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Dubai einmal anders: Zehn Insider-Tipps für alle Fans des Kamels

Was die Kuh für Ös­ter­reich, ist das Ka­mel für die Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­rate: Zum „World Ca­mel Day“ am 22. Juni hat die Flug­li­nie Emi­ra­tes zehn In­si­der-Tipps zu­sam­men­ge­stellt, wie die Be­su­cher in Du­bai diese ganz be­son­de­ren Tiere nä­her ken­nen­ler­nen kön­nen.

Kamel-Museum am Dubai Creek

Ka­mel in Du­bai (c) tra­vel by tropf

Das Ka­mel ge­hört fest zur Be­dui­nen­kul­tur Du­bais. Im „Ca­mel Mu­seum“ – be­hei­ma­tet in ei­nem ehe­ma­li­gen Ka­mel­stall im Vier­tel Al Shin­dagha am Ufer des Du­bai Creek – kön­nen die Be­su­cher in diese alte Welt ein­tau­chen. Das Ge­bäude wurde im Jahr 1940 er­baut und ge­hörte zum Be­sitz von Sheikh Ra­shid bin Saeed Al Mak­toum, der als ach­ter Herr­scher von Du­bai an der Grün­dung der Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­rate be­tei­ligt war. Hier er­fährt man al­les über diese Tiere, ihre Ana­to­mie, ihre Nut­zung und die be­son­dere Ver­bin­dung zwi­schen Mensch und Ka­mel. Ein Si­mu­la­tor er­mög­licht so­gar das vir­tu­elle Er­leb­nis ei­nes Ka­mel­ren­nens.

Kamel-Carpaccio und andere Köstlichkeiten

Das zarte Ka­mel-Fleisch gilt in Du­bai als De­li­ka­tesse – ob als Bur­ger, Steak oder Car­pac­cio. Es äh­nelt dem Ge­schmack von gu­tem Rind­fleisch, ist aber viel pro­t­e­in­hal­ti­ger und ent­hält we­ni­ger Fett als an­dere Fleisch­sor­ten. Ge­nie­ßen las­sen sich die De­li­ka­tes­sen zum Bei­spiel im „Lo­cal House“ im his­to­ri­schen Al Fa­hidi District. Dort soll es die bes­ten Ka­mel-Bur­ger in den Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­ten ge­ben.

Kamelmilch als altes Wundermittel

Ka­mele in der Wüste von Du­bai (c) DTCM

Wer kein Fleisch mag, sollte zu­min­dest Ka­mel­milch pro­bie­ren, die auch gerne als „wei­ßes flüs­si­ges Gold“ be­zeich­net wird. Sie er­lebt in den letz­ten Jah­ren ei­nen re­gel­rech­ten Boom und ent­wi­ckelt sich vom Grund­nah­rungs­mit­tel der Be­dui­nen zum Life­style-Pro­dukt. Für Kaf­fee­lieb­ha­ber wird so­gar „Ca­me­latte“ oder „Ca­melccino“ an­ge­bo­ten. Ka­mel­milch hat kei­nen stren­gen Ei­gen­ge­schmack wie Schafs- oder Zie­gen­milch und ist sehr mild, ge­sund und ein wah­res Wun­der­mit­tel: Sie ist reich an Vit­ami­nen und an Mi­ne­ra­lien und auch für Men­schen mit Lak­to­se­into­le­ranz gut ver­träg­lich. Selbst die me­di­zi­ni­schen Nut­zung wird mitt­ler­weile er­forscht. So soll die Milch nach­weis­lich eine po­si­tive Wir­kung bei Dia­be­tes, Pso­ria­sis, Krebs oder Au­to­im­mun­krank­hei­ten ha­ben.

Schokolade aus Kamelmilch

Ein wei­te­res Pro­dukt aus Ka­mel­milch ist die Ka­mel­scho­ko­lade. Die Pro­dukte der Marke „Al Nassma“ zeich­nen zum Bei­spiel sich durch ih­ren au­ßer­ge­wöhn­li­chen Ge­schmack mit ei­ner leicht sal­zi­gen Note aus. Es gibt sie in fünf Ge­schmacks­va­ri­an­ten: Ori­en­ta­li­sche Ge­würze, Voll­milch, Dat­tel, Ma­ca­da­mia-Orange oder mit 70 Pro­zent Ka­kao­an­teil. Auf diese Weise kön­nen sich die Tou­ris­ten ein Stück Du­bai auch mit nach Hause neh­men.

4.700 Kamele auf der Farm

Ka­mele in Du­bai (c) DTCM

Ka­mel­milch wird un­ter an­de­rem auf der rie­si­gen Ka­mel­milch­farm von Emi­ra­tes In­dus­try for Ca­mel Milk & Pro­ducts her­ge­stellt, die nur etwa eine halbe Stunde von Du­bai ent­fernt ist. Hier le­ben mehr als 4.700 Ka­mel­stu­ten und 50 Bul­len. Ne­ben der Ka­mel­milch­marke „Ca­me­li­cious“ wird auch die Ka­mel­milch­scho­ko­lade „Al Nassma“ ver­trie­ben. Au­ßer­dem er­forscht man auf der Farm die me­di­zi­ni­sche Ver­wen­dung und mög­li­che wei­tere Vor­züge der Ka­mel­milch.

Besuch bei „Kamel-Uschi“

Eine be­son­dere Mög­lich­keit, Ka­mele haut­nah zu er­le­ben, bie­tet sich den Be­su­chern in der Wüste. Eine Au­to­stunde von Du­bai ent­fernt, be­fin­det sich die Ka­mel­farm der Deut­schen Ur­sula Musch, auch be­kannt als „Ka­mel-Uschi“, die dort auch Renn­ka­mele züch­tet. Die ge­bür­tige Schwä­bin lebt seit mehr als 20 Jah­ren in Du­bai und bringt den Be­su­chern die Kul­tur und die Kü­che der Be­dui­nen nä­her, in­dem sie ih­nen un­ter an­de­rem Tee, sü­ßes Ge­bäck und die au­then­ti­sche Kü­che der Re­gion ser­viert. Zu­dem kön­nen ein Aus­ritt auf Ka­me­len, ein emi­ra­ti­scher Abend oder ein in­di­vi­du­el­les Er­leb­nis­pa­ket ge­bucht wer­den.

Kamelrennen mit Roboter-Jockeys

Ka­mele in Du­bai (c) DTCM

Ka­mel­ren­nen fin­den in den Win­ter­mo­na­ten von Sep­tem­ber bis März meis­tens früh am Mor­gen statt und sind eine ebenso tra­di­tio­nelle wie be­liebte Sport­ar­ten in Du­bai. Doch auch hier hat mitt­ler­weile High­tech Ein­zug ge­fun­den, denn als Jo­ckeys wer­den heute nur noch kleine Ro­bo­ter ein­ge­setzt, die mit ei­ner Fern­be­die­nung ge­steu­ert wer­den. Sie sind 70 Zen­ti­me­ter groß, etwa 25 Ki­lo­gramm schwer und mit GPS aus­ge­stat­tet. Die Ka­mele er­rei­chen auf der Renn­stre­cke eine Ge­schwin­dig­keit von bis zu 70 km/​h.

Polo mal ganz anders

Ein wei­te­res sport­li­ches High­light ist das Ka­mel-Polo. Der Polo & Equestrian Club nahe der Stu­dio City in Du­bai bie­tet un­ter an­de­rem die Mög­lich­keit, die tra­di­tio­nelle Sport­art selbst aus­zu­pro­bie­ren. Vor­kennt­nisse sind da­bei nicht nö­tig. Zu­nächst er­ler­nen die Spie­ler die Re­geln des Polo und wa­gen sich dann selbst auf den Ra­sen. Na­tür­lich kann man im Polo Equestrian Club auch auf dem Rü­cken ei­nes Pfer­des rei­ten. Für Kin­der wird ein Pon­y­aus­ritt an­ge­bo­ten.

Schönheitswettbewerb für Kamele

Ka­mele mö­gen für Eu­ro­päer auf den ers­ten Blick al­les an­dere als ma­jes­tä­tisch er­schei­nen. Tat­säch­lich gibt es in der Re­gion aber so­gar ei­gene Schön­heits­wett­be­werbe für die Tiere. Ein kräf­ti­ger Kopf, ein ho­her Rü­cken, ein lan­ger Hals, sym­me­tri­sche, große Hö­cker und ein glän­zen­des Fell ge­hö­ren zu den ent­schei­den­den Kri­te­rien. Zu ge­win­nen gibt es für den Be­sit­zer des schöns­ten Ka­mels meist ei­nen Ge­län­de­wa­gen der Lu­xus­klasse. Die Zu­schauer ver­fol­gen das Ge­sche­hen von ei­ner Tri­büne im Be­dui­nen-Stil auf gro­ßen Bild­schir­men und ge­nie­ßen da­bei ih­ren Tee.

Souvenirs für Zuhause

Far­ben­frohe und lus­tige Ka­mel-Mit­bring­sel gibt es bei der Ca­mel Com­pany in den Stores in der Du­bai Mall oder im On­line-Shop. Auch an Bord der Emi­ra­tes-Flüge kön­nen kleine Flug­gäste den Ka­me­len be­geg­nen: Leila – das Ka­mel aus dem Mitt­le­ren Os­ten – ist ei­nes von vie­len „Fly with me“-Stofftieren, die Kin­der an Bord als Ge­schenk er­hal­ten. Je­des Tier re­prä­sen­tiert da­bei eine be­stimmte Re­gion aus dem in­ter­na­tio­na­len Stre­cken­netz der Flug­ge­sell­schaft und soll die Kin­der spie­le­risch dazu an­re­gen, mehr über diese Rei­se­ziele zu er­fah­ren.

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