Stadt Salzburg: Bucket List für das UNESCO-Weltkulturerbe

Seit 1. Jän­ner 1997 ist die Alt­stadt von Salz­burg ein Teil des UNESCO-Welt­kul­tur­er­bes. Wir ha­ben eine eher un­ge­wöhn­li­che Bu­cket List mit be­son­de­ren Tipps und er­staun­li­chen Ku­rio­si­tä­ten ab­seits des Main­streams zu­sam­men­ge­stellt, mit der Sie die­ses Ju­wel ein­mal et­was an­ders er­le­ben kön­nen.

Versteckte Gesichter: Faszinosum Mirabell

Schloss Mi­ra­bell (c) pixabay

Das Schloss Mi­ra­bell aus dem Jahr 1606 und der da­zu­ge­hö­rige Park zäh­len zu den Aus­hän­ge­schil­dern des UNESCO-Welt­kul­tur­er­bes. Von Fürst­erz­bi­schof Wolf Diet­rich von Rai­tenau für seine Fa­mi­lie er­baut, wird es heute vor al­lem als Sitz der Stadt­re­gie­rung ge­nutzt. Der Mar­mor­saal im ers­ten Ober­ge­schoß ist öf­fent­lich zu­gäng­lich und gilt als ro­man­tischs­ter Trau­ungs­saal Eu­ro­pas. Abends fin­den hier Kon­zerte statt.

Vor dem Schloss bie­tet sich der Pe­ga­sus­brun­nen von 1661 als Fo­to­mo­tiv an. Auf dem Weg zum his­to­ri­schen Zwergel­gar­ten mit sei­nen wun­der­li­chen Mar­mor­sta­tuen von 1690/​91 lohnt sich der auf­merk­same Blick auf die Wehr­mauer: Zwei Frau­en­ant­litze sind hier zu ent­de­cken – ver­mut­lich die Reste von Sand­stein-Fi­gu­ren, die 1818 bei ei­nem Stadt­brand im Schloss be­schä­digt wur­den.

Das Marionettentheater: Eine Welt für sich

(c) pixabay

Zwi­schen Mi­ra­bell­gar­ten und Salz­ach liegt ein klei­ner Mi­kro­kos­mos: Im pri­va­ten Salz­bur­ger Ma­rio­net­ten­thea­ter wer­den seit 1913 hand­ge­fer­tigte Fi­gu­ren wie die Kö­ni­gin der Nacht, Rum­pel­stilz­chen, Ma­ria von Trapp oder der Kleine Prinz zum Le­ben er­weckt. Sie wer­den hier ge­schnitzt, be­malt und kos­tü­miert, da­mit sie in den vie­len In­sze­nie­run­gen von Opern und Mär­chen ih­ren ei­ge­nen Charme ver­sprü­hen kön­nen.

Die spe­zi­fi­sche Spiel­pra­xis des Ma­rio­net­ten­thea­ters Salz­burg wurde 2016 in die Liste der „Im­ma­te­ri­el­len Kul­tur­gü­ter der UNESCO” auf­ge­nom­men. Junge und äl­tere Be­su­cher ver­las­sen die Vor­stel­lun­gen meist freu­de­strah­lend – und der Zau­ber wächst noch ein­mal bei ei­ner Füh­rung hin­ter die Ku­lis­sen, die vor und nach den Nach­mit­tags­vor­stel­lun­gen so­wie auf An­frage an­ge­bo­ten wird.

Kaffeehauskultur: Sinnbild der Gemütlichkeit

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Könn­ten Salz­burgs Kaf­fee­häu­ser spre­chen, wür­den sie die schöns­ten Ge­schich­ten er­zäh­len. Den Kaf­fee­haus-Be­such las­sen sich die Salz­bur­ger näm­lich nicht neh­men. Für sie ist es nicht nur ein Lo­kal, son­dern ein öf­fent­li­ches Wohn­zim­mer, in dem man sich wohl fühlt und gerne Zeit ver­bringt. Der von der UNESCO ge­adel­ten Alt­wie­ner Kaf­fee­haus­tra­di­tion lässt sich so­mit auch in Salz­burg frö­nen – so­wohl tren­dig als auch klas­sisch.

Die Wur­zeln des „Café To­ma­selli” – des äl­tes­ten be­stehen­den Kaf­fee­hau­ses Ös­ter­reichs – rei­chen zu­rück ins Jahr 1700. Seit 1764 be­fin­det sich das Café im pres­ti­ge­träch­ti­gen Haus am Al­ten Markt und seit 1852 im Be­sitz der Fa­mi­lie To­ma­selli. Ab 1891 hat­ten auch weib­li­che Gäste im Da­men­sa­lon im ers­ten Stock Zu­tritt zum Café.

Heute zählt das „To­ma­selli” mit sei­nen be­kann­ten „Ku­chen­da­men” zu den be­lieb­tes­ten Treff­punk­ten von Ein­hei­mi­schen und Gäs­ten. Den mo­der­nen Cof­fee-to-go holt man sich hin­ge­gen beim ehe­ma­li­gen Maut­häus­chen auf der lin­ken Salz­ach­seite zwi­schen Mo­zart­steg und Mi­cha­els­tor. Hier wurde bis Ende 1920 noch Brü­cken­maut ein­ge­ho­ben.

Die Bäcker von St. Peter: Neun Jahrhunderte Erfahrung

Stifts­kir­che St. Pe­ter (c) pixabay

Salz­burgs ku­li­na­ri­sche Seite ist fa­cet­ten­reich. Ei­nen be­son­de­ren Stel­len­wert hat da­bei das be­liebte Brot aus der Stifts­bä­cke­rei St. Pe­ter, die es schon seit dem 12. Jahr­hun­dert gibt. In dem his­to­ri­schen Ge­wölbe mit dem noch ori­gi­na­len Holz­ofen wird ein klei­nes, fei­nes Sor­ti­ment an­ge­bo­ten. Ne­ben dem Holz­ofen­brot aus rei­nem Na­tur­sauer­teig gibt es Milch­bröt­chen und Vinschgerl – die Ti­ro­ler Rog­gen­misch­brote.

In der Stifts­kir­che, de­ren Kern bis ins 12. Jahr­hun­dert zu­rück­reicht, be­fin­det sich das „stei­nerne Brot“ – auch „Laib im Ei­sen“ ge­nannt. Gleich rechts ne­ben dem Haupt­por­tal hängt die­ses Brot aus Sand­stein in ei­ner Ei­sen­kette und er­in­nert an die Le­gende von ei­ner Bäue­rin, die an ei­nem Fei­er­tag Brot ge­ba­cken hatte, statt in die Kir­che zu ge­hen. Als sie es aus dem Ofen ho­len wollte, war es zur Strafe zu Stein ge­wor­den.

Franziskanergasse: Die Krönung der Maria

Ma­ri­en­säule vor dem Dom (c) pixabay

Auf­merk­sa­men Be­su­chern fal­len be­stimmt Men­schen auf, die in der Fran­zis­kaner­gasse mit lang­sa­men Schrit­ten auf den Dom­platz zu­ge­hen und plötz­lich in­ne­hal­ten. Hier steht die Sta­tue der Ma­ria Im­ma­cu­lata, die zwi­schen 1766 und 1771 aus Mar­mor und Blei­guss ge­schaf­fen wurde: Ma­ria er­hebt sich über eine Welt­ku­gel und ist um­ge­ben von den vier al­le­go­ri­schen Fi­gu­ren En­gel, Teu­fel, Wahr­heit und Mut­ter Kir­che.

Wer sich lang­sam auf die Ma­ri­en­sta­tue zu­be­wegt, kann da­bei eine ein­fa­che wie amü­sante op­ti­sche Täu­schung er­le­ben: Die von zwei En­geln ge­hal­tene Krone, die die Dom­fas­sade schmückt, senkt sich auf das Haupt Ma­rias her­nie­der und krönt so Ma­ria Im­ma­cu­lata zur Ma­ria Re­gina.

Walk of Modern Art: Moderne Kunst an alten Mauern

(c) pixabay

Der von der UNESCO ver­lie­hene Ti­tel „Welt­kul­tur­erbe” stellt si­cher, dass die his­to­ri­sche Alt­stadt in ih­rer be­stehen­den Form er­hal­ten wird. Salz­burg hat den­noch Wege ge­fun­den, in­mit­ten die­ser ge­schichts­träch­ti­gen Pracht zeit­ge­nös­si­sche Ak­zente zu set­zen. Der „Walk of Mo­dern Art“ führt bei­spiels­weise zu 14 dau­er­haft aus­ge­stell­ten Kunst­pro­jek­ten auf den be­deu­tends­ten Plät­zen der Alt­stadt.

Zahl­rei­che wei­tere Kunst­werke fin­det man an den Fas­sa­den und Mau­ern der ba­ro­cken Ge­bäude. So in­stal­lierte Frie­dens­reich Hun­dert­was­ser zwi­schen 1980 und 1987 so­ge­nannte „Zun­gen­bärte” aus Ke­ra­mik an der Au­ßen­fas­sade des Ru­per­ti­nums am Max-Rein­hardt-Platz. Das Ge­bäude wurde erst­mals 1350 er­wähnt und wird seit 1983 mu­seal ge­nutzt.

Den Ein­gangs­be­reich der Al­ten Re­si­denz ziert seit Er­öff­nung des Dom­Quar­tiers im Jahr 2014 eben­falls ein zeit­ge­nös­si­scher Ak­zent: Der Ös­ter­rei­cher El­mar Trenk­wal­der brachte hier mehr als 400 Ein­zel­ob­jekte an den Sei­ten­wän­den und dem Ton­nen­ge­wölbe an. Das Ge­samt­werk scheint Him­mel und Erde zu ver­ei­nen – ins­be­son­dere durch die blauen „Sterne“ an der De­cke.

Regen oder Sonnenschein: Salzburgs schönste Wetterstation

Wet­ter­sta­tion (c) pixabay

Man­che Gäste wer­den sich schon ge­wun­dert ha­ben, was es mit dem gold­ver­zier­ten Häus­chen am Al­ten Markt auf sich hat. Es han­delt sich um eine Wet­ter­sta­tion, die im Jahr 1888 vom Salz­bur­ger Stadt­ver­ein er­rich­tet wurde und die noch heute ohne Elek­tri­zi­tät oder Di­gi­ta­li­sie­rung funk­tio­niert. Die im Stil der Neo­re­nais­sance ge­hal­tene Wet­ter­säule zeich­net täg­lich die Tem­pe­ra­tur und den At­mo­sphä­ren­druck auf.

Auf ei­ner wuch­ti­gen, of­fen­bar für die Ewig­keit be­stimm­ten Me­tall­ta­fel auf dem So­ckel prangt die Mit­tei­lung „Hö­hen-Marke über dem Adria­ti­schen Mee­res-Spie­gel 424,250”. Sams­tags kann man un­ter Um­stän­den be­ob­ach­ten, wie hand­breite Pa­pier­bö­gen aus­ge­wech­selt wer­den, da­mit Ba­ro­graf und Hy­gro­me­ter wei­ter ihre Li­nien zie­hen kön­nen.

Fairtours: Lassen Sie sich durch die Stadt führen!

Ge­trei­de­gasse (c) pixabay

Die beste Art, eine Stadt zu er­kun­den, ist, sich auf sie ein­zu­las­sen. Wäh­rend man­che gerne in ei­nem Café sit­zen und die At­mo­sphäre ver­in­ner­li­chen, möch­ten an­dere bei Stadt­füh­run­gen De­tails und Tipps er­hal­ten. Die täg­li­chen „Fair­tours“-Füh­run­gen der Salz­bur­ger Gui­des ge­lei­ten zu den be­kann­tes­ten Se­hens­wür­dig­kei­ten und ge­ben ei­nen ers­ten Über­blick über die Welt­erbe­stadt Salz­burg.

Wer Salz­burg schon ein we­nig kennt und sein Wis­sen noch et­was ver­tie­fen möchte, kann bei den in­di­vi­du­el­len Stadt­wan­de­run­gen viel Neues ler­nen. Diese Spa­zier­wege bie­ten die Mög­lich­keit, auf ei­gene Faust und im ei­ge­nen Tempo durch die Stadt zu fla­nie­ren und da­bei ku­riose und über­ra­schende In­for­ma­tio­nen so­wie Tipps zu den schöns­ten Foto-Spots zu er­hal­ten.

Top-Hotels: Schlafen in ehrwürdigen Gemäuern

Ho­tel Stein in Salz­burg (c) Ho­tel Stein

Viele Ge­bäude der ba­ro­cken Alt­stadt wer­den heute als Ho­tels ge­führt, wo­bei die Band­breite groß ist. Im Ho­tel Gol­de­ner Hirsch wird Fünf-Sterne-Su­pe­rior-Lu­xus ge­bo­ten, wäh­rend in den Gäs­te­häu­sern ei­ni­ger Klös­ter ein­fa­che Schlicht­heit herrscht. Das Ho­tel Stein ist als his­to­ri­sches Bei­spiel der Welt­erbe­stadt Salz­burg be­son­ders re­prä­sen­ta­tiv.

Die erste ur­kund­li­che Er­wäh­nung fand 1399 statt, als es die be­hörd­li­che Ge­neh­mi­gung er­hielt, Fuhr­leute und Rei­sende zu ver­pfle­gen. Zwi­schen 1452 und 1870 wurde hier ei­ge­nes Bier ge­braut, zu­letzt un­ter dem Na­men „Bräu am Stein“. Nach dem Ers­ten Welt­krieg er­warb der Au­tor und Leh­rer Alois Gras­mayr das Ge­bäude und ließ es um auf­sto­cken. Die le­gen­däre Dach­ter­rasse wurde er­öff­net und der Be­trieb in „Ho­tel Stein“ um­ge­tauft.

Das Ge­bäude ist im Kern spät­go­tisch und be­stand ur­sprüng­lich aus zwei Salz­ach­häu­sern, die Mitte des 18. Jahr­hun­derts zu­sam­men­ge­legt und prunk­voll aus­ge­stat­tet wur­den. Nach den letz­ten Re­no­vie­run­gen, die im Fe­bruar 2018 ab­ge­schlos­sen wur­den, sind ei­nige frei­ge­legte Bau­ele­mente zu be­sich­ti­gen – in ers­ter Li­nie eine auf­wen­dige Stuck­de­cke im zwei­ten Ober­ge­schoss.

Salzburg Card: Dem UNESCO-Welterbe auf der Spur

Bahn auf die Fes­tung Ho­hen­salz­burg (c) pixabay

Die Salz­burg Card ist ein Schlüs­sel, der so manch his­to­ri­sche Tür zu öff­nen ver­mag – bei­spiels­weise in der Fes­tung Ho­hen­salz­burg. Ob mit der Fes­tungs­bahn oder zu Fuß: Ein­mal im Burg­areal an­ge­kom­men taucht man in eine be­wegte Ge­schichte ein, die seit dem Jahr 1077 ih­ren Lauf ge­nom­men hat.

Die Fürst­erz­bi­schöfe, die Land und Stadt stark präg­ten, hat­ten ihre Prunk­räume je­doch nicht auf der Fes­tung, son­dern in der Al­ten Re­si­denz, die heute Teil des Dom­Quar­tiers ist. Die­ses 2014 er­öff­nete Zen­trum für Ba­rock hilft, die Be­deu­tung Salz­burgs in ver­gan­ge­nen Jahr­hun­der­ten zu ver­ste­hen.

Gleich daran an­schlie­ßend be­geis­tert die Ar­chi­tek­tur des Doms mit dem welt­be­rühm­ten Tauf­be­cken aus dem 14. Jahr­hun­dert, in dem auch Mo­zart ge­tauft wurde. Eine wei­tere Mög­lich­keit, die Re­si­denz­stadt ken­nen­zu­ler­nen, ist die Fahrt mit dem Schiff „Ama­deus“, das das his­to­ri­sche Stadt­bild ent­lang der Salz­ach aus ei­ner an­de­ren Per­spek­tive zeigt.

Almkanal: Urbane „Almabkehr“ im September

St. Pe­ter, Mönchs­berg (c) pixabay

Der Alm­ka­nal - von den Ein­hei­mi­schen gerne „die Alm“ ge­nannt – ist heute Nah­erho­lungs­ge­biet und Treff­punkt für Ba­de­ni­xen, Stadt­sur­fer und fahr­rad­fah­rende Son­nen­hung­rige. Da­bei sollte man aber nicht ver­ges­sen, dass er auch ein au­ßer­ge­wöhn­li­ches Was­ser­ver­sor­gungs­sys­tem ist, des­sen erste Teil­stü­cke im 8. Jahr­hun­dert an­ge­legt wur­den. Mit­hilfe die­ses Sys­tems konnte die Stadt mit Nutz- und Trink­was­ser ver­sorgt wer­den.

Der span­nen­den Ge­schichte des Stol­len­sys­tems kann man drei Wo­chen im Sep­tem­ber nach­ge­hen, wenn der Stol­len bei der so­ge­nann­ten „Alm­ab­kehr“ tro­cken­ge­legt wird, um not­wen­dige War­tungs­ar­bei­ten durch­zu­füh­ren. Dann wird auch der Weg im Mönchs­berg be­geh­bar, der von der Brunn­haus­gasse di­rekt in den St. Pe­ter Fried­hof führt.

Aus­ge­rüs­tet mit Ta­schen­lampe, Re­gen­ja­cke und Gum­mi­stie­fel, taucht man ein in die „Salz­bur­ger Un­ter­welt”. Der Weg ist 400 Me­ter lang, die Gänge sind ma­xi­mal 2,20 Me­ter hoch und am Bo­den fin­den sich Mar­mor­plat­ten, die bei nä­he­rem Hin­se­hen ur­alte wie­der­ver­wen­dete Grab­steine sind.

Turmblasen: Historischer Brauch – neu aufgelegt

Fes­tung Ho­hen­salz­burg (c) pixabay

Wer sonn­tags durch die In­nen­stadt schlen­dert, kann kurz vor Mit­tag ferne Trom­pe­ten­klänge ver­neh­men. Da­bei han­delt es sich um das Turm­bla­sen auf der Fes­tung Ho­hen­salz­burg – ein Kon­zert, das je­den Sonn­tag um 11:45 Uhr er­klingt.

His­to­risch ge­se­hen, war es an fast al­len wich­ti­gen Hö­fen Eu­ro­pas üb­lich, mit­tels Turm­blä­sern vor Ge­fah­ren zu war­nen oder wich­tige An­lässe zu be­glei­ten. Auch am Hof des Salz­bur­ger Fürst­erz­bi­schofs gab es seit dem Mit­tel­al­ter die­sen Brauch. 1465 wurde auf der Fes­tung ein Trom­pe­ter­turm er­rich­tet. Die Klänge von Trom­pe­ten und Pau­ken gal­ten da­bei bis 1800 als reine Ge­brauchs­mu­sik, wesh­lab es kaum über­lie­ferte Kom­po­si­tio­nen gibt.

In Salz­burg je­doch sind Mu­sik­stü­cke für fest­li­che Auf­mär­sche im Ar­chiv der Ab­tei Nonn­tal er­hal­ten. Sie wur­den vor­wie­gend von Salz­bur­ger Hof­trom­pe­tern ver­fasst und wer­den beim Turm­bla­sen auf­ge­führt. Viele Gäste, die Salz­burg in der Vor­weih­nachts­zeit be­su­chen, ken­nen auch das Turm­bla­sen am Christ­kindl­markt auf dem Dom- und Re­si­denz­platz, das je­den Don­ners­tag und Sams­tag um 18.30 Uhr er­klingt.

www.salzburg.info

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