Dass Barce­lona, Palma und Nizza über schöne Strände verfügen, wissen die meisten Reisenden. Es gibt aber noch weitere Städte mit Strand, die nicht jedem sofort in den Sinn kommen würden. weekengo – spezia­li­siert auf Kurztrips in die schönsten Metro­polen – hat seine Top 10 der noch weniger bekannten Stadt­strände Europas zusam­men­ge­stellt.

1Bari: Strandparadies in Apulien

Lido San Francesco /​​ Bari (c) Hotel 7 Mari

Was Städte mit Strand angeht, sind Italiens Metro­polen ganz vorne mit dabei. Eine davon ist Bari. Die größte Stadt Apuliens bietet den Besuchern nämlich lange Sandstrände – und das praktisch mitten in der Stadt. Nördlich des Zentrums gibt es den Lido San Francesco alla Rena und südlich die Spiaggia Pane e Pomodoro.

2Genua: Von wegen nur Hafenmetropole

Genua (c) Manfred Walker /​ pixelio.de

Auch die Hafen­me­tro­pole in Ligurien, die im Jahr 2004 europäi­sche Kultur­haupt­stadt war, hat in puncto Strand etwas zu bieten: Entlang des Corso Italia gibt es nämlich eine Reihe von sogenannten „Bagni“ – also jene Strand­bäder, die für Italien so typisch und teilweise auch mit Meerwas­ser­pool, Schirmen, Liegen und Snack­bars ausge­stattet sind. Nahe am Zentrum liegt zum Beispiel die Bucht auf der Höhe des Bagni Juan.

3Marseille: Strände mitten im Stadtgebiet

Natio­nal­parks Calan­ques /​ Marseille (c) Waldili /​ pixelio.de

Das südfran­zö­si­sche Marseille verfügt mit der Anse des Catalans über eine schöne Bucht mit seichtem Wasser. An den Wochen­enden kann es hier aller­dings mitunter extrem eng werden. Deutlich mehr Platz bietet das Areal des Plage du Prado, das mit den öffent­li­chen Verkehrs­mit­teln leicht zu errei­chen ist. Wer einen Mietwagen, ein Rad oder einen Roller hat, kann zudem die Steil­küste des Natio­nal­parks Calan­ques erkunden. Die Landschaft mutet hier wie pure Wildnis an, befindet sich aber tatsäch­lich noch im Stadt­ge­biet.

4Màlaga: Flache Strände und Chiringuitos

Strand in Málaga (c) Waldili /​ pixelio.de

Neben Barce­lona mit seinem fünf Kilometer langen Stadt­strand locken auch die anderen Küsten­me­tro­polen Spaniens mit attrak­tiven Stränden. Die andalu­si­sche Stadt Màlaga ist da zum Beispiel ganz vorne mit dabei. Die Strände auf der Höhe des Viertels Malagueta verfügen auch über die für Spanien so typischen „Chirin­guitos“ – Strand­re­stau­rants, die vor allem für ihre frittierten Meeres­früchte bekannt sind.

5Valencia: Per Rad und Metro ans Meer

Valencia (c) pixabay

Auch Valencia ist eine gut geeig­nete Stadt für Strand-Fans. Zwar liegt der Küsten­be­reich von La Malva-Rosa nicht so zentral wie in Màlaga, Alicante oder Barce­lona. Per U-Bahn gelangt man aber fast direkt zum Strand und muss nur noch ein paar Minuten laufen. Da Valencia sehr flach ist, kommen die Besucher auch per Leihfahrrad recht unkom­pli­ziert vom Zentrum ans Meer.

6Athen: Weites Fahren ist nicht nötig

Kalamaki Beach /​ Athen (c) pixabay

Die griechi­sche Haupt­stadt Athen nutzen viele Urlauber nur für einen kurzen Stopp, bevor es per Fähre Richtung Kykladen gibt. Wer Athen als Ziel wählt und mal Lust auf Meer hat, macht in der Regel einen Ausflug auf das benach­barte Aegina oder an die außer­halb der Stadt gelegenen Strände von Vougli­a­meni oder Artemida. Dabei gibt es auch in Athen eine Reihe von Buchten und Beach­clubs. Mit der Straßen­bahn oder dem Taxi geht es zur Station Kalamaki. Dort wartet die sogenannte „Costa del Sol“ – unter anderem mit der angesagten „Bolivar Beach Bar“, wo abends oft bekannte DJs auflegen.

7Thessaloniki: Bade-Spaß vor dem Rückflug

Peraia (c) Aigli Hotel

Auch Besucher von Thessa­lo­niki können ihren Citytrip gut mit ein paar Stunden am Strand verbinden. Mit Taxi oder Bus fahren sie nur rund 40 Minuten von der zweit­größten Stadt Griechen­lands nach Peraia. Die flachen Strände lassen sich hervor­ra­gend mit Ankunft oder Abflug verbinden, da sie nur wenige Minuten vom Flughafen entfernt sind. Wer also zum Beispiel mittags aus dem Hotel auscheckt, aber erst am Abend fliegt, kann die Zeit hier sehr gut am Meer überbrü­cken.

8Valletta: Schwimmen mit Blick auf das Welterbe

Sliema /​ Malta (c) viewingmalta.com

Malta ist zwar nicht unbedingt für seine feinen Sandstrände bekannt – vom Baden lässt sich hier aber dennoch keiner abhalten. Wer nicht gerade mit kleinen Kindern unter­wegs ist, kann zum Beispiel auf den Felsen auf Höhe des Fort Tigné in Sliema liegen und hat von dort einen beein­dru­ckenden Blick auf die Kulisse des UNESCO-Weltkul­tur­erbes Valletta. Die Stadt steckt hier einen Bereich des Hafen­be­reichs mit Bojen und Schnur ab, sodass das Baden völlig sicher ist.

9Riga: Schnurstracks zum Ostsee-Bad

Jurmala /​ Riga (c) Dieter Schütz /​ pixelio.de

In der letti­schen Haupt­stadt Riga ist es zwar nicht so heiß, dennoch können die Urlauber hier eine Portion Strand­ver­gnügen genießen: Nach einem Spazier­gang durch das vom Jugend­stil geprägte Zentrum gelangen sie per Bahn in nur 30 Minuten nach Jurmala an der Ostsee. Ganz nahe kommt man dabei über den Bahnhof von Dubulti an den Strand heran. Von hier sind es nur noch wenige Meter.

10Kopenhagen: „Badi“-Kultur auf skandinavische Art

Amager Beach /​ Kopen­hagen (c) Thomas Rousing /​ Wikimedia Commons

Die dänische Haupt­stadt ist zwar für viel Wasser bekannt. Die meisten denken dabei aber mehr an Ausflüge per Boot. Baden bringen die wenigsten mit Kopen­hagen in Verbin­dung. Wer ein paar Stationen mit der U-Bahn fährt, findet sich aber an den weißen Sandstränden der Ostsee wieder. Über die Metro-Station Öresund kommt man im Handum­drehen zur vorge­la­gerten Insel des Amager Strands. Dort befindet sich unter anderem ein Strandbad auf Stelzen. Die Badegäste liegen ähnlich wie in einem Schweizer „Badi“ auf Holzstegen und können von dort direkt ins kühle Nass springen.