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    Städtereisen: Sieben unbekannte Signature Drinks in Europa

    Ge­heim­tipps sind auf Städ­te­rei­sen stets ge­fragt. weekend.com – Be­trei­ber ei­ner App spe­zi­ell für Wo­chen­end­rei­sen – hat sich des­halb auf die Su­che nach be­lieb­ten Si­gna­ture Drinks in den Städ­ten Eu­ro­pas ge­macht und sie­ben ge­fun­den, die im Rest des Kon­ti­nents bis­her kaum je­mand kennt. Zu­hause nach­mi­xen er­wünscht!

    Croatian Mule /​​ Dubrovnik

    Du­brov­nik (c) shut­ter­stock /​​ su­per­ge­ni­ja­lac

    Nicht Moscow, nicht Mu­nich, son­dern „Croa­tian Mule“: Statt Wodka ver­wen­den die Bar­kee­per Du­brov­niks für die­sen Si­gna­ture Drink den tra­di­tio­nel­len Ra­kija als Ba­sis. Her­ge­stellt wird er meist aus de­stil­lier­ten Pflau­men oder Wein­trau­ben. In Kroa­tien ist es zwar üb­lich, dass die Gäste mit ei­nem Shot Ra­kija be­grüßt wer­den – den Obst­brand in ei­nem Cock­tail zu ver­wen­den, ist aber re­la­tiv neu. Da der Ge­schmack von pu­rem Ra­kija im wah­ren Sinn des Wor­tes atem­be­rau­bend aus­fällt, ist der „Croa­tian Mule“ als Long­drink ein gu­ter Weg, um sei­nen Gau­men mit die­sem tra­di­tio­nel­len Schnaps ver­traut zu ma­chen.

    Zutaten:

    - 4 cl Ra­kija
    – 15 cl Spicy Gin­ger Ing­wer­li­mo­nade
    – eine halbe Li­mette
    – Eis­wür­fel

    Ei­nen Kup­fer­be­cher bis zur Hälfte mit Eis­wür­feln be­fül­len. Ra­kija hin­zu­ge­ben. Eine halbe Li­mette aus­drü­cken und mit Spicy Gin­ger In­g­wer-Li­­mo­­nade auf­fül­len. Ein­mal mit ei­nem Löf­fel ver­rüh­ren und fer­tig!

    Perfect Finnish /​​ Helsinki

    Hel­sinki (c) shut­ter­stock /​​ Kondor83

    Ei­ner be­lieb­ten Ge­schichte zu­folge, ent­stand der schwarze La­kritz­li­kör „Sal­mi­akki“ ‒ die Grund­zu­tat für den „Per­fect Fin­nish“ ‒ durch die Auf­lö­sung von Sal­­mi­akki-Bon­­bons in ei­ner Fla­sche der fin­ni­schen Spi­ri­tuose „Kos­ken­korva Vi­ina“. Sein ge­schmack­li­cher Mix aus süß und sal­zig macht den Li­kör zu ei­nem be­son­ders be­lieb­ten Ge­tränk in Hel­sinki. Wer eine Vor­liebe für Hus­ten­saft hat, sollte den Sal­mi­akki da­her nut­zen, um den aus „The Simp­sons“ be­kann­ten fik­ti­ven Drink „Fla­ming Moe“ nach­zu­stel­len. Alle an­de­ren, die ei­nen we­ni­ger in­ten­si­ven Ge­schmack be­vor­zu­gen, mi­schen den La­kritz­li­kör zu­sam­men mit Wodka, Es­presso und Zu­cker­si­rup zum „Per­fect Fin­nish“.

    Zutaten:

    - 50 ml Wodka
    – 10 ml Sal­mi­akki
    – 35 ml fri­scher Es­presso
    – 20 ml Zu­cker­si­rup
    – Eis­wür­fel

    Alle Zu­ta­ten zu­sam­men mit den Eis­wür­feln mi­schen und kräf­tig schüt­teln. An­schlie­ßend in ein Cock­­tail-Glas fül­len und ser­vie­ren.

    Crystal Cherry /​​ Budapest

    Bu­da­pest (c) shut­ter­stock /​​ art­jazz

    Mit ei­nem Al­ko­hol­ge­halt von bis zu 55 Pro­zent ist der Pá­linka der Na­tio­nal­schnaps Un­garns und als Marke durch EU-Recht ge­schützt. Pro­du­zen­ten au­ßer­halb des Lan­des dür­fen den Na­men nicht für ih­ren Obst­brand ver­wen­den. Für die Un­garn ist seine Her­stel­lung so­gar eine Art Kunst­form: Ein­hei­mi­sche ler­nen in so­ge­nann­ten „Pá­­linka-Rich­­ter-Kur­­sen“, den Ge­schmack und Ge­ruch des Ge­tränks fach­ge­recht zu be­ur­tei­len. Ein be­lieb­ter Cock­tail mit Pá­linka ist der „Crys­tal Cherry“, der auch in Bu­da­pest zu fin­den ist.

    Zutaten:

    - 4 cl Kirsch-Pá­­linka
    – Saft von zwei Zi­­tro­­nen-Schei­­ben
    – sechs saure Kir­schen
    – Eis­wür­fel

    Die Kir­schen in ein Glas ge­ben. An­schlie­ßend Eis­wür­fel in das Glas und den Kirsch-Pá­­linka dar­über ge­ben. Zu­letzt den Zi­tro­nen­saft hin­zu­mi­schen.

    Ouzo Liakada /​​ Athen

    Athen (c) shut­ter­stock /​​ Svet­lana Rya­jents­eva

    Ouzo wird in Grie­chen­land be­kannt­lich eis­ge­kühlt und nie auf lee­ren Ma­gen ge­trun­ken. We­gen sei­ner ge­schütz­ten Ur­sprungs­be­zeich­nung darf die Spi­ri­tuose nur in Grie­chen­land und Zy­pern her­ge­stellt wer­den. Da der starke Anis-Ge­­schmack pur je­doch nicht je­der­manns Sa­che ist, ste­hen Cock­­tail-Kre­a­­ti­o­­nen des Na­tio­nal­ge­tränks hoch im Kurs. Der „Ouzo Li­akada“ zählt zu den be­lieb­tes­ten Drinks und darf an ei­nem lauen Spät­som­mer­abend in Athen nicht feh­len. Ver­fei­nert mit Ma­ra­cuja, ver­bin­det er die exo­ti­schen Aro­men von Ba­nane und Orange mit den wür­zi­gen No­ten von Ouzo und Gin. Ya­mas!

    Zutaten:

    - 2 cl Ouzo
    – 2 cl Creme de Ba­nane
    – 2 cl Gin
    – 1 cl Ma­ra­cu­ja­si­rup
    – 8 cl Oran­gen­saft
    – Eis­wür­fel

    Alle Zu­ta­ten mit Eis­wür­feln in ei­nen Shaker ge­ben, kräf­tig schüt­teln und an­schlie­ßend durch ein Bar­sieb in ein Long­drink­glas gie­ßen. Op­tio­nal mit fri­schen Früch­ten gar­nie­ren – bei­spiels­weise Ba­na­nen­schei­ben.

    Blackberry Sidecar /​​ Lissabon

    Lis­sa­bon (c) shut­ter­stock /​​ Den­nis van de Wa­ter

    Süß und stark zu­gleich: Der por­tu­gie­si­sche Sauer­­kirsch-Li­­kör Gin­jinha ver­dankt seine Exis­tenz tat­säch­lich der Kir­che. Als ein Mönch in Lis­sa­bon ein­mal Sauer­kir­schen, Zu­cker und Zimt ver­mengte und diese Mi­schung eine Weile ru­hen ließ, fand das Ge­tränk sei­nen Ur­sprung. Der erste Gin­jinha wurde dann auch in ei­ner Bar in Lis­sa­bon an die Öf­fent­lich­keit ver­kauft, wes­halb er hier auch heute noch häu­fig zu fin­den ist. Mitt­ler­weile ist eine Viel­zahl an Cock­tails ent­stan­den – wie der „Black­berry Si­de­car“. Die Ba­sis aus Co­gnac und Gin­jinha in fruch­ti­ger Kom­bi­na­tion mit Ana­­nas- und Brom­beer­saft ver­spricht Por­­tu­gal-Fee­­ling pur.

    Zutaten:

    - 3 cl Co­gnac
    – 6 cl Ginja
    – 6 cl Ana­nas­saft
    – 8 Brom­bee­ren
    – eine Scheibe Ana­nas
    – Eis­wür­fel

    Die Brom­bee­ren in ei­nem Shaker ver­quir­len. Alle Zu­ta­ten bis auf die Ana­nas und die Eis­wür­fel hin­zu­ge­ben und schüt­teln. Den Cock­tail durch ein Sieb in ein ge­kühl­tes Glas mit ei­nem gro­ßen Eis­wür­fel fül­len. An­schlie­ßend mit ei­ner Scheibe Ana­nas und ei­ner Brom­beere gar­nie­ren.

    Black & Stormy /​​ Riga

    Riga (c) shut­ter­stock /​​ Sa­han Svit­lana

    Im 18. Jahr­hun­dert stellte ein Apo­the­ker erst­mals den aus Kräu­tern, Blü­ten, Ölen und Bee­ren be­stehen­den „Riga Black Bal­sam“ her. Da­nach wurde der Li­kör ver­wen­det, um un­ter an­de­rem Kai­se­rin Ka­tha­rina II. zu hei­len. Auch heute wird er noch zur Ent­span­nung und zur Be­hand­lung von Er­käl­tun­gen ge­nutzt und ist tief in der Tra­di­tion Lett­lands ver­an­kert. Um die Let­ten zu ver­ste­hen, soll­ten Be­su­cher der Haupt­stadt Riga das bit­ter­süße Ge­tränk also un­be­dingt pro­bie­ren. Bes­tens eig­net sich da­für der „Black & Stormy“ ‒ ein wür­zi­ger Cock­tail auf In­g­wer­­bier-Ba­­sis.

    Zutaten:

    - 2,5 cl Riga Black Bal­sam
    – 1,5 cl Riga Black Wodka
    – 12 cl Ing­wer­bier
    – 2 cl Li­met­ten­saft
    – 1 cl Zu­cker­si­rup
    – Eis­wür­fel

    Ein Glas mit Eis­wür­feln und al­len Zu­ta­ten bis auf den „Riga Black Bal­sam“ be­fül­len und ver­rüh­ren. An­schlie­ßend den Li­kör hin­zu­ge­ben. Mit Minz­blät­tern und ei­ner Scheibe Li­mette de­ko­rie­ren und mit Pu­der­zu­cker be­streuen.

    Agua de Valencia /​​ Valencia

    Va­len­cia (c) shut­ter­stock /​​ Thoom

    Noch ein ech­tes Ori­gi­nal in Va­len­cia ist das „Agua de Va­len­cia“. Der Cock­tail wurde erst­mals im Jahr 1959 im „Café Ma­drid“ von Con­stante Gil her­ge­stellt, als eine Gruppe bas­ki­scher Rei­sen­der den Bar­kee­per auf­for­derte, ein neues Ge­tränk aus Cava zu kre­ieren. Seit­dem ist es feste Tra­di­tion für Bas­ken, auf ih­rer Reise „Agua de Va­len­cia“ zu be­stel­len. Sei­nen er­fri­schen­den Ge­schmack ent­fal­tet der Cock­tail am bes­ten bei Son­nen­un­ter­gang auf ei­ner der zahl­rei­chen Ter­ras­sen Va­len­cias.

    Zutaten:

    - ½ l frisch ge­press­ter Oran­gen­saft
    – ½ l Schaum­wein (Cava)
    – ¼ l wei­ßer Al­ko­hol (Vodka, Rum oder Gin)
    – Zu­cker
    – Oran­gen­schei­ben
    – Eis­wür­fel

    Den Oran­gen­saft in ei­nen Glas­krug fül­len. Den wei­ßen Al­ko­hol und Zu­cker (nach Be­lie­ben) hin­zu­ge­ben und al­les gut ver­mi­schen, bis der Zu­cker kom­plett auf­ge­löst ist. Da­nach den Schaum­wein da­zu­ge­ben und vor­sich­tig ver­rüh­ren. Mit Eis­wür­feln und ei­ner Orange-Scheibe gar­niert ser­vie­ren.

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