von Solomon’s Castle. Die­ses Schloss wurde 1974 vom Künst­ler Howard So­lo­mon aus Zei­tungs­druck­plat­ten er­rich­tet und ist welt­weit das ein­zige sei­ner Art. Zu­dem be­her­bergt es heute die Kunst­werke des Künst­lers.

    Solomon’s Castle wurde mit et­li­chen Me­tall­skulp­tu­ren und ins­ge­samt 80 Glas­fens­tern ver­se­hen. Ent­stan­den ist die selt­same Idee, als Howard So­lo­mon in ei­ner An­zeige ge­le­sen hatte, dass die Druck­plat­ten für zehn Pence pro Stück zum Ver­kauf ste­hen. Da konnte er ein­fach nicht an­ders als zu­schla­gen und ein Schloss da­mit bauen…

    St. Au­gus­tine (c) pixabay

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