Aussichtspunkte auf Mallorca: Zehn Orte mit fantastischen Ausblicken

Ne­ben ei­ner ge­schichts­träch­ti­gen Kul­tur und ei­ner ex­zel­len­ten Ku­li­na­rik glänzt Mal­lorca vor al­lem mit sei­ner land­schaft­li­chen Viel­falt. Sie zu er­le­ben, ist da­bei ganz ein­fach: Über die ge­samte In­sel ver­streut lo­cken zahl­rei­che Aus­sichts­punkte, die fan­tas­ti­sche Aus­bli­cke auf Küste, Berge und Meer ver­spre­chen.

Mirador de Ses Ánimes

Mi­ra­dor de ses Àni­mes (c) Ad­o­be­Stock

Die erste Sta­tion un­se­rer Fo­to­rund­reise auf Mal­lorca mar­kiert der Mi­ra­dor Ses Àni­mes. Der ein­drucks­volle Aus­sichts­punkt liegt di­rekt an der Berg­straße zwi­schen den Ge­mein­den Ban­y­al­bu­far und Es­tel­lencs im Tra­m­un­tana-Ge­birge. Einst zum Schutz vor mau­ri­schen Pi­ra­ten er­reich­tet, be­fin­det sich hier mit dem Torre des Ve­ger ein ehe­ma­li­ger Wach­turm, der eine ein­ma­lige Pan­ora­ma­aus­sicht ver­spricht.

Be­son­ders se­hens­wert ist die Schlucht des Tor­rent de Pa­reis, die als ei­nes der tou­ris­ti­schen High­lights an Mal­lor­cas West­küste gilt. Der Name „Mi­ra­dor Ses Àni­mes” be­deu­tet über­setzt so viel wie „Aus­sichts­punkt der See­len” und geht auf eine Le­gende zu­rück, nach der sich an die­ser Stelle einst eine Ka­pelle be­fand, in der die See­len der Ver­stor­be­nen auf ih­rem Weg ins Jen­seits ein letz­tes Mal den Aus­blick ge­nie­ßen konn­ten.

Burg von Capdepera

Burg von Cap­de­pera (c) Ad­o­be­Stock

Die 11.000-Seelen-Stadt Cap­de­pera ist die nord­west­lichste Ge­meinde Mal­lor­cas. Nur we­nige Ki­lo­me­ter vom be­kann­ten Ur­laubs­ort Cala Rat­jada ent­fernt, be­zau­bert sie mit tra­di­tio­nel­len Na­tur­stein­häu­sern, schmu­cken Gas­sen und ei­ner Burg, die auf dem 159 Me­ter ho­hen Puig de Cap­de­pera thront.

Die Fes­tung ent­stand im 13. Jahr­hun­dert, um die Stadt vor Pi­ra­ten­an­grif­fen zu schüt­zen. Im Laufe der Zeit er­folg­ten mehr­mals Um­bau­ten und Er­wei­te­run­gen. Heute be­her­bergt sie un­ter an­de­rem ein Mu­seum, das sich der be­weg­ten His­to­rie des Or­tes wid­met. Vom Aus­sichts­turm ge­nie­ßen die Be­su­cher ei­nen her­vor­ra­gen­den Blick auf die Um­ge­bung bis weit hin­aus aufs Mit­tel­meer.

Mirador Es Colomer

Mi­ra­dor Es Co­lo­mer (c) Ad­o­be­Stock

Der Aus­sichts­punkt Mi­ra­dor Es Co­lo­mer auf der Halb­in­sel For­men­tor im Nor­den Mal­lor­cas ist ein wah­rer Tou­ris­ten­ma­gnet. Kein Wun­der – fun­giert er doch als Aus­gangs­punkt für zahl­rei­che Wan­de­run­gen in der Re­gion und bie­tet gleich­zei­tig ein­zig­ar­tige Aus­bli­cke über Küste und Meer.

Als be­gehr­teste Fo­to­mo­tive die­nen die vor­ge­la­gerte In­sel Illa Co­lo­mer und der 423 Me­ter hohe Berg El Pal. Der Name des Aus­sichts­punkts stammt vom Fel­sen „Es Co­lo­mer” di­rekt un­ter­halb, der wie ein Wach­turm aus­sieht. Um den Mi­ra­dor Es Co­lo­mer zu er­rei­chen, pas­sie­ren die Gäste eine kur­ven­rei­che Straße durch die ma­le­ri­sche Land­schaft der Halb­in­sel For­men­tor. Vor Ort gibt es ei­nen Park­platz.

Puig de Randa

Puig de Randa (c) Ad­o­be­Stock

Gleich drei Klös­ter be­fin­den sich auf dem Puig de Randa im Zen­trum der Ba­lea­ren­in­sel. Aus die­sem Grund trägt die mit 542 Me­tern höchste Er­he­bung der Re­gion auch den Na­men „Hei­li­ger Berg”. Zwi­schen Lluc­ma­jor und Al­gaida ge­le­gen, er­freut er die Be­su­cher heute vor al­lem mit sei­ner atem­be­rau­ben­den Aus­sicht.

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Das Land rund um den Berg gilt als äu­ßerst frucht­bar. An sei­nen Hän­gen ge­dei­hen Kar­tof­feln, Reis, Wein und ver­schie­dene Ge­mü­se­sor­ten. Da­her lohnt sich ein Aus­flug be­son­ders zur Zeit der Obst- und Man­del­blüte, wenn die Um­ge­bung in vol­ler Pracht er­strahlt. Zahl­rei­che Wan­der­wege füh­ren auf den Berg hin­auf. Er lässt sich aber auch mit dem Auto be­zwin­gen.

Castell de Bellver

Bell­ver (c) Ad­o­be­Stock

Für den nächs­ten Hot­spot geht es Rich­tung In­sel­haupt­stadt Palma – auf ei­nen Hü­gel rund drei Ki­lo­me­ter west­lich des Zen­trums. Hier be­fin­det sich das le­gen­däre Cas­tell de Bell­ver. Auf­grund sei­ner ein­zig­ar­ti­gen Rund­bau­weise gilt es so­wohl in Spa­nien als auch in ganz Eu­ropa als ein­zig­ar­tig.

Im Jahr 1300 vom da­ma­li­gen In­sel­kö­nig Jaume II. in Auf­trag ge­ge­ben, prä­sen­tiert sich die Fes­tung heute als grüne Oase und be­hei­ma­tet ein Mu­seum für Stadt­ge­schichte. Der Name stammt aus dem Ka­ta­la­ni­schen und heißt über­setzt so viel wie „schöne Aus­sicht” – und die gibt es hier tat­säch­lich mit ei­nem un­ver­gleich­li­chen Pan­ora­ma­blick auf Palma und das Meer.

Sa Foradada

Sa Fo­radada (c) Ad­o­be­Stock

Zwi­schen den ma­le­ri­schen Ört­chen Vall­de­mo­ssa und Deià liegt die mar­kante Halb­in­sel Sa Fo­radada. Mit ih­ren bi­zarr an­mu­ten­den Fels­for­ma­tio­nen steht sie in se­hens­wer­tem Kon­trast zum tief­blauen Meer. Der Name des Or­tes be­deu­tet über­setzt so viel wie „durch­bohr­tes Fel­sen­loch”. Dies be­zieht sich auf ei­nen cha­rak­te­ris­ti­schen Fels­vor­sprung in der Bucht.

Die Be­su­cher er­rei­chen den Aus­sichts­punkt be­quem zu Fuß. Von hier ge­nie­ßen sie ei­nen spek­ta­ku­lä­ren Blick auf das Meer und die um­lie­gende Land­schaft – und zu­dem ei­nen der schöns­ten Son­nen­un­ter­gänge der In­sel. Sa Fo­radada ist aber auch für das gleich­na­mige Re­stau­rant in­klu­sive uri­ger Bar-Ter­rasse be­kannt, das tra­di­tio­nelle mal­lor­qui­ni­sche Ge­richte ser­viert und seit vie­len Jah­ren als ku­li­na­ri­sche In­sti­tu­tion gilt.

Mirador Ricardo Roca

Mi­ra­dor de Ri­cardo Roca (c) Ad­o­be­Stock

Nicht weit von Sa Fo­radada ent­fernt be­fin­det sich mit dem Mi­ra­dor Ri­cardo Roca ein wei­te­rer Aus­sichts­punkt. Er ver­spricht ei­nen groß­ar­ti­gen Pan­ora­ma­blick auf das Mit­tel­meer und die be­wal­dete Nord­west-Küste Mal­lor­cas. Vom güns­tig ge­le­ge­nen Park­platz aus er­rei­chen die Be­su­cher die kleine Platt­form über eine stei­nerne Treppe.

In un­mit­tel­ba­rer Nähe lockt das Re­stau­rant „Es Grau” mit fei­ner Ku­li­na­rik und ei­nem nicht min­der viel­ver­spre­chen­den Aus­blick. Der Mi­ra­dor trägt üb­ri­gens den Na­men des mal­lor­qui­ni­schen Ma­lers Ri­cardo Roca, der im na­he­ge­le­ge­nen Vall­de­mo­ssa ge­bo­ren wurde. Ei­nige sei­ner Ge­mälde fin­den die Rei­sen­den in ei­nem klei­nen Mu­seum in der Nähe des Aus­sichts­punkts.

Mirador de La Victoria Alcúdia

La Vic­to­ria (c) Ad­o­be­Stock

Knapp 15 Fahr­mi­nu­ten von Al­cú­dia ent­fernt, liegt auf ei­ner An­höhe kurz vor der Spitze der Halb­in­sel der Mi­ra­dor de La Vic­to­ria. Von hier schweift der Blick auf die Bucht von Pu­erto Pol­lenca und auf das Cap de For­men­tor.

Mit­ten in der un­be­rühr­ten, ber­gi­gen Na­tur er­scheint auch eine kleine Her­berge, die durch ihre jahr­hun­der­te­al­ten Ge­mäuer fas­zi­niert, denn das Do­mi­zil be­fin­det sich in der frü­he­ren Ein­sie­de­lei Er­mita de La Vic­to­ria. Diese Ku­lisse sorgt für wun­der­schöne Son­nen­un­ter­gänge. Wer wäh­rend­des­sen noch schlem­men möchte, be­sucht das Re­stau­rant „Mi­ra­dor de La Vic­to­ria” mit tra­di­tio­nel­ler Kü­che in­klu­sive fri­schem Fisch.

Far de Formentor

Cap de For­men­tor (c) Ad­o­be­Stock

Das Cap For­men­tor ist nicht nur der nörd­lichste Punkt Mal­lor­cas, son­dern auch die Hei­mat ei­nes der äl­tes­ten und spek­ta­ku­lärs­ten Aus­sichts­punkte der In­sel: Der Far de For­men­tor – über­setzt der „Leucht­turm von For­men­tor” – wurde be­reits im Jahre 1863 er­rich­tet. Seit­dem wacht der 22 Me­ter hohe Turm auf ei­ner Klippe rund 210 Me­ter über dem Meer und bie­tet ei­nen atem­be­rau­ben­den Aus­blick.

Zer­klüf­tete Fels­vor­sprünge, steile Ab­hänge und die üp­pige me­di­ter­rane Ve­ge­ta­tion ver­lei­hen der Ge­gend eine wild­ro­man­ti­sche At­mo­sphäre. Der Far de For­men­tor ist aber kei­nes­wegs nur ein schö­ner Aus­sichts­punkt, son­dern er­füllt als ei­ner von 13 ak­ti­ven Leucht­tür­men auf Mal­lorca auch eine wich­tige Rolle für den Schutz na­hen­der Schiffe.

Mirador de Ses Barques

Mi­ra­dor de Ses Bar­ques (c) Ad­o­be­Stock

Mit dem Mi­ra­dor de Ses Bar­ques liegt auch der letzte Hot­spot die­ser Liste im Nor­den von Mal­lorca. Der Aus­sichts­punkt be­fin­det sich ganz in der Nähe der Stadt Sól­ler. Vom Zen­trum der Ge­meinde lässt er sich über eine kleine Wan­de­rung oder auch mit dem Auto er­rei­chen.

Auf der Fels­platt­form ober­halb der Küste er­öff­net sich ein Pan­ora­ma­blick auf die Serra de Tra­m­un­tana und die Schiffe im Port de Sól­ler. Nicht um­sonst be­deu­tet „Bar­ques” zu Deutsch „Boote”. In der Nähe des Aus­sichts­punkts gibt es ei­nen klei­nen Ki­osk mit Snacks und Ge­trän­ken. Der Mi­ra­dor de Ses Bar­ques dient nicht zu­letzt auch als idea­ler Aus­gangs­punkt für zahl­rei­che Wan­de­run­gen in der Ge­gend.

www.fincallorca.de