Wer viel reist, denkt an Sonnencreme, Reiseversicherung und das richtige Gepäck. Was dabei erstaunlich oft vergessen wird: die eigenen Augen. Dabei sind sie bei fast jeder Reise einem erhöhten UV-Strahlenaufkommen ausgesetzt, sei es am Strand, beim Skifahren in den Bergen oder beim Bummel durch südliche Altstädte. Die Folgen unzureichenden Schutzes können von vorübergehenden Reizungen bis hin zu langfristigen Schäden an der Netzhaut oder Linse reichen.

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Wo die Strahlung besonders stark ist
UV-Strahlung verhält sich nicht überall gleich. Je näher man dem Äquator reist, desto steiler fällt das Sonnenlicht ein und desto intensiver ist die Belastung. Aber auch Höhenlagen, wie etwa in den Alpen oder bei Trekkingrouten im Himalaya, verstärken die Strahlungsintensität erheblich. Auf 3.000 Metern Höhe ist die UV-Belastung bereits um rund 40 Prozent höher als auf Meereshöhe. Wasser und Schnee reflektieren das Licht zusätzlich und erhöhen die Gesamtbelastung auf ein Niveau, das viele unterschätzen. Selbst an bewölkten Tagen in tropischen Regionen dringen bis zu 80 Prozent der UV-Strahlen durch die Wolkendecke.
Besonders gefährdet sind die Augen in Regionen mit starker Lichtreflexion: auf dem Meer, in weißen Sandwüsten oder auf Gletschern. Wer ohne geeigneten Schutz stundenlang diesen Bedingungen ausgesetzt ist, riskiert eine sogenannte Photokeratitis, eine Art Sonnenbrand der Hornhaut, die mit starken Schmerzen, Lichtempfindlichkeit und vorübergehenden Sehstörungen einhergeht.
Was eine gute Reisesonnenbrille ausmacht
Eine Sonnenbrille ist nicht gleich eine Sonnenbrille. Auf Reisen kommt es auf konkrete Eigenschaften an, die über modisches Design weit hinausgehen. Der wichtigste Faktor ist die UV-Schutzklasse. Brillen mit der Kennzeichnung UV400 blockieren sämtliche Strahlen bis zu einer Wellenlänge von 400 Nanometern und bieten damit vollständigen Schutz vor UVA- und UVB-Strahlung. Das EU-Recht verlangt für alle in Europa verkauften Sonnenbrillen eine entsprechende Kennzeichnung, dennoch lohnt sich ein zweiter Blick, gerade bei günstigeren Modellen aus Touristenmärkten in fernen Ländern.
Ebenso wichtig ist die Tönung: Dunklere Gläser reduzieren zwar die Blendung, sagen aber ohne UV-Zertifikat nichts über den tatsächlichen Schutzgrad aus. Im Gegenteil, eine stark getönte Linse ohne UV-Filter kann sogar schädlicher sein als gar keine Brille, weil die Pupille sich weitet und mehr Strahlung eindringen lässt. Bei Wasseraktivitäten empfehlen sich polarisierte Gläser, die Reflexionen vom Wasser stark reduzieren und die Augen zusätzlich entlasten. Für Bergwanderungen oder Skiurlaube sind Gläser der Schutzstufen 3 und 4 sinnvoll.

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Die richtige Brille vor der Reise auswählen
Wer vor einer längeren Reise noch keine geeignete Sonnenbrille besitzt oder die vorhandene austauschen möchte, sollte sich rechtzeitig beraten lassen. Eine fachkundige Beratung hilft dabei, die richtige Tönung und Filterkategorie für das jeweilige Reiseziel zu finden. Österreichische Optiker wie eyes + more mit Brillen zum Festpreis bieten eine breite Auswahl an Sonnenbrillen an und helfen dabei, Modell und Schutzklasse passend zur geplanten Aktivität abzustimmen. Wer zudem auf Sehstärke angewiesen ist, findet dort Korrektionssonnenbrillen als praktische Alternative zu Kontaktlinsen unter UV-Belastung.
Langzeitfolgen, die Reisende kennen sollten
Die Schäden durch UV-Strahlung am Auge sind kumulativ. Wer über viele Jahre hinweg regelmäßig reist und die Augen dabei ungeschützt lässt, erhöht das Risiko für Katarakt (Grauer Star) und Makuladegeneration erheblich. Die Weltgesundheitsorganisation weist in ihren Empfehlungen zu UV-Strahlung darauf hin, dass Augenschäden durch UV-Exposition zu den vermeidbaren Ursachen von Sehverlust zählen. Der Schutz der Augen ist daher keine Frage des Komforts, sondern der langfristigen Gesundheit.
Auch für Kinder ist das Thema besonders relevant. Ihre Augenlinse filtert UV-Strahlung weniger effektiv als jene Erwachsener, weshalb Kindersonnenbrillen mit zertifiziertem UV-Schutz auf jeder Familienreise zur Grundausstattung gehören sollten. Das österreichische Gesundheitsportal gesundheit.gv.at mit Informationen zum Augenschutz bietet dazu weiterführende Hinweise für alle Altersgruppen.
Sonnenschutz als fixer Teil der Reisevorbereitung
So wie man vor einer Reise Klima, Kulturregeln oder Einreisebestimmungen recherchiert, lohnt es sich, auch die UV-Bedingungen am Zielort zu prüfen. Der UV-Index, der täglich von meteorologischen Diensten veröffentlicht wird, gibt Aufschluss darüber, wie intensiv die Belastung an einem bestimmten Tag ist. Ab einem UV-Index von 3 empfehlen Gesundheitsbehörden das Tragen einer Sonnenbrille. In vielen beliebten Reiseregionen, darunter die Karibik, der Indische Ozean oder Südostasien, werden im Sommer regelmäßig Werte zwischen 10 und 12 gemessen.
Wer gerne mehrere Inseln auf einer einzigen Reise erkundet, wechselt dabei häufig zwischen verschiedenen Lichtverhältnissen, Meereshöhen und Reflektionsoberflächen. Eine hochwertige Sonnenbrille, die für genau solche wechselnden Bedingungen ausgelegt ist, gehört in diesem Fall genauso ins Gepäck wie ein zuverlässiger Reiseadapter oder ein gutes Insektenspray.