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    Beachbars, Tapas und Szeneviertel: Insider-Tipps für Mallorca

    Auch 2019 ist es noch mög­lich, in Mal­lorca al­lein am Strand zu spa­zie­ren oder ei­nen „Cor­t­ado” mit Ein­hei­mi­schen in ei­nem Ort zu trin­ken, in dem die Zeit still zu ste­hen scheint. weg.de ver­rät In­­­si­­der-Tipps, mit de­nen sich die In­sel von ih­rer über­ra­schen­den Sei­ten er­le­ben lässt – von coo­len Beach­bars über die bes­ten Ta­pas bis zur klei­nen Wan­de­rung.

    Mal­lorca (c) pixabay
    Die richtige Reisezeit

    Wer kann, sollte für Mal­lorca die per­fekte Rei­se­zeit wäh­len – näm­lich die Zwi­schen­sai­son. Von Ende April bis Pfings­ten und in der zwei­ten Sep­tem­ber­hälfte ist es warm und das Meer­was­ser hat an­ge­nehme Tem­pe­ra­tu­ren. Es ist per­fek­tes Som­mer­wet­ter, aber es ist noch nicht oder nicht mehr Haupt­sai­son. Rei­sende fin­den in den meis­ten Re­stau­rants ei­nen Platz und ge­nie­ßen Strände und Aus­flüge, ohne dass es zu voll ist. Dar­über hin­aus sind die Un­­­ter­kunfts- und Flug­preise in die­sem Zeit­raum güns­ti­ger.

    Verschlafene Orte am Meer

    Viele er­fah­rene Mal­lorca-Ur­lau­ber schwö­ren auf eine Un­ter­kunft im In­ne­ren der In­sel, wo schöne Städt­chen und viel Ruhe war­ten ‒ bei­spiels­weise auf ei­ner Finca. Wer lie­ber am Meer blei­ben möchte, sollte es mit dem Nor­den ver­su­chen: Son Serra de Ma­rina, S´Estanyol, Coló­nia de Sant Pere und Mont­fer­rutx sind ru­hige Orte di­rekt an der Bucht von Al­cú­dia, die von Na­tur­schutz­ge­bie­ten um­ge­ben sind und von der In­sel­re­gie­rung vor gro­ßen tou­ris­ti­schen Pro­jek­ten ge­schützt wer­den. Auch am ki­lo­me­ter­lan­gen Strand von Son Serra und Sa Ca­nova sind ein­same Strand­spa­zier­gänge in rauer Na­tur noch mög­lich.

    Ta­pas (c) pixabay
    Die besten Tapas

    Es gibt viele köst­li­che Ta­pas-Bars auf Mal­lorca ‒ ein de­fi­ni­tiv güns­ti­ger, schnel­ler und her­aus­ra­gen­der Tipp ist „Taste Ta­pas“. Die Re­stau­rants der Kette sind in­zwi­schen über die ganze In­sel ver­teilt. Im „Tast Unió“ – gleich in der Nähe des be­rühm­ten Pa­seo del Born in Palma – ge­nie­ßen die Be­su­cher bei­spiels­weise An­gus Len­den­fi­let mit Ro­que­­fort-Häp­p­chen um 3,85 Euro, Mini-Ham­bur­ger um 3,25 Euro und ge­füllte Mies­mu­scheln um 2,50 Euro. An den Ti­schen sit­zen da­bei fast nur Ein­hei­mi­sche. Ein ga­ran­tiert un­ver­gess­li­ches Ta­pas-Er­­le­b­­nis.

    Schlemmen und sparen

    In ganz Spa­nien – und so­mit auch auf Mal­lorca – bie­ten die Re­stau­rants zu Mit­tag fast im­mer ein drei­gän­gi­ges „Menú del día” zu ei­nem güns­ti­gen Preis. Oft sind es Lo­kale, die auch von Ein­hei­mi­schen fre­quen­tiert wer­den. Pasta als Vor­speise, fri­scher Fisch vom Grill als Haupt­ge­richt und ein Des­sert für we­ni­ger als 12 Euro sind keine Sel­ten­heit ‒ etwa im „Re­stau­rante del Nau­tico“ in Co­lo­nia de Sant Pere. Mit vor­he­ri­ger Re­ser­vie­rung lässt es im „Lila Por­tals“ in Por­tals Nous auch fürst­lich für nur 24 Euro spei­sen.

    (c) pixabay
    Die besten Strandbars

    Die meis­ten Strände auf Mal­lorca bie­ten ei­nen klei­nen Strand­ki­osk (Chi­rin­guito) oder ein Re­stau­rant. Es gibt aber auch Beach­bars, für die man­che ex­tra nach Mal­lorca rei­sen. Nur 15 Au­to­mi­nu­ten von Palma ent­fernt, be­fin­det sich zum Bei­spiel der „Roxy Be­ach Club“ in Por­tals Nous: Auf ei­ner Ter­rasse über dem Meer mit Blick auf die Bucht und eine kleine, ein­same In­sel, ge­nie­ßen die Gäste ent­span­nende Loun­ge­mu­sik und Rosé-Wein, aber auch gu­ten Kaf­fee und Früh­stück.

    Im Nord­os­ten sollte man sich die Kü­che in der „Be­ach Bar Sol“ in Son Serra de Ma­rina nicht ent­ge­hen las­sen ‒ die Fisch­suppe und die Curry Pasta sind köst­lich. Eben­falls in Son Serra de Ma­rina ist das noch re­la­tiv neue „Moomba Be­ach Café“ zu fin­den: Bei Re­g­gae-Mu­­sik über­bli­cken die Gäste die Bucht von Al­cú­dia. Am ki­lo­me­ter­lan­gen Sand­strand Es Trenc im Sü­den Mal­lor­cas ist ein küh­les Bier in der „Bar Es­pe­r­anza“ in Ses Co­ve­tes zu emp­feh­len.

    (c) uns­plash
    Szeneviertel

    Ja, auch auf Mal­lorca gibt es Sze­ne­vier­tel. Aber dort­hin ver­irrt sich ga­ran­tiert kein Kreu­z­­fahrt-Pas­­sa­gier und trotz der Nähe zu El Are­nal sind auch die Jung­ge­sel­len­ab­schiede am Bal­ler­mann weit weg. Por­ti­xol heißt ein Stadt­teil, der im­mer be­lieb­ter wird. Hier gibt es coole Bars und Ca­fés – meist mit kos­ten­lo­sem WLAN und Blick auf die Strand­pro­me­nade, auf der die jün­ge­ren Ein­woh­ner von Palma lau­fen, ra­deln und fla­nie­ren. Abends wird dann zu Live-Bands ge­fei­ert. Auf die mo­der­ni­sier­ten, pit­to­res­ken Fi­scher­häus­chen, die hier zu fin­den sind, hat mitt­ler­weile ein wah­rer Run ein­ge­setzt: Die Im­mo­bi­li­en­preise von Por­ti­xol sind in den ver­gan­ge­nen Jah­ren dras­tisch ge­stie­gen.

    Wellenreiten auf Mallorca

    Wel­len­rei­ten auf Mal­lorca er­scheint den meis­ten un­mög­lich. Zu ru­hig ist die See an vie­len Buch­ten. Doch ein surf­ba­rer Wel­len­gang fin­det sich öf­ter als man denkt. Vor al­lem an den Küs­ten im Nord­os­ten herrscht im­mer wie­der Dü­nung. Ein Surf­brett aus­zu­lei­hen, ist zwar schwie­rig, denn die meis­ten Ge­schäfte und Ver­leih­sta­tio­nen sind auf Wind­sur­fen und SUP aus­ge­rich­tet. Ver­ein­zelt sind aber An­bie­ter zu fin­den – bei­spiels­weise in Son Serra de Ma­rina. Wenn es Wel­len gibt, dann meist hier. Ur­lau­ber, die Sur­fen ler­nen wol­len, soll­ten sich an Berni Gi­nard von der Laola Surf­school wen­den. Er braust täg­lich mit ei­nem Bus vol­ler Surf­bret­ter über die In­sel auf der Su­che nach der per­fek­ten Welle, gibt Kurse und ver­leiht Bret­ter.

    Vall­de­mossa (c) pixabay
    Hier ist die Zeit stehen geblieben

    So man­cher Ur­lau­ber möchte ein­fach das All­tags­trei­ben der Ein­hei­mi­schen be­ob­ach­ten und ge­nie­ßen. Das ist zwar auf Mal­lorca manch­mal nicht ganz so ein­fach. Wer sich mit dem Leih­wa­gen ein we­nig von den Haupt­rou­ten ent­fernt, wird aber fün­dig: In klei­nen, ver­schla­fe­nen Städt­chen, in de­nen die Zeit ste­hen ge­blie­ben scheint, sit­zen äl­tere Her­ren bei Cor­t­ado und Zi­ga­rette zu­sam­men im Café, der Esel steht ver­las­sen im tro­cke­nen Fluss­bett und die Katze huscht über den Kirch­platz. Diese Sze­nen kann man bei­spiels­weise in Es­por­les zwi­schen Palma und Vall­de­mossa oder auch in Por­re­res, Si­neu, Pu­ig­pun­y­ent, Cam­pa­net und Selva er­le­ben.

    Kleine Wanderungen

    Für die meis­ten Ur­lau­ber be­deu­tet Mal­lorca vor al­lem Strand­ur­laub. Nur eine Min­der­heit sucht hier an­stren­gende Trek­king­tou­ren oder aus­gie­bige Fahr­ten mit dem Renn­rad. Wer vor al­lem ent­span­nen, aber auch mal ei­nen klei­nen Berg er­klim­men möchte, sollte den Klos­ter­berg von Pol­lença im Nor­den Mal­lor­cas aus­pro­bie­ren. 250 Hö­hen­me­ter sind auf den fünf Ki­lo­me­tern zu über­win­den, die vor­mit­tags über­wie­gend im Schat­ten lie­gen. Vom Klos­ter aus ge­nie­ßen die Wan­de­rer ei­nen Fern­blick bis zum Cap Formen­tor und über die ganze Bucht von Al­cú­dia. Da­nach kann man das schöne Ört­chen Pol­lença er­kun­den und dort zu mit­tag ein „Menú del día” ge­nie­ßen. Ein wun­der­schö­ner Aus­flug, der es er­laubt, nach­mit­tags trotz­dem noch ein­mal ins Meer zu sprin­gen.

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