More

    Ohne Raumschiff erreichbar: Mondlandschaften auf der Erde

    Schon in we­ni­gen Jah­ren sol­len die ers­ten tou­ris­ti­schen Flüge zum Mond star­ten. Doch so lange müs­sen Sie nicht war­ten: Ge­mein­sam mit Ho­li­day­Check ha­ben wir acht ir­di­sche Mond­land­schaf­ten ent­deckt, die Sie auch ohne Raum­schiff und as­tro­no­misch hohe Geld­sum­men be­su­chen kön­nen.

    1
    The Pinnacles /​​ Westaustralien

    The Pin­na­cles (c) Ke­vin Khoo /​​ shutterstock.com

    In­mit­ten der Wüs­ten­land­schaft des Nam­bung Na­tio­nal­parks in West­aus­tra­lien ra­gen ur­alte Fel­stürme in die Höhe: „The Pin­na­cles“ sind bis zu drei Me­ter hoch mit bi­zarr ge­zack­ten Spit­zen oder ab­ge­run­de­ten Kup­pen. Er­reich­bar sind die Kalk­stein­säu­len nur mit dem Ge­län­de­wa­gen. Vom Pin­na­cles Loo­kout bie­tet sich ein ein­ma­li­ger Blick auf die un­ter­schied­lich ho­hen Ge­bilde. So au­ßer­ir­disch die Säu­len aber an­mu­ten, so ir­disch ist ihr Ur­sprung: Die „Pin­na­cles“ sind aus Mu­scheln ent­stan­den und stam­men aus ei­ner Zeit, als die Land­schaft des heu­ti­gen Na­tio­nal­parks noch Mee­res­bo­den war. Nur drei Au­to­stun­den nörd­lich von Perth ge­le­gen, sind sie für die Be­su­cher von West­aus­tra­lien zwei­fel­los eine emp­feh­lens­werte Al­ter­na­tive zu ei­nem Mond­flug.

    2
    Tongariro Nationalpark /​​ Neuseeland

    Ton­gariro Na­tio­nal­park (c) pi­xelio

    Auch in Neu­see­land füh­len sich die Be­su­cher im Ton­gariro Na­tio­nal­park mit sei­nen drei ak­ti­ven Vul­ka­nen und kar­gen Ge­birgs­ebe­nen sprich­wört­lich auf den Mond ver­setzt. Wan­de­rer ha­ben meh­rere Mög­lich­kei­ten, den Park zu er­kun­den, und sto­ßen da­bei auf heiße Quel­len, den be­kann­ten „Red Cra­ter“ des Ton­gariro und den tür­kis leuch­ten­den Eme­rald Lake. Auch die Gip­fel der Vul­kane kön­nen er­klom­men wer­den, wo­bei sich auf dem etwa 2.800 Me­ter ho­hen Ru­a­pehu so­gar ein Glet­scher be­fin­det. Der höchste der drei Vul­kane diente üb­ri­gens auch als Film­ku­lisse für das düs­tere Mordor in der Tri­lo­gie „Herr der Ringe“. Wer den Na­tio­nal­park be­sucht, sollte wis­sen, dass er sich auf hei­li­gem Bo­den der Maori be­fin­det, die das Ge­biet einst dem neu­see­län­di­schen Volk schenk­ten.

    3
    Timanfaya Nationalpark /​​ Lanzarote

    Ti­man­faya Na­tio­nal­park (c) aal­tair /​​ shutterstock.com

    Deut­lich schnel­ler als den Mond er­rei­chen eu­ro­päi­sche Rei­sende den be­ein­dru­cken­den Ti­man­faya Na­tio­nal­park auf Lan­za­rote. Die in Eu­ropa ein­zig­ar­tige La­va­land­schaft hat sich seit den Vul­kan­aus­brü­chen von 1730 bis 1736 kaum ver­än­dert. An ei­ni­gen Stel­len kön­nen die Be­su­cher so­gar heiße Lava aus nächs­ter Nähe be­trach­ten und die aus der Erde auf­stei­gende Hitze be­ob­ach­ten. Auf ei­ner Flä­che von fast 200 Qua­drat­ki­lo­me­tern zieht sich das La­va­ge­biet hin und ist heute die be­deu­tendste At­trak­tion der In­sel. Emp­feh­lens­wert ist ein Be­such im Re­stau­rant „El Dia­bolo“, das sei­nen Grill mit Erd­wärme be­heizt. Denn be­reits we­nige Zen­ti­me­ter un­ter der Erde herr­schen Tem­pe­ra­tu­ren von mehr als 200 Grad.

    4
    Bucht von Sarakiniko /​​ Griechenland

    Sa­ra­ki­niko /​​ Mi­los (c) pixabay

    Dem Mond ganz nahe sind die Be­su­cher der Bucht von Sa­ra­ki­niko an der Nord­küste der grie­chi­schen In­sel Mi­los. Kalk­weiße, vom Meer ab­ge­run­dete Fel­sen er­stre­cken sich hier di­rekt ins tür­kis­grüne Was­ser, stei­nerne Brü­cken füh­ren über to­sende Wel­len und karge, strah­lend weiße Fel­sen ra­gen in den Him­mel. Je nach Ta­ges­zeit wer­den die Steine von der Sonne in ver­schie­dene Farb­töne von Rosa bis Rot ge­taucht und ver­wan­deln die Bucht in ei­nen ma­gi­schen Ort. Wer möchte bei so ei­nem An­blick noch die Ba­de­hose ge­gen den Raum­an­zug tau­schen?

    5
    Valle de la Luna /​​ Bolivien

    Valle de la Luna /​​ Bo­li­vien (c) Hugo Bri­z­ard /​​ You­GoPhoto /​​ shutterstock.com

    Pas­sen­der könnte der Name nicht sein: Das bo­li­via­ni­sche Valle de la Luna – zu Deutsch „Mond­tal“ – be­geis­tert mit Sand­stein­tür­men, die zu Tau­sen­den in den Him­mel ra­gen und un­se­rer Vor­stel­lung ei­ner Mond­land­schaft ziem­lich nahe kom­men. Auf ei­nem Rund­weg kön­nen die Be­su­cher die bi­zar­ren Fels­for­ma­tio­nen be­wun­dern, die sich im Laufe von Mil­lio­nen von Jah­ren durch Ero­sion, star­ken Re­gen und hohe Tem­pe­ra­tur­un­ter­schiede ge­bil­det ha­ben. Ge­rade ein­mal zehn Ki­lo­me­ter süd­lich der Me­tro­pole La Paz ge­le­gen, er­rei­chen Mond­süch­tige das Tal so­gar be­quem mit dem Taxi.

    6
    Death Valley Nationalpark /​​ USA

    De­ath Val­ley (c) Sami Tiai­nen /​​ shutterstock.com

    Mit Höchst­tem­pe­ra­tu­ren von bis zu 60 Grad er­scheint das De­ath Val­ley nicht von die­ser Welt. Das „Tal des To­des“ ist nicht nur der tro­ckenste Na­tio­nal­park der USA – hier be­fin­det sich auch der tiefste Punkt der west­li­chen He­mi­sphäre: Bad­wa­ter liegt 85,5 Me­ter un­ter dem Mee­res­spie­gel und ist von ei­ner Salz­kruste um­ge­ben. Der Bo­den be­steht aus gro­ßen sechs­ecki­gen Struk­tu­ren, die sich durch aus­deh­nende Salz­kris­talle bil­den. Nicht we­ni­ger fas­zi­nie­rend ist der Aus­blick auf die „Mond­land­schaf­ten” des Ta­les vom Zab­ris­kie Point. Wäh­rend der Lu­xus an Bord ei­nes Raum­schiffs für zu­künf­tige Mond­rei­sende noch über­schau­bar ist, ha­ben die Be­su­cher im De­ath Val­ley so­gar die Mög­lich­keit, in ei­nem Lu­xus­ho­tel aus den 1920er-Jah­­ren mit Blick auf die spek­ta­ku­läre Na­tur des Na­tio­nal­parks zu näch­ti­gen.

    7
    Paisaje Lunar /​​ Teneriffa

    Paisaje Lu­nar /​​ Te­ne­riffa (c) pixabay

    Auch auf Te­ne­riffa gibt es „Mond­land­schaf­ten“: Im heu­ti­gen Teide Na­tio­nal­park ha­ben mas­sive Vul­kan­aus­brü­che eine be­ein­dru­ckende, mond­ähn­li­che Land­schaft mit bi­zar­ren Fels­for­ma­tio­nen ge­schaf­fen, die schon häu­fig die Ku­lisse für Sci­ence-Fic­­tion-Filme bil­dete – bei­spiels­weise für den Klas­si­ker „Kampf der Ti­ta­nen“. Be­liebt ist der Na­tio­nal­park, der seit 2007 zum Welt­na­tur­erbe der UNESCO ge­hört, vor al­lem bei Wan­de­rern. Sie be­we­gen sich hier am Fuße des Teide auf Land, das einst glü­hende Lava war. Der Teide selbst ist üb­ri­gens mit 3.718 Me­tern die höchste Er­he­bung Spa­ni­ens – und vom Mee­res­bo­den ge­rech­net mit 7.500 Me­tern der dritt­höchste In­sel­vul­kan der Erde.

    8
    Valle de la Luna /​​ Chile

    Valle de la Luna /​​ Chile (c) pixabay

    Nicht nur Bo­li­vien hat ein „Mond­tal“ – auch in der Ata­­­cama-Wüste im Nor­den von Chile fin­det sich eine Land­schaft, die den Na­men „Valle de la Luna“ trägt. Der per­fekte Aus­gangs­punkt, um die tro­ckenste Wüste der Welt zu er­kun­den, ist das kleine Ört­chen San Pe­dro de Ata­cama – rund 300 Ki­lo­me­ter von der Ha­fen­stadt An­to­fagasta ent­fernt. Von hier braucht man mit dem Ge­län­de­wa­gen nur eine gute halbe Stunde bis zum Valle de la Luna.

    Vor al­lem am spä­ten Nach­mit­tag, wenn das Tal von der un­ter­ge­hen­den Sonne in ein gold­ro­tes Licht ge­taucht wird, fas­zi­niert diese Land­schaft mit ei­ner bi­zar­ren Schön­heit, die ei­ner an­de­ren Welt ent­sprun­gen zu sein scheint. Dass die NASA hier mehr­mals für ihre Mond­lan­dun­gen trai­niert hat, ist kein Wun­der. Die Ata­­­cama-Wüste hat aber na­tür­lich noch viel mehr zu bie­ten als diese „Mond­land­schaf­ten” – von Salz­seen über Vul­kane und Gey­sire auf 4.300 Me­tern See­höhe bis zu den äl­tes­ten Mu­mien, die je­mals auf die­ser Erde ge­fun­den wur­den. 20.000 Jahre sind sie alt.

    LETZTE ARTIKEL

    Zehn Luxushotels, in denen Prominente ihre Hochzeit feierten

    Zehn lu­xu­riöse Ho­tels zwi­schen St. Mo­ritz und Ha­waii, in de­nen Stars wie Me­gan Fox, Kate Be­ck­in­sale, Ca­the­rine Zeta-Jo­nes, Ro­bert Red­ford oder Jus­tin Tim­ber­lake ge­hei­ra­tet ha­ben.

    Design & Wein: Sechs besondere Winzerhotels in Europa

    Im­mer mehr Spit­zen­win­zer er­wei­tern ihre Wein­gü­ter um ex­tra­va­gante Ho­tels und er­mög­li­chen ein ganz an­de­res Woh­nen beim Wein. Wir ha­ben sechs Tipps in Ös­ter­reich, Kroa­tien und Por­tu­gal.

    Dublins bester Ausblick: Neu gestaltete Bar im Guinness Storehouse

    Die Gra­vity Bar auf dem Dach des be­rühm­ten Guin­ness Storeh­ouse in Dub­lin wurde nach ei­ner In­ves­ti­tion von 20 Mil­lio­nen Euro mit dop­pelt so gro­ßer Flä­che wie­der er­öff­net.

    Die Seele der Malediven: COMO Cocoa Island ist wieder geöffnet

    Nach ei­ner um­fas­sen­den Re­no­vie­rung emp­fängt das COMO Cocoa Is­land im Süd-Malé-Atoll der Ma­le­di­ven nun wie­der Gäste in sei­nen le­dig­lich 34 Over­wa­ter-Vil­len.

    Winter 20/​​21: Condor fliegt erstmals ab Düsseldorf nach Cancun

    Con­dor bie­tet im Win­ter­flug­plan 2020/​21 nicht nur Lang­stre­cken­flüge ab Frank­furt und Mün­chen, son­dern auch ab Düs­sel­dorf: Ab No­vem­ber geht es zwei­mal pro Wo­che nach Can­cun.

    Für unvergessliche Momente: „The Hilltop“ im Six Senses Yao Noi

    Es gibt nur sehr we­nige Plätze in Süd­ost­asien, an de­nen sich ein Cock­tail so be­ein­dru­ckend ge­nie­ßen lässt wie im neu ge­stal­te­ten „The Hill­top“ im Six Sen­ses Yao Noi in Thai­land.

    Superdeals von Singapore Airlines: Stopover schon ab 1 Euro

    Mit den neuen Su­per­de­als von Sin­g­a­pore Air­lines geht es der­zeit von Frank­furt be­reits ab 619 Euro nach Sin­ga­pur und zu­rück. Ein Sto­po­ver ist schon ab 1 Euro für zwei Nächte buch­bar.

    „The Witcher“: Das sind die Top-Drehorte der neuen Netflix-Serie

    „The Wit­cher“ zählt zu den bis­her er­folg­reichs­ten Se­rien-Neu­hei­ten auf Net­flix. Tra­vel­cir­cus hat aus al­len Dreh­or­ten in Eu­ropa die elf be­ein­dru­ckends­ten Film­sets her­aus­ge­sucht.

    SCHON GELESEN?

    Ganz große Nummern: Zwölf Zahlen zu zwölf besonderen Orten

    Zah­len be­stim­men un­ser Le­ben und len­ken un­se­ren Ta­ges­ab­lauf. Manch­mal sind sie falsch, manch­mal rich­tig. Die fol­gen­den Zah­len sind echt, rea­lis­tisch, un­er­war­tet, span­nend – und ma­chen neu­gie­rig auf zwölf Orte die­ser Welt.

    Secret Escapes: Exquisite Wellness einmal ganz woanders

    Es muss nicht im­mer Ös­ter­reich oder Deutsch­land sein. Auch Un­garn, Slo­we­nien, Po­len und Tsche­chien bie­ten mitt­ler­weile erst­klas­sige Well­ness-Ho­tels. Se­cret Es­capes stellt ein paar Ge­heim­tipps vor.

    14 neue Mitglieder bei den „Leading Hotels of the World“

    Die „Lea­ding Ho­tels of the World“ ha­ben im drit­ten Quar­tal die­ses Jah­res 14 neue Mit­glie­der auf­ge­nom­men – von Süd- und Mit­tel­ame­rika über Mal­lorca bis Bali. Acht be­son­ders in­ter­es­sante Häu­ser stel­len wir hier kurz vor.

    Shopping-Tipps: Die zehn besten Städte für Fashion-Victims in Europa

    Die Fe­ri­en­haus-Such­ma­schine Ho­lidu hat die zehn bes­ten Städte für Fa­shion-Vic­tims in Eu­ropa er­mit­telt und gibt dazu Shop­ping-Tipps mit auf den Weg zu be­son­de­ren Lä­den und Bou­ti­quen.

    Karibik in Europa: Die zehn schönsten Strände Sardiniens

    Wer von der Ka­ri­bik, den Sey­chel­len oder gar der Süd­see träumt, aber lange Flug­rei­sen scheut, ist hier ge­nau rich­tig: weg.de kennt die zehn schöns­ten Strände der ita­lie­ni­schen Mit­tel­meer-In­sel Sar­di­nien.

    Unterwasserwelt: Die fünf besten Erlebnisse ohne Tauchschein

    Auch ohne Tauch­schein sind un­ver­gess­li­che Be­geg­nun­gen mit span­nen­den Mee­res­be­woh­nern mög­lich: Die Ur­laub­s­pi­ra­ten stel­len die fünf span­nends­ten Schnor­chel­spots welt­weit vor.

    Elf neue Leading Hotels of the World – von Ibiza bis Japan

    The Lea­ding Ho­tels of the World sind mit elf neuen Mit­glie­dern in die Som­mer­sai­son ge­star­tet. Ne­ben sechs Strand­ho­tels heißt die Lu­xus­ho­tel­kol­lek­tion auch neue Häu­ser in Süd­afrika und Ja­pan will­kom­men.

    Silvester in Europa: Die schönsten Aussichten auf das Feuerwerk

    Wo fei­ern Sie Sil­ves­ter? Tra­vel­cir­cus hat seine Rei­se­ex­per­ten quer durch Eu­ropa ge­schickt, um die bes­ten Aus­sichts­punkte für das Sil­ves­ter-Feu­er­werk aus­fin­dig zu ma­chen.