• REISEWELT
More
    24. Juli 2019

    Trinkgeld im Ausland: „Stimmt so“ stimmt nicht immer

    Wie viel Trink­geld im Urlaubs­land ange­messen ist, stellt sich als Frage häufig erst, wenn man bereits im Restau­rant sitzt. Und dann kann es schnell pein­lich werden. Damit das nicht pas­siert, hat die ÖAMTC-Tou­­ristik wich­tige Trin­k­geld-Tipps in den belieb­testen Rei­se­län­dern der Öster­rei­cher zusam­men­ge­stellt.

    - Ita­lien & Kroa­tien. Wird kein Gedeck ein­ge­rechnet, gibt man übli­cher­weise 5 bis 10 Pro­zent des Rech­nungs­be­trags als Trink­geld. Auch wenn die Bedie­nung bereits inklu­sive sein sollte, ist ein Trink­geld üblich. Beim Taxi­fahren rundet man ganz ein­fach auf.

    (c) pixabay

    - Spa­nien & Por­tugal. Zusätz­lich zum meist im Preis inbe­grif­fenen Bedie­nungs­zu­schlag sind noch 5 bis 10 Pro­zent Trink­geld üblich. Münzen unter 10 Cent werden aller­dings nicht gern gesehen – auch wenn nur Tapas gereicht wurden. Bei Taxi­fahrten mit Taxa­meter sollte man den Betrag auf­runden. Gepäck­träger erwarten eben­falls ein kleines Trink­geld pro Gepäck­stück.

    - Frank­reich. Hier lässt man nach dem Essen ein­fach das Trink­geld am Tisch liegen – rund 15 Pro­zent des Betrags. Zudem bekommen sowohl Taxi­fahrer als auch Platz­an­weiser im Kino oder Theater eine kleine Zuwen­dung.

    - Grie­chen­land. Hier ist das Trink­geld abhängig von der Art des Lokals. In Tavernen wird der Betrag auf­ge­rundet, ansonsten sind 5 bis 10 Pro­zent üblich. Im Taxi wird eben­falls auf­ge­rundet.

    - Skan­di­na­vien. In den skan­di­na­vi­schen Län­dern gibt es keine ein­heit­liche Rege­lung. In Finn­land und Dänemarrk erwarten die Kellner kein Trink­geld. In Nor­wegen gibt man rund 10 Pro­zent, in Schweden wird auf­ge­rundet.

    (c) pixabay

    - Benelux. In den Restau­rants und auch in den Hotels in Bel­gien, den Nie­der­landen und Luxem­burg ist das Trink­geld schon im Preis ent­halten. War der Ser­vice beson­ders gut, kann man 5 bis 10 Pro­zent des Betrags extra geben. Taxi­fahrer erwarten ein Trink­geld in der Höhe von 10 bis  15 Pro­zent des Fahr­preises. In Bel­gien bekommen Platz­an­weiser im Theater oder Kino sowie die Gar­de­ro­biere einen kleinen Betrag.

    - Groß­bri­tan­nien & Irland. Getränke werden in den Pubs in Groß­bri­tan­nien und Irland an der Bar bestellt. Daher ist ein Trink­geld hier unüb­lich. In den Restau­rants und Hotels ohne einen Bedie­nungs­zu­schlag gibt man 10 bis 15 Pro­zent des Betrags als Trink­geld. Taxi­fahrer erwarten eben­falls etwa 10 bis 15 Pro­zent des Fahr­preises.

    - Asien. Ein Bedie­nungs­zu­schlag in der Höhe von 10 bis 15 Pro­zent wird in den meisten asia­ti­schen Län­dern ein­ge­rechnet. Ein zusätz­li­ches Trink­geld ist daher eher unüb­lich. In tou­ris­tisch stark fre­quen­tierten Regionen – bei­spiels­weise in Thai­land oder auf Bali – hat sich das mone­täre Dan­ke­schön aller­dings bereits durch­ge­setzt. In den Tou­ris­mus­zen­tren Thai­lands wird alles unter 10 Baht – also rund 20 Cent – als unhöf­lich bewertet. Ledig­lich Taxi­fahrer erhalten in Thai­land kein Trink­geld – außer sie waren sehr hilfs­be­reit beim Tragen des Gepäcks.

    (c) pixabay

    - USA & Kanada. Auch wenn die Rech­nung oft einen Bedie­nungs­zu­schlag beinhaltet, gilt es als unhöf­lich, kein Trink­geld zu geben. 15 bis 20 Pro­zent sind üblich. In den USA finden sich am Ende der Rech­nung auch häufig bereits Vor­schläge. Die Taxi­fahrer erhalten rund 10 bis 15 Pro­zent.

    - Aus­tra­lien & Neu­see­land: In Aus­tra­lien ist Trink­geld nicht üblich. In Neu­see­land hin­gegen kann man bei wirk­lich exzel­lenten Leis­tungen 5 bis 10 Pro­zent auf den Rech­nungs­be­trag auf­schlagen. Aller­dings wird mit Trink­gel­dern meist auch hier nicht gerechnet. Taxi­fahrer in Neu­see­land erhalten nur dann Trink­geld, wenn sie beim Gepäck behilf­lich sind.

    Ist man außer­halb des Euro-Raums unter­wegs, kann es pas­sieren, dass die Fremd­wäh­rung in der Geld­börse nicht für ein ange­mes­senes Trink­geld aus­reicht. Dann kann man auch Euro geben – aber nur Geld­scheine, denn Münzen können nicht umge­tauscht werden. Alle Infor­ma­tionen zum Thema Trink­geld und wei­tere hilf­reiche Reise-Tipps findet man in der Länder-Info des ÖAMTC unter www.oeamtc.at/laenderinfo.

    ÄHNLICHE ARTIKEL

    LETZTE ARTIKEL

    Neuer Look im W London: Das hat die Welt noch nicht gesehen!

    Das 2010 eröff­nete W London – Lei­cester Square hat seine 192 Zimmer und Suiten um meh­rere Mil­lionen Euro neu gestaltet. Das Ergebnis ist ein gewagtes Design – weit weg vom tra­di­tio­nellen Luxus­kon­zept.

    Mauritius: Das ist der beste Weinkeller im Indischen Ozean

    Ein À‑la-carte-Restau­rant in einem Wein­keller ist nicht all­täg­lich – vor allem im Indi­schen Ozean. Daher wun­dert es nicht, dass das Con­stance Belle Mare Plage auf Mau­ri­tius damit gleich zwei Preise gewonnen hat.

    Natur pur: Das sind die spektakulärsten Nationalparks der Welt

    Wilde Tiere, atem­be­rau­bende Land­schaften und exo­ti­sche Pflanzen: Auf der Erde gibt es viele Orte, die ihre Besu­cher in Staunen ver­setzen. Viele sind als Natio­nal­parks geschützt – der­zeit mehr als 2.200 welt­weit.

    Island: Diese neuen Geothermalpools schwimmen im See

    Ende Juli eröffnen die ersten schwim­menden Pools in Island: Das neue Geo­ther­malbad von Vök Baths nutzen das Wasser der 75 Grad heißen Quellen unter dem See Urriða­vatn, das sogar als Trink­wasser zer­ti­fi­ziert ist.

    Schweden: Insider verraten die besten Sommertipps 2019

    Wenn jemand wissen muss, wo man die schönsten Ecken für beson­dere Urlaubs­er­leb­nisse in Schweden findet, dann sind es natür­lich die Schweden selbst – und die teilen ihre Lieb­lings­plätze gerne mit anderen Men­schen.

    Elf neue Leading Hotels of the World – von Ibiza bis Japan

    The Lea­ding Hotels of the World sind mit elf neuen Mit­glie­dern in die Som­mer­saison gestartet. Neben sechs Strand­ho­tels heißt die Luxus­ho­tel­kol­lek­tion auch neue Häuser in Süd­afrika und Japan will­kommen.