Venedig für Anfänger: 48 Stunden voller Genuss und Kultur

Ne­ben dem Charme von Ve­ne­dig und ei­nem rie­si­gen ku­li­na­ri­schen An­ge­bot war­ten die­ses Jahr groß­ar­tige Aus­stel­lun­gen – wie etwa die Pier Paolo Pa­so­lini-Re­tro­spek­tive an­läss­lich des 100. Ge­burts­jah­res des Künst­lers – und die Kunst­bi­en­nale auf die Be­su­cher der La­gu­nen­stadt.

Ob es sich um ei­nen ro­man­ti­schen Kurz­ur­laub oder ein kul­tu­rel­les Wo­chen­ende han­delt: Ve­ne­dig ist im­mer spek­ta­ku­lär und ein­zig­ar­tig. Für An­fän­ger hat die Ita­lie­ni­sche Zen­trale für Tou­ris­mus (ENIT) die bes­ten Rou­ten, At­trak­tio­nen und Orte zu­sam­men­ge­stellt, die man in 48 Stun­den be­su­chen kann.

Tag 1

Ve­ne­dig (c) tra­vel by tropf

Idea­ler Aus­gangs­punkt für eine Er­kun­dungs­tour ist der Mar­kus­platz, der die Stadt in sei­ner gan­zen Pracht be­herrscht. Hier kön­nen Sie die wun­der­volle Ba­si­lika San Marco und den gran­dio­sen Do­gen­pa­last – ein ab­so­lu­tes Meis­ter­werk der ve­ne­zia­ni­schen Go­tik – be­su­chen.

Da­nach geht es wei­ter in das Vier­tel San Polo mit der Ri­alto-Brü­cke, von der sich ein atem­be­rau­ben­der Blick über den Ca­nal Grande bie­tet. Wer Märkte mag, sollte den Ri­alto-Markt be­su­chen und sich vom bun­ten Trei­ben in den Bann zie­hen las­sen.

Ri­alto-Brü­cke (c) pixabay

Bei ei­nem Mit­tag­essen in ei­nem ty­pi­schen Re­stau­rant emp­feh­len sich haus­ge­machte „Bi­goli” (di­cke Spa­ghetti) oder „Fe­gato alla Ve­ne­ziana“ (Le­ber nach ve­ne­zia­ni­scher Art) – zwei Spe­zia­li­tä­ten, die es wert sind, pro­biert zu wer­den. Nach ei­ner Kaf­fee­pause neh­men Sie die Va­po­retto-Li­nie 1 ent­lang des Ca­nal Grande, um die wahre Schön­heit Ve­ne­digs vom Was­ser aus zu be­wun­dern.

Wenn Sie an der Hal­te­stelle Ac­ca­de­mia aus­stei­gen, er­war­tet Sie ein Nach­mit­tag vol­ler Kul­tur. Die Ac­ca­de­mia-Ga­le­rien be­her­ber­gen eine rie­sige Samm­lung ve­ne­zia­ni­scher Ge­mälde, Skulp­tu­ren und Zeich­nun­gen. In den Calle des Uni­ver­si­täts­vier­tels Dor­so­duro kön­nen Sie die Zeit ver­ges­sen und sich von der ba­ro­cken Ba­si­lika Santa Ma­ria della Sa­lute über­ra­schen las­sen.

Ve­ne­dig /​ Ca­nal Grande (c) pixabay

Eine Gon­del­fahrt zum Son­nen­un­ter­gang ist ein wun­der­schö­nes Er­leb­nis. Am bes­ten las­sen Sie sich zwi­schen Dor­so­duro und Canna­re­gio ab­set­zen und su­chen dort ein Ba­caro – eine kleine Wein­stube – auf, um ei­nen Spritz mit Cic­chetti und  köst­li­che Vor­spei­sen zu ge­nie­ßen. Denn Ve­ne­dig ist die Kö­ni­gin des Ape­ri­tifs, der bei den Ein­hei­mi­schen ge­nauso be­liebt ist wie bei den Tou­ris­ten.

Canna­re­gio und San Polo sind da­für die bes­ten Vier­tel mit vie­len ty­pi­schen Ba­cari. Im An­schluss emp­fiehlt sich zum Abend­essen ein Lo­kal, das klas­si­sche ve­ne­zia­ni­sche Ge­richte wie „Spa­ghetti alle von­gole ver­aci” (Spa­ghetti mit Ve­nus­mu­scheln di­rekt aus der La­gune) und lo­ka­len Wein ser­viert.

Tag 2

Tor­cello (c) pixabay

Wenn Sie früh auf­ste­hen, kön­nen Sie an ei­nem Tag die La­gune von Ve­ne­dig mit ei­nem Aus­flug nach Tor­cello, Bu­rano und Mu­rano er­kun­den. Diese In­seln er­reicht man mit dem Va­po­retto von den Hal­te­stel­len Fon­da­menta Nuove oder San Zac­ca­ria.

Die erste Sta­tion ist Tor­cello, das nur sehr we­nige Ein­woh­ner hat. Hier scheint die Zeit ste­hen ge­blie­ben zu sein. Die Ba­si­lika Santa Ma­ria del­l’Ass­unta und ih­ren Glo­cken­turm soll­ten Sie un­be­dingt be­su­chen. Die „Teu­fels­brü­cke” wird so ge­nannt, weil sie der Le­gende nach in ei­ner Nacht vom Teu­fel aus Liebe ge­baut wurde.

Bu­rano (c) tra­vel by tropf

Wei­ter geht es mit dem Va­po­retto für eine kurze Fahrt nach Bu­rano. Die In­sel ist be­rühmt für ihre hand­ge­fer­tig­ten Spit­zen und ihre far­ben­fro­hen Häu­ser. Wenn Sie hier in ei­nem der Fisch­re­stau­rants spei­sen, soll­ten Sie nach dem „Ri­sotto di gò” – ei­nem ty­pi­schen Fisch der La­gune – fra­gen.

Den be­ein­dru­ckends­ten Blick auf Bu­ra­nos Far­ben ge­nie­ßen Sie von der Ponte dei Tre Ponti. Sie soll­ten aber auch ei­nen Be­such im Mu­seum für Spitze auf der Piazza Galuppi und in der Kir­che San Mar­tino Ve­s­covo ein­pla­nen, die un­ter an­de­rem ein Ge­mälde von Giam­bat­tista Tie­polo be­her­bergt.

Mu­rano (c) pixabay

Mit dem Va­po­retto er­rei­chen Sie Mu­rano. Die In­sel ist auf der gan­zen Welt für ihre Glas­hand­werks­kunst be­kannt. Ein Be­such in ei­ner der Glas­blä­se­reien ist ein ech­tes Er­leb­nis, bei dem man ei­nen Ein­blick in die hohe Kunst die­ses tra­di­tio­nel­len Hand­werks er­hält und si­cher auch das eine oder an­dere Sou­ve­nir fin­det.

Die bei­den Ba­si­li­ken Santi Ma­ria und Do­nato und Santa Ma­ria de­gli An­geli fas­zi­nie­ren mit ih­rer groß­ar­ti­gen Geo­me­trie. Zu­rück in Ve­ne­dig, sollte Sie noch ei­nen Bum­mel durch die klei­nen Gas­sen fernab des Mar­kus­plat­zes ma­chen und zum Ab­schluss in ei­nem klei­nen Re­stau­rant spei­sen, be­vor Sie die Rück­reise an­tre­ten.

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