Hoch auf den Klippen an der Nord­küste Islands können die Rei­senden ab sofort mit Blick auf den Atlantik im Ther­mal­wasser ent­spannen. Neben zahl­rei­chen See­vö­geln lassen sich vom neuen Geo­ther­malbad Geosea mit etwas Glück sogar Wale in der Bucht beob­achten.

Das neue Geosea-Naturbad in Húsavik umfasst gleich drei Becken mit unter­schied­li­cher Was­ser­tem­pe­ratur. Eines ist durch eine Schie­betür mit einer Bar ver­bunden, an der es Erfri­schungen gibt.

Geosea-Naturbad in Húsavik /​ Island (c) Geosea

Das durch Erd­wärme natür­lich beheizte und mine­ral­reiche Meer­wasser wirkt beru­hi­gend auf die Haut. Wohl­tuend ist auch der Aus­blick von den Klippen von Hús­avík über die Skjál­fandi-Bucht bis hin zu den Bergen auf der gegen­über­lie­genden Seite. Eine beson­ders spek­ta­ku­läre Atmo­sphäre herrscht nach Ein­bruch der Dun­kel­heit, wenn der benach­barte Leucht­turm den Nacht­himmel erhellt.

Geosea-Naturbad in Húsavik /​ Island (c) Geosea

Mit Geosea wird eine ört­liche Tra­di­tion zeit­gemäß fort­ge­setzt: Schon seit Jahr­hun­derten nutzen die Isländer die Erd­wärme nörd­lich von Hús­avík zum Baden und Waschen. In der Mitte des 20. Jahr­hun­derts stellte man bei Bohr­ar­beiten fest, dass es sich bei dem Wasser im Erd­boden um mine­ral­hal­tiges, heißes Meer­wasser han­delte. Um es mit einer idealen Tem­pe­ratur von 38 bis 39 Grad zu nutzen, wurde kur­zer­hand ein altes Käse­fass auf­ge­stellt, in dem die Ein­wohner baden konnten.

Geosea-Naturbad in Húsavik /​ Island (c) Geosea

Dieser Tra­di­tion fol­gend, stammt auch das Geosea-Wasser aus dem Erd­boden: Es wird von zwei Bohr­lö­chern durch die Pools ins Meer geleitet. Durch den kon­stanten Fluss wird eine gleich­blei­bend hohe Was­ser­qua­lität gewähr­leistet. Rei­ni­gungs­mittel oder auch tech­ni­sche Vor­rich­tungen zur Säu­be­rung sind nicht not­wendig. Eines der Bohr­lö­cher befindet sich in der Nähe des Hafens von Hús­avík, das andere in der Nähe des Käse­fasses, das heute nicht mehr öffent­lich zugäng­lich ist.

Geosea-Naturbad in Húsavik /​ Island (c) Geosea

Hús­avík ist 92 Kilo­meter von Aku­reyri ent­fernt. Die zweit­größte Stadt Islands ist in rund einer Stunde Flug­zeit vom 477 Kilo­meter ent­fernten Reyk­javik erreichbar. Ein­tritts­karten für das Geosea sind online erhält­lich und kosten ab 4.300 ISK für Erwach­sene und 1.800 ISK für Kinder unter 16 Jahren – umge­rechnet rund 32,50 bzw. 14 Euro.

Von Oktober bis April ist das Geosea von 12 bis 22 Uhr geöffnet, in den Som­mer­mo­naten von 9 bis 24 Uhr. Infor­ma­tionen zum Ther­malbad sind auf www.geosea.is/en zu finden, zu Nor­dis­land auf www.northiceland.is und zu Island auf www.inspiredbyiceland.com. Eine augen­zwin­kernde Anlei­tung zum Besuch öffent­li­cher Bäder in Island gibt es als Video der „Ice­land Aca­demy“ auf You­tube: