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Städtereisen in Deutschland: Zehn Geheimtipps abseits der Metropolen

Meers­burg, Schwe­rin und Lemgo statt Mün­chen, Ber­lin und Ham­burg: Wer die­ses Jahr eine Städ­te­reise in Deutsch­land plant, aber die be­lieb­ten Me­tro­po­len scheut, sollte viel­leicht ei­nen die­ser zehn Ge­heim­tipps in Be­tracht zie­hen. weekend.com – der App-Spe­zia­list für Wo­chen­end­trips – stellt klei­nere und we­ni­ger be­kannte Städte vor, die sich nicht hin­ter den Groß­städ­ten ver­ste­cken müs­sen.

Lemgo: Historische Hansestadt in Westfalen

Lemgo (c) Shut­ter­stock /​ Borisb17

Die his­to­ri­sche Han­se­stadt Lemgo hat mehr zu bie­ten als nur ei­nen er­folg­rei­chen Hand­ball­ver­ein. Le­gen­den ran­ken sich um zahl­rei­che his­to­ri­sche Bau­ten wie das He­xen­bür­ger­meis­ter­haus oder das Mu­seum Jun­ker­haus. Eben­falls se­hens­wert sind die Was­ser­mühle Öl­mühle samt Mu­seum und das Was­ser­schloss Brake, des­sen Bau­ge­schichte vom 12. bis ins 19. Jahr­hun­dert reicht. Auch ku­li­na­risch kann Lemgo mit Spe­zia­li­tä­ten be­geis­tern, wie zum Bei­spiel den Lem­goer Stroh­sem­meln oder dem Lip­pi­schen Pi­ckert – ei­nem Ku­chen aus Hefe, Mehl und Kar­tof­feln, der mit Ro­si­nen in der Pfanne ge­ba­cken wird.

Wernigerode: Bunte Stadt am Harz

Wer­ni­ge­rode (c) Shut­ter­stock /​ lu­na­ma­rina

Die his­to­ri­sche Stadt im Harz ist vor al­lem für ihre bun­ten, wun­der­bar re­stau­rier­ten Fach­werk­häu­ser be­kannt und dient auch als Aus­gangs­punkt für Ta­ges­aus­flüge in die um­lie­gende Na­tur. Ne­ben ei­ner Viel­zahl an Kir­chen ste­hen in Wer­ni­ge­rode auch das Kleinste Haus, das Äl­teste Haus und das Schiefe Haus. Wen es in die Na­tur zieht, der nutzt die Har­zer Schmal­spur­bahn vom ört­li­chen Bahn­hof für ei­nen Aus­flug auf den Bro­cken. Süd­öst­lich der Stadt liegt der Wild­park Chris­tia­nen­tal mit zahl­rei­chen hei­mi­schen Tie­ren und Rie­sen-Mam­mut­bäu­men aus dem 18. Jahr­hun­dert.

Passau: Drei Flüsse und südländisches Flair

Pas­sau (c) Shut­ter­stock /​ Rudy Ba­lasko

Pas­sau liegt am Zu­sam­men­fluss von Do­nau, Inn und Ilz. Ita­lie­ni­sche Bau­meis­ter ver­lie­hen dem Stadt­bild ein süd­län­di­sches Flair, wes­halb Pas­sau auch das „Ve­ne­dig Bay­erns” ge­nannt wird. An ei­nem son­ni­gen Tag kön­nen sich die Be­su­cher am Re­si­denz­platz oder in den en­gen Gas­sen der Alt­stadt fast wie in Ita­lien füh­len. Von der Inn-Pro­me­nade ge­langt man zur Ma­ria-Hilf-Kir­che. Be­liebt bei den Be­su­chern ist auch die Veste Ober­haus – eine Fes­tung aus dem 13. Jahr­hun­dert, die zu Fuß oder mit dem Bus er­reich­bar ist.

Meersburg: Museenstadt am Bodensee

Meers­burg (c) Shut­ter­stock /​ Ol­gy­sha

Am Ufer des Bo­den­sees ge­le­gen, ist Meers­burg vor al­lem für seine Mu­seen, die mit­tel­al­ter­li­che Burg und die wun­der­schöne Alt­stadt be­kannt. Kul­tur­in­ter­es­sierte ha­ben die Qual der Wahl zwi­schen his­to­ri­schen Burg­we­gen, ei­nem ehe­ma­li­gen Do­mi­ni­ka­ne­rin­nen-Klos­ter, ver­schie­de­nen Stadt­to­ren und dem Ba­rock­pa­lais „Ro­tes Haus“. Hier fin­den sie auch Aus­stel­lun­gen mo­der­ner und zeit­ge­nös­si­scher Kunst vor. Eben­falls se­hens­wert sind das Zep­pe­lin Mu­seum und das Vi­neum Bo­den­see, das span­nende De­tails über Wein und Wein­ver­kos­tun­gen bie­tet.

Stralsund: Hansestadt und Weltkulturerbe

Stral­sund (c) Shut­ter­stock /​ Sina Ett­mer Pho­to­gra­phy

Seit 2002 ge­hört die his­to­ri­sche Alt­stadt von Stral­sund zum UNESCO-Welt­kul­tur­erbe. Die er­eig­nis­rei­che Ver­gan­gen­heit als Han­se­me­tro­pole er­ken­nen die Be­su­cher noch heute an­hand der zahl­rei­chen im­po­san­ten Back­stein­bau­ten und far­ben­fro­hen Bür­ger­häu­ser. Das Wahr­zei­chen der Stadt ist das alte Rat­haus mit der me­ter­ho­hen Schau­fas­sade und ei­ner be­ein­dru­cken­den Ge­wöl­be­halle. Un­be­dingt be­sich­ti­gen sollte man auch das Se­gel­schul­schiff „Gorch Fock”, das seit 2003 in Stral­sund liegt. Ku­li­na­ri­sches High­light der Stadt ist der Bis­marck­he­ring, der im 19. Jahr­hun­dert erst­mals von ei­nem Stral­sun­der Kauf­mann und Brau­meis­ter ser­viert wurde.

Aachen: Kaiserstadt im Dreiländereck

Aa­chen (c) Shut­ter­stock /​ engel.ac

Als west­lichs­ter Zip­fel Deutsch­lands in un­mit­tel­ba­rer Nähe zu den Nie­der­lan­den und Bel­gien dient Aa­chen als Aus­gangs­punkt für viel­fäl­tige Ak­ti­vi­tä­ten in der Na­tur – wie zum Bei­spiel im Na­tio­nal­park Ho­hes Venn in der Ei­fel. Die Grenz­stadt selbst fas­zi­niert mit ih­rer Ge­schichte als Kai­ser­stadt, den Ther­mal­quel­len und na­tür­lich dem Aa­che­ner Dom, der zum UNESCO-Welt­kul­tur­erbe ge­hört. Be­wun­de­rer al­ter Sa­gen und Rit­ter­ge­schich­ten soll­ten un­be­dingt die Bur­gen der Um­ge­bung be­su­chen – bei­spiels­weise die Burg Mons­chau in der Ei­fel oder die Burg Als­dorf.

Tübingen: Universitätsstadt am Neckar

Tü­bin­gen (c) Shut­ter­stock /​ po­po­ring

Eine Sto­cherk­ahn­fahrt auf dem Ne­ckar ge­hört bei ei­nem Tü­bin­gen-Be­such quasi dazu. Wäh­rend der Holz­kahn durch die Ufer­land­schaft glei­tet, ge­nießt man den Aus­blick auf Tü­bin­gen mit Se­hens­wür­dig­kei­ten wie dem Höl­der­lin­turm, der Burse und dem Tü­bin­ger Stift. Ein Pa­ra­dies für Spa­zier­gän­ger ist der Bo­ta­ni­sche Gar­ten, in dem eine Viel­zahl an hei­mi­schen und exo­ti­schen Pflan­zen ge­deiht. Ein be­lieb­ter Aus­flugs­ort für Ein­hei­mi­sche und Tou­ris­ten ist auch die Ne­ckarin­sel mit der Pla­ta­nen­al­lee und dem Seuf­zer­wäld­chen, die be­quem zu Fuß von der Stadt aus er­reicht wer­den kann.

Lüneburg: Altstadt mit hoher Kneipendichte

Lü­ne­burg (c) Shut­ter­stock /​ Ar­Tono

Mehr als 1.300 denk­mal­ge­schützte Häu­ser fin­den sich in der his­to­ri­schen Alt­stadt von Lü­ne­burg. Vor al­lem um den Platz am Sande ste­hen zahl­rei­che se­hens­werte Back­stein­ge­bäude. Sei­nen Reich­tum in den ver­gan­ge­nen Jahr­hun­der­ten ver­dankte Lü­ne­burg dem Salz­ab­bau und dem Salz­mo­no­pol der Hanse. In­ter­es­sierte fin­den im Deut­schen Salz­mu­seum zahl­rei­che In­for­ma­tio­nen zum „wei­ßen Gold”, das die Ent­wick­lung der Stadt nach­hal­tig prägte. Auch ku­li­na­risch hat Lü­ne­burg ei­nige Be­son­der­hei­ten zu bie­ten. Am Stint­markt wurde frü­her der gleich­na­mige Fisch ge­fan­gen und ge­han­delt, den die Be­su­cher noch heute in den zahl­rei­chen Re­stau­rants kos­ten kön­nen. Eine wei­tere Spe­zia­li­tät ist eine re­gio­nale Va­ri­ante des dä­ni­schen Labs­kaus. Am Stint­markt be­ginnt auch die be­kannte Knei­pen- und Re­stau­rant­meile.

Schwerin: Die Stadt der sieben Seen

Schwe­rin (c) Shut­ter­stock /​ To­damo

Die kleinste deut­sche Lan­des­haupt­stadt lässt sich be­quem zu Fuß er­kun­den. Zu den High­lights ei­nes Stadt­rund­gangs ge­hö­ren ne­ben der Alt­stadt na­tür­lich das Schwe­ri­ner Schloss, der Dom und das Staats­thea­ter im Neo­re­nais­sance-Stil. Er­ho­lung nach ei­nem an­stren­gen­den Tag zu Fuß fin­den die Be­su­cher am Ufer des Schwe­ri­ner Sees, der auf­grund sei­ner Größe auch per Se­gel­boot oder im Rah­men ei­ner Ka­nu­tour er­kun­det wer­den kann. Be­son­ders emp­feh­lens­wert für Ta­ges­aus­flüge ist das Schwe­ri­ner Um­land mit den zahl­rei­chen Seen und Wäl­dern, die sich für Wan­de­run­gen und Rad­tou­ren eig­nen.

Freiburg: Green City mit Bächle und Gässle

Frei­burg (c) Shut­ter­stock /​ Ma­pics

Die Stadt am Rande des Schwarz­wal­des be­geis­tert kleine und große Gäste glei­cher­ma­ßen mit den vie­len klei­nen Was­ser­läu­fen, die durch die Gas­sen der Stadt flie­ßen. Frü­her als Trink- und Lösch­was­ser ge­nutzt, dient das kühle Nass heute vor al­lem als Ab­küh­lung an hei­ßen Som­mer­ta­gen. Ei­nen gu­ten Ruf ge­nießt Frei­burg auch als Um­welt­haupt­stadt, denn schon früh setzte man hier auf Kli­ma­schutz und nach­hal­ti­gen En­er­gie- und Was­ser­ver­brauch. Vor­zei­ge­pro­jekt ist der Stadt­teil Vauban mit sei­ner en­er­gie- und flä­chen­s­pa­ren­den Bau­weise. Gleich­zei­tig fin­den die Be­su­cher aber auch viele his­to­ri­sche Bau­werke, wie das Frei­bur­ger Müns­ter, das Rat­haus oder das his­to­ri­sche Kauf­haus vor.

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