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    23. Juli 2019

    Floridas versteckte Schätze: Dinosaurier und einsame Inseln

    In jeder Ecke Flo­ridas gibt es grüne Alter­na­tiven zum bunten Trubel der all­seits bekannten Frei­zeit­parks und der mon­dänen Metro­polen. Ob tief im Unter­grund ver­steckt, auf dem Mee­res­boden oder umgeben von Dino­sau­riern: Die Natur­parks des Sunshine State sind alles außer gewöhn­lich.

    Der Dino-Friedhof

    Dun­lawton Sugar Mill Gar­dens (c) Day­tona Beach Area Con­ven­tion & Visi­tors Bureau

    Überall im Dun­lawton Sugar Mill Gar­dens – unweit von Day­tona Beach – befinden sich rie­sige Dino­­s­au­­rier-Sta­­tuen. Keine unge­wöhn­liche Deko­ra­tion, denn es han­delt sich hier um die Über­reste eines Ver­gnü­gungs­parks namens „Bon­go­land“, den es an glei­cher Stelle um 1950 gab. Die Sta­tuen wurden nie besei­tigt, womit die Dinos hier sozu­sagen zum zweiten Mal aus­ge­storben sind. Die Besu­cher werden humor­voll davor gewarnt, die Krea­turen zu füt­tern. Dafür können sie aber in ihren rie­sigen, in Beton gegos­senen Fuß­stapfen schlen­dern.

    In den Gärten befinden sich die Ruinen einer Zucker­rohr­plan­tage aus dem 19. Jahr­hun­dert, in der die alten Mühlen voll­ständig erhalten sind. Neben üppigen bota­ni­schen Gärten, ein­hei­mi­schen Bäumen, einem Schmet­ter­lings­garten und Samm­lungen von Brome­lien und Kak­teen ist eine sel­tene „mensch­liche“ Son­nenuhr eine wei­tere Attrak­tion: Die Besu­cher können hier mit erho­benen Armen selbst die Zeit anzeigen.

    Im Untergrund des Sunshine States

    Flo­rida Caverns State Park (c) Flo­rida State Parks

    Der Flo­rida Caverns State Park bei Mari­anna ganz im Norden des Sunshine States wurde ein­ge­richtet, um den Urlau­bern einen Zugang zu Flo­ridas ein­ziger Tropf­stein­höhle zu ermög­li­chen. Die geführten Touren sind äußerst beliebt, da ein Höh­len­system wie dieses in Flo­rida nicht unbe­dingt erwartet wird. Gerade im Sommer ist der 45-minü­­tige Aus­flug in den kühlen Unter­grund eine will­kom­mene Abküh­lung. Außer­halb der Höhlen stehen Kanu­fahrten oder Angel­touren auf dem Chi­pola River auf dem Pro­gramm. Der Park beher­bergt dar­über hinaus einen eigenen Golf­platz. Eben­falls unge­wöhn­lich: Es gibt drei Ställe, falls jemand sein eigenes Pferd mit­bringen und aus­reiten möchte.

    Ein „High five“ mit Jesus

    John Pen­ne­kamp Coral Reef State Park (c) Bob Care /​​ Flo­rida Keys News Bureau

    Der John Pen­ne­kamp Coral Reef State Park auf Key Largo ist der erste Unter­was­ser­park in den USA und umfasst rund 70 nau­ti­sche Qua­drat­ki­lo­meter des Atlan­tiks. Neben einem Besu­cher­zen­trum und einem Aqua­rium werden bei gutem Wetter mehr­mals täg­lich Aus­flüge mit Glas­bo­den­booten, Tauch­gänge und Schnor­chel­touren ange­boten. Ein High­light ist eine von Guido Gal­letti geschaf­fene, 2,6 Meter hohe Jesus-Statue aus Bronze, die der ita­lie­ni­sche Schnorchler Egidi Cress der Under­water Society of Ame­rica gestiftet hat. Sie wurde im Jahr 1965 in sieben Meter Tiefe an den Key Largo Dry Rocks vor dem Park ver­senkt und ist seitdem ein beliebtes Ziel von Schnorch­lern und Tau­chern.

    Das erste Glasbodenboot der Welt

    (c) Silver Springs State Park

    Ocala im Herzen des Sunshine States ist die Heimat vieler Flüsse, Seen und natür­li­cher Quellen. Die Besu­cher können diese abge­le­gene Region abseits des Tru­bels an Bord eines Kanus, Kajaks oder Bootes genießen. Der Silver Springs State Park ist als älteste Attrak­tion Flo­ridas bekannt. Hier wurde auch das Glas­bo­den­boot erfunden. Bei einem Ein­tritts­preis von nur zwei US-Dollar pro Person können die Besu­cher die Gärten und die Pro­me­nade zur berühmten Ross Allen Island erkunden. Tickets für die Glas­bo­den­boote können gegen eine zusätz­liche Schutz­ge­bühr erworben werden. Der Aus­flug führt zu ver­sun­kenen Hol­­ly­wood-Requi­­siten, antiken indi­schen Arte­fakten und einem Schiffs­wrack.

    Ein Eiland mit bewegter Geschichte

    Egmont Key State Park (c) Wiki­media /​​ Dloh­cierekims Sock

    Der Egmont Key State Park süd­lich von St. Peters­burg im Golf von Mexiko ist nur mit dem Boot zu errei­chen und gilt als abge­schie­dener Zufluchtsort voller ein­samer Strände, aber mit einer bewegten Geschichte: Gegen Ende des dritten Semi­n­olen-Krieges wurde die Insel süd­west­lich von Fort De Soto Beach als Camp für die Gefan­genen genutzt. Als 1889 der Spa­­nisch-Ame­­ri­­ka­­ni­­sche Krieg drohte, wurde auch ein Fort errichtet. Ein Leucht­turm aus dem Jahr 1858 kann eben­falls besich­tigt werden. Trotz der zahl­rei­chen alten Gemäuer gibt es sonst nichts als unbe­rührte Natur. Also aus­rei­chend Trink­wasser und Son­nen­creme mit­bringen! Eine kleine Fähre bringt aben­teu­er­lus­tige Besu­cher für 20 US-Dollar vom Fort De Soto County Park auf die Robinson-Insel.

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