Lufthansa hat mit der Modernisierung ihrer Airbus A320 begonnen: Bis 2029 erhalten alle 38 Flugzeuge dieses Typs deutlich größere Gepäckfächer und neue Sitze mit USB-Anschlüssen, Tablet- und Smartphone-Halterungen.
Der erste A320 mit der Registrierung „D‑AIZY“ ist bereits umgerüstet und seit Mitte Februar wieder in der Luft. Im Schnitt dauert der sogenannte „Retrofit“ eines Flugzeugs 30 Tage. Dabei werden rund 1.000 verschiedene Bauteile von etwa 100 Lieferanten neu eingebaut. Die wichtigsten Verbesserungen im Überblick:

- Mehr Komfort: Die neuen, besonders ergonomisch geformten Sitze des italienischen Herstellers Geven sollen mehr Komfort als die bisherigen Sitze bieten. Noch bequemer wird es durch die horizontal beweglichen Kopfstützen. In der Business Class lässt sich zudem die Rückenlehne weiter nach hinten verstellen.
- Mehr Platz für das Handgepäck: Die neue Kabine ist mit um 40% größeren Gepäckfächern ausgestattet und bietet Platz für deutlich mehr Handgepäck, da die Gepäckstücke vertikal verstaut werden können. Auch das Boarding wird dadurch effizienter, da die Fluggäste ihr Gepäck schneller unterbringen. Darüber hinaus soll das klare Design der neuen „Bins“ für einen frischen und modernen Gesamteindruck der Kabine sorgen.
- USB-Anschluss: Jeder Sitz erhält einen eigenen USB-A- und USB-C-Anschluss, über den mobile Geräte geladen werden können. Alle Sitze werden auch mit einer Halterung für Tablets und Smartphones ausgerüstet. So können die Gäste ihre eigenen Filme und Serien einfach und bequem auf ihren Geräten ansehen.
Jens Ritter, CEO von Lufthansa Airlines: „Unser Anspruch ist klar: Wir möchten unseren Gästen auch auf der Kurz- und Mittelstrecke ein Premium-Erlebnis bieten. Die A320-Familie ist unsere größte Flotte – deshalb investieren wir in die Modernisierung von mehr als 30 Flugzeugen. Wir präsentieren unseren Gästen eine moderne, hochwertige Kabine, deren Design an unsere Neuauslieferungen auf der Langstrecke angelehnt ist.”

Autor: Wolfgang Tropf
Wolfgang ist seit 26 Jahren als Reisejournalist tätig. In dieser Zeit hat er 118 der 193 in der UNO vertretenen Länder besucht – die meisten davon mehrfach. Worüber er hier auf travel4news schreibt, kennt er daher fast immer aus eigenen Erfahrungen.