Wer an Monaco denkt, hat sicherlich das Bild der herrlichen Kulisse bei sommerlichen Temperaturen und Sonne satt vor Augen. Eine Reise im Winter hat aber ebenfalls ihre Vorteile: Das Fürstentum lässt sich dann bei milden Temperaturen ohne Trubel und mit einem reichen Kulturprogramm erleben.
Wer im Winter ins Fürstentum reist, kann selbst in nur 48 Stunden eine einzigartige Mischung aus Geschichte, Kunst, Kulinarik und Shopping erleben. Zwischen den verwinkelten Gassen der Altstadt, den prachtvollen Gebäuden im Belle-Époque-Stil und den Panoramen über dem Mittelmeer entfaltet sich ein ideales Programm für kulturinteressierte Kurzurlauber.
Tag 1

Morgens: Historische Entdeckungen. Mit einem Spaziergang durch die Altstadt „Le Rocher” gelingt der perfekte Start in den Tag. Die Kathedrale Notre-Dame-Immaculée ist im romanisch-byzantinischen Stil erbaut und die letzte Ruhestätte vieler Mitglieder der Fürstenfamilie – auch von Fürst Rainier III. und Prinzessin Grace. Anschließend geht es zum Fürstenpalast, in dem die Familie Grimaldi residiert. Jeden Tag um 11:55 Uhr führen hier die Palastwachen auf dem Place du Palais die Wachablösung durch – ein eindrucksvoller Einblick in die jahrhundertealte Geschichte des Fürstentums.
Mittags: Restaurantbesuch. Viele Besucher zieht nicht nur die tolle Kulisse von Monaco an, sondern auch die mediterrane und französische Küche. Ein Tipp ist das „La Montgolfière” – ein charmantes, vom Ehepaar Henri und Fabienne Geraci geführtes Gourmetrestaurant im Herzen der Altstadt. Bodenständig, aber nicht minder köstlich sind die süßen und herzhaften Crêpes, die in der „Crêperie du Rocher” zubereitet werden.
Ein mit einem Michelin-Stern ausgezeichnetes Restaurant ist das „Pavyllon Monte-Carlo”, das vom renommierten Sternekoch Yannick Alléno geleitet wird. Es zeichnet sich durch eine kreative französische Küche mit mediterranen Einflüssen aus, die hochwertige regionale Zutaten in innovativen Gerichten präsentiert. Ein modernes Interieur, lichtdurchflutete Räume und ein elegantes Ambiente schaffen den perfekten Rahmen für ein exklusives Gourmet-Erlebnis im Fürstentum.
Nachmittags: Ozeanographisches Museum. Nach dem Mittagessen geht es in das Ozeanographische Museum auf dem Rocher, das sich wie ein Wächter über das Mittelmeer erhebt. Eröffnet im Jahr 1910, zeigt es die Ausstellung „Méditerranée 2050“. Diese lädt Jung und Alt zu einer Zeitreise ein, um eine ideale Zukunft des Mittelmeers zu entdecken – reich an Biodiversität und ermöglicht durch die Entscheidungen, die heute getroffen werden. Ein Aufruf zum Handeln, der die Notwendigkeit unterstreicht, dieses einzigartige und fragile Ökosystem zu schützen, und zugleich sowohl individuelles als auch kollektives Engagement inspiriert.

Nachmittags: Autos und Boutiquen. Eine weiteres Highlight, das Reisende gesehen haben sollten, ist die Automobilsammlung von Fürst Rainier III, die als eine der bedeutendsten privaten Sammlungen historischer Fahrzeuge in Europa gilt. Sie umfasst mehr als 100 legendäre Rennwagen, Oldtimer und Prototypen aus über einem Jahrhundert. Die Besucher erhalten aber nicht nur Einblicke in technische Meisterwerke, sondern auch in die Leidenschaft der monegassischen Fürstenfamilie für Innovation, Design und Motorsport.
Für Liebhaber der schönen Dinge ist wiederum die Avenue des Beaux-Arts das richtige Pflaster. Die elegante Straße im Herzen von Monaco-Ville wird von charmanten Boutiquen, Designerläden, Galerien und Cafés gesäumt. Sie verbindet Kultur und Shopping auf stilvolle Weise und lädt zu einem entspannten Bummel durch das historische Zentrum des Fürstentums ein.

Abends: Kulinarik und Ausklang. Dass Monaco für seine ausgezeichnete französische Küche bekannt ist, ist unbestritten. Doch auch andere Küchenstile sind eine feste Komponente in der monegassischen Restaurantkultur. An Donnerstagen verwandelt sich beispielsweise das Restaurant „The Niwaki” in ein Dining-Ziel, das eine exzellente, japanisch inspirierte Küche mit Live-Musik und DJ-Sets verbindet – ein immersives Erlebnis, das Geschmack und Rhythmus gleichermaßen feiert.
Für Fans der argentinischen Küche ist das „Anahi Monaco” eine Empfehlung. Nur wenige Schritte vom Carré d’Or entfernt, entfaltet sich hier ein sinnliches Erlebnis, in dem Eleganz auf Authentizität trifft. Zwischen gedämpfter Atmosphäre, raffiniertem Design und leidenschaftlicher südamerikanischer Küche feiert das „Anahi” die Wärme des Miteinanders und den Genuss echter Momente.
Wenn es sehr exklusiv sein soll, bietet sich das „Nobu Monte-Carlo” an. Das Restaurant im Fairmont Monte Carlo präsentiert die weltberühmte Küche von Chefkoch Nobu Matsuhisa, die auf meisterhafte, moderne Weise japanische und peruanische Aromen kombiniert. Spezialitäten wie der berühmte „Black Cod Yuzu”, delikates Sushi oder ein Omakase-Degustationsmenü laden dazu ein, die kulinarische Kreativität des Hauses in einem eleganten Ambiente mit Blick auf das Mittelmeer zu genießen.
Nach dem Abendessen ist der ideale Tagesausklang ein Spaziergang entlang des historischen Port Hercule, um die luxuriösen Yachten zu bewundern. Besonders im Winter entfaltet der Hafen durch die Beleuchtung und das ruhige Meer eine besonders stimmungsvolle Atmosphäre. Dieses Viertel zählt auch zu den beliebtesten Ausgehorten Monacos. Zahlreiche Bars laden bis spät in die Nacht zum Verweilen ein.
Tag 2

Morgens: Kunst und Marktbesuch
Der zweite Tag beginnt mit einem Besuch des Nouveau Musée National de Monaco, la Villa Sauber. Die Villa Paloma ist ein prestigeträchtiger Ort mit außergewöhnlicher Architektur und beherbergt zahlreiche temporäre Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Inmitten einer einzigartigen Naturkulisse bildet dieses Haus zusammen mit der Villa Sauber einen der Bereiche des Nouveau Musée National de Monaco, la Villa Paloma – einer der wichtigsten Kunstinstitutionen im Fürstentum Monaco.
Im Anschluss geht es an einen der authentischsten Orte in Monaco: Bei schönem Wetter präsentiert sich der Markt von La Condamine in seinen schönsten Farben und mit seinen köstlichsten Aromen. Als eines der pulsierenden Zentren des Fürstentums lohnt sich ein Abstecher, um an den bunten Marktständen vorbeizuschlendern und den Duft von Blumen, Obst und Gemüse zu genießen oder auf einer der zahlreichen Caféterrassen zu verweilen.
Mittags: Authentischer Genuss. Wenn der Markt um 13 Uhr schließt, schlendern die Besucher für ein Mittagessen einfach in die Halle Gourmand – die zugehörige Markthalle, die mittags und abends geöffnet hat. Sie ist das lebendige Zentrum für Feinschmecker und Liebhaber mediterraner Küche. Die Besucher können hier frische lokale Produkte wie Fisch, Meeresfrüchte, Obst, Gemüse und Käse probieren. Viele Stände bieten auch direkt zubereitete Speisen wie Barbagiuàn an. So wird das Mittagessen zum Erlebnis.

Nachmittags: Monacos Wahrzeichen. Um zu verdauen, geht es in den Fontvieille Park. Er liegt im Stadtteil Fontvieille und bietet eine ruhige Oase im Herzen Monacos. Mit seinen gepflegten Grünflächen, Skulpturen und Wegen lädt er zu entspannten Spaziergängen ein. Selbst im Winter entfaltet der Park durch die mediterrane Vegetation und den Blick auf das Meer einen besonderen Charme und bietet Fotomotive sowie Ruhe abseits des Trubels der Stadt.
Wer von besonderen Gärten gar nicht genug kriegen kann, besucht auch noch den Princesse-Grace-Rosengarten. Dieser wurde zu Ehren von Fürstin Grace angelegt und beherbergt über 300 verschiedene Rosensorten. Der Garten verbindet Natur, Kunst und Erinnerungskultur und bietet von seinen terrassierten Anlagen spektakuläre Ausblicke auf Monaco-Ville und das Mittelmeer.
In eine andere Welt tauchen die Reisenden dann im weltberühmten Casino de Monte-Carlo ein – eines der bekanntesten Wahrzeichen Monacos und Meisterwerk des Architekten Charles Garnier aus dem 19. Jahrhundert. Mit seinen prunkvollen Sälen, kunstvollen Deckenmalereien und dem opulenten Jugendstil-Interieur verkörpert es den Glanz und Glamour des Fürstentums. Während des Spielbetriebs ab 14 Uhr können sich Interessierte unter die Spieler mischen und die besondere Atmosphäre genießen.

Abends: Dinieren und Ausklang. Nachdem sich die Casino-Besucher von diesem magischen Ort losgerissen haben, ist es Zeit für das Dinner und abschließende Drinks. Ein harmonischer Ausklang des Abends und damit auch der Reise findet in der „Le Bar Américain” statt. Die legendäre Bar im Stil der 1920er-Jahre im Hôtel de Paris Monte-Carlo ist Treffpunkt für Gäste aus aller Welt. Mit ihrem Art-Déco-Ambiente, handgefertigten Holzdetails und gemütlichen Sitzbereichen bietet sie Klassiker wie Cocktails, Champagner oder feine Weine an und spiegelt die elegante Lebensart Monacos wider.
Selbst in nur 48 Stunden offenbart Monaco somit seinen besonderen Charme in allen Facetten. Zwischen den historischen Gassen von Monaco-Ville, den grünen Oasen der Gärten, den funkelnden Boulevards und den kulinarischen Höhepunkten an jeder Ecke entsteht ein Kaleidoskop aus Eindrücken, Geschmackserlebnissen und unvergesslichen Momenten. Wer Monaco besucht, taucht ein in ein Winterabenteuer, das Sinne, Neugier und Herz gleichermaßen anspricht.
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Autorin: Elisabeth Kapral
Als Juristin hat Elisabeth gelernt, exakt zu formulieren. Das kommt ihr jetzt zugute, wenn sie für travel4news schreibt. Worüber sie schreibt, weiß sie dabei ganz genau, denn sie hat bereits 108 der 193 in der UNO vertretenen Länder besucht – und viele von ihnen auch mehrfach.