Grand Nausicaa (c) Atout France / Sophie et Jacques Rougerie

Nordfrankreich hat ab sofort das größte Aquarium Europas

Die nord­fran­zö­si­sche Stadt Bou­lo­gne-sur-Mer – di­rekt an der Küste der Nor­man­die – hat so­eben das größte Aqua­rium Eu­ro­pas er­öff­net. Auch welt­weit liegt das neue „Grand Nau­si­caa“ auf Platz 4.

Mit 16 Mil­lio­nen Be­su­chern seit der Er­öff­nung im Jahr 1991 war auch das alte „Nau­si­caa“ be­reits eine der be­lieb­tes­ten Tou­ris­ten­at­trak­tio­nen der Re­gion Hauts-de-France. Trotz­dem hat man es in ei­ner zwei­jäh­ri­gen Bau­zeit um stolze 70 Mil­lio­nen Euro auf ein Viel­fa­ches ver­grö­ßert.

Grand Nau­si­caa (c) Atout France /​ So­phie et Jac­ques Rouge­rie

Das be­stehende Ge­bäude zwi­schen dem Strand und dem Ha­fen wurde da­bei in ei­nen neuen, spek­ta­ku­lä­ren Kom­plex ein­ge­glie­dert, der in sei­ner Form an ei­nen Man­ta­ro­chen er­in­nern soll. Die Pläne stam­men vom Ar­chi­tek­ten Jac­ques Rouge­rie, der auch schon das „Océo­no­po­lis“ in Brest ge­stal­tet hat.

Grand Nau­si­caa (c) Atout France /​ So­phie et Jac­ques Rouge­rie

Ein rund 10.000 Ku­bik­me­ter gro­ßes Be­cken mit mehr als 80.000 Mee­res­tie­ren – 60 Me­ter lang, 30 Me­ter breit und 8 Me­ter tief – zeigt nun das Öko­sys­tem der Pa­zi­fik-In­sel Mal­pelo vor der Küste Ko­lum­bi­ens. Die Be­su­cher kön­nen die fas­zi­nie­ren­den Sze­nen im Was­ser durch eine 20 Me­ter lange und 5 Me­ter hohe Glas­wand und ei­nen glä­ser­nen, 18 Me­ter lan­gen Tun­nel er­le­ben.

Das „Grand Nau­si­caa“ ist al­ler­dings viel mehr als nur ein Ort, um die Mee­res­be­woh­ner zu be­wun­dern. Be­nannt nach der Hel­din, die sich um den Schiff­brü­chi­gen Ulys­ses küm­merte, dient es auch als Aus­bil­dungs- und For­schungs­ein­rich­tung, als Auf­zucht­zen­trum und als Spi­tal für kranke und ver­letzte Tiere. Nä­here In­fos gibt’s auf www.nausicaa.co.uk.