Wie viel Trink­geld im Urlaubs­land ange­messen ist, stellt sich als Frage häufig erst, wenn man bereits im Restau­rant sitzt. Und dann kann es schnell pein­lich werden. Damit das nicht passiert, hat die ÖAMTC-Touristik wich­tige Trink­geld-Tipps in den belieb­testen Reise­län­dern der Öster­rei­cher zusam­men­ge­stellt.

- Italien & Kroa­tien. Wird kein Gedeck einge­rechnet, gibt man übli­cher­weise 5 bis 10 Prozent des Rech­nungs­be­trags als Trink­geld. Auch wenn die Bedie­nung bereits inklu­sive sein sollte, ist ein Trink­geld üblich. Beim Taxi­fahren rundet man ganz einfach auf.

(c) pixabay

- Spanien & Portugal. Zusätz­lich zum meist im Preis inbe­grif­fenen Bedie­nungs­zu­schlag sind noch 5 bis 10 Prozent Trink­geld üblich. Münzen unter 10 Cent werden aller­dings nicht gern gesehen – auch wenn nur Tapas gereicht wurden. Bei Taxi­fahrten mit Taxa­meter sollte man den Betrag aufrunden. Gepäck­träger erwarten eben­falls ein kleines Trink­geld pro Gepäck­stück.

- Frank­reich. Hier lässt man nach dem Essen einfach das Trink­geld am Tisch liegen – rund 15 Prozent des Betrags. Zudem bekommen sowohl Taxi­fahrer als auch Platz­an­weiser im Kino oder Theater eine kleine Zuwen­dung.

- Grie­chen­land. Hier ist das Trink­geld abhängig von der Art des Lokals. In Tavernen wird der Betrag aufge­rundet, ansonsten sind 5 bis 10 Prozent üblich. Im Taxi wird eben­falls aufge­rundet.

- Skan­di­na­vien. In den skan­di­na­vi­schen Ländern gibt es keine einheit­liche Rege­lung. In Finn­land und Dänemarrk erwarten die Kellner kein Trink­geld. In Norwegen gibt man rund 10 Prozent, in Schweden wird aufge­rundet.

(c) pixabay

- Benelux. In den Restau­rants und auch in den Hotels in Belgien, den Nieder­landen und Luxem­burg ist das Trink­geld schon im Preis enthalten. War der Service beson­ders gut, kann man 5 bis 10 Prozent des Betrags extra geben. Taxi­fahrer erwarten ein Trink­geld in der Höhe von 10 bis  15 Prozent des Fahr­preises. In Belgien bekommen Platz­an­weiser im Theater oder Kino sowie die Garde­ro­biere einen kleinen Betrag.

- Groß­bri­tan­nien & Irland. Getränke werden in den Pubs in Groß­bri­tan­nien und Irland an der Bar bestellt. Daher ist ein Trink­geld hier unüb­lich. In den Restau­rants und Hotels ohne einen Bedie­nungs­zu­schlag gibt man 10 bis 15 Prozent des Betrags als Trink­geld. Taxi­fahrer erwarten eben­falls etwa 10 bis 15 Prozent des Fahr­preises.

- Asien. Ein Bedie­nungs­zu­schlag in der Höhe von 10 bis 15 Prozent wird in den meisten asia­ti­schen Ländern einge­rechnet. Ein zusätz­li­ches Trink­geld ist daher eher unüb­lich. In touris­tisch stark frequen­tierten Regionen – beispiels­weise in Thai­land oder auf Bali – hat sich das mone­täre Danke­schön aller­dings bereits durch­ge­setzt. In den Touris­mus­zen­tren Thai­lands wird alles unter 10 Baht – also rund 20 Cent – als unhöf­lich bewertet. Ledig­lich Taxi­fahrer erhalten in Thai­land kein Trink­geld – außer sie waren sehr hilfs­be­reit beim Tragen des Gepäcks.

(c) pixabay

- USA & Kanada. Auch wenn die Rech­nung oft einen Bedie­nungs­zu­schlag beinhaltet, gilt es als unhöf­lich, kein Trink­geld zu geben. 15 bis 20 Prozent sind üblich. In den USA finden sich am Ende der Rech­nung auch häufig bereits Vorschläge. Die Taxi­fahrer erhalten rund 10 bis 15 Prozent.

- Austra­lien & Neusee­land: In Austra­lien ist Trink­geld nicht üblich. In Neusee­land hingegen kann man bei wirk­lich exzel­lenten Leis­tungen 5 bis 10 Prozent auf den Rech­nungs­be­trag aufschlagen. Aller­dings wird mit Trink­gel­dern meist auch hier nicht gerechnet. Taxi­fahrer in Neusee­land erhalten nur dann Trink­geld, wenn sie beim Gepäck behilf­lich sind.

Ist man außer­halb des Euro-Raums unter­wegs, kann es passieren, dass die Fremd­wäh­rung in der Geld­börse nicht für ein ange­mes­senes Trink­geld ausreicht. Dann kann man auch Euro geben – aber nur Geld­scheine, denn Münzen können nicht umge­tauscht werden. Alle Infor­ma­tionen zum Thema Trink­geld und weitere hilf­reiche Reise-Tipps findet man in der Länder-Info des ÖAMTC unter www.oeamtc.at/laenderinfo.