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    21. Juli 2019

    48 Stunden in Frankfurt: Die Hotspots der Main-Metropole

    Zuge­geben: „Frank­furt im Sommer“ klingt nicht beson­ders ver­lo­ckend. Doch die Main-Metro­­pole hat mehr zu bieten als viele glauben wollen. Gerade im Sommer. Wir haben einen Kenner gefunden, der uns die alten und die neuen Sommer-Hot­­s­pots der Stadt ver­raten hat – für per­fekte 48 Stunden in Frank­furt.

    Begleitet von einem Ein­hei­mi­schen lässt sich eine Stadt immer am besten erkunden. Da trifft es sich gut, dass der neue General Manager des Sofitel Frank­furt Opera ein gebür­tiger Frank­furter ist: Flo­rian Schütz hat im ver­gan­genen Jahr Man­hattan hinter sich gelassen und ist in seine Hei­mat­stadt „Main­hattan“ zurück­ge­kehrt. Hier lesen Sie die besten Tipps des 39-Jäh­­rigen:

    Die Main-Metropole kennen lernen

    Flo­rian Schütz (c) Sofitel Frank­furt Opera /​​ Peter Kraus­grill
    Am Morgen: Ankommen an der Alten Oper

    Per U-Bahn oder Taxi sind der Opern­platz und damit auch das Sofitel Frank­furt Opera am besten zu errei­chen. Die Alte Oper im Stil der Neo­re­nais­sance bildet einen ver­schnör­kelten Kon­trast zur schnör­kel­losen Sky­line – ein typi­sches Zusam­men­spiel von Alt und Neu, wel­ches das Stadt­bild prägt.

    Zum „Opern­platz­fest“ mit seinen Musik­bühnen und kuli­na­ri­schen Ständen wird der zen­trale Platz Ende Juni zum Hot­spot für viele Frank­furter – das Opern­haus immer im Hin­ter­grund. Mit Blick auf dieses Wahr­zei­chen startet seinen Citytrip man am besten bei einem Café au Lait auf der Ter­rasse des Restau­rant „Schö­ne­mann” und beob­achtet dabei die Fla­neure.

    Rhein­gauer Wein­markt (c) visit­frank­furt /​​ Holger Ull­mann
    Erste Schritte: Erkundungstour durch die Fressgass

    Zeit für einen ersten Fran­k­­furt-Spa­zier­gang: Vom Opern­platz biegt man links in die Große Bocken­heimer Straße ein, die im Volks­mund „Fress­gass“ genannt wird. Der Name ist Pro­gramm: Hier reihen sich zahl­reiche Deli­ka­tes­sen­läden an Cafés und Restau­rants. Luxu­riöse Läden geben einen Vor­ge­schmack auf die par­allel gele­gene Goe­the­straße – benannt nach dem berühm­testen Sohn der Stadt.

    Flo­rian Schütz besucht hier gern die Patis­serie „L’Art Sucré” von Flo­rian und Sandra Köller. Das Paar holt mit seinen je nach Jah­res­zeit wech­selnden Kol­lek­tionen aus Maca­rons, Petit Fours, Scho­ko­laden und Tört­chen ein Stück Frank­reich nach Frank­furt – ebenso wie das Sofitel. Der Sommer-Favorit von Flo­rian Schütz ist dabeu das Tört­chen „Anda­lousie“ aus sizi­lia­ni­schen Zitronen, Milch­scho­ko­la­den­mousse, Zitro­nen­crunch aus Valen­cia­man­deln und einer dunklen Scho­ko­haube.

    Ein beliebtes Fest und After-Work-Hot­­spot ist der jähr­liche „Rhein­gauer Wein­markt”. Von 28. August bis 6. Sep­tember 2019 können die Besu­cher mehr als 600 ver­schie­dene Weine und Sekte aus dem angren­zenden Wein­bau­ge­biet ver­kosten, dessen äußerster Zipfel – der Lohr­berg – übri­gens noch auf Frank­furter Stadt­ge­biet liegt.

    Klein­markt­halle (c) visit­frank­furt /​​ Holger Ull­mann
    Zur Mittagszeit: Zwischenstopp mit kulinarischer Weltreise

    Von der Fress­gass geht es auf dem Spa­zier­gang weiter gera­deaus. So gelangt man zur Haupt­wache – einem der beleb­testen Plätze Frank­furts mitten im Shop­­ping-Viertel zwi­schen Ross­markt und Zeil. Den zahl­rei­chen Geschäften stattet man jedoch am besten erst später einen Besuch ab, denn unweit der Haupt­wache liegt die Klein­markt­halle. Bei Frank­fur­tern und Besu­chern glei­cher­maßen beliebt, bietet die his­to­ri­sche Markt­halle viele Spe­zia­li­täten aus aller Welt.

    Am Wochen­ende kauft Flo­rian Schütz hier Fri­sches fürs Sonn­tags­essen ein. Für einen leichten Lunch unter der Woche mag er das „Alasti’s Valen­tino”, das Anti­pasti, Käse und ita­lie­ni­schen Schinken ser­viert. Wenn es exklu­siver sein darf, geht es hoch auf die Galerie zur „Mare Blu Austernbar”. Außerdem findet man in der Klein­markt­halle die für Frank­furt typi­schen Spe­zia­li­täten Grüne Soße aus sieben Kräu­tern – der Legende nach Goe­thes Leib­ge­richt – und Rinds­wurst.

    Neue Alt­stadt (c) visit­frank­furt /​​ Holger Ull­mann
    Am Nachmittag: Besuch der „neuen Altstadt“

    Von der Klein­markt­halle sind es nicht einmal fünf Minuten zu Fuß zu Frank­furts neuer Alt­stadt. Die Mischung aus Alt und Neu pola­ri­siert ästhe­tisch, sorgt aber auf jeden Fall für Gesprächs­stoff und Insta­gram-wür­­dige Motive. Kleine, feine Geschäfte und Restau­rants laden hier zum Stö­bern und Ent­spannen ein.

    „Mein liebster Laden hier ist das Café Herz von den Zeleke-Brü­­dern, weil es gleich­zeitig eine Bar ist. Hier gibt es tags­über Kuchen und abends leckere Drinks“, schwärmt Flo­rian Schütz. In den vielen Gassen des Quar­tiers sind außerdem einige Desi­gner mit ihren Ate­liers ver­treten. Lokale Künstler stellen in den Gale­rien aus.

    Gleich um die Ecke liegen der Römer, wie das his­to­ri­sche Rat­haus genannt wird, und der Frank­furter Dom. Vom 66 Meter hohen Turm des Kai­serdom St. Bar­tho­lo­mäus blickt man auf Alt­stadt, Main und Sky­line. Der Geheim­tipp von Flo­rian Schütz für eine tolle Aus­sicht ist die Pan­orama-Etage im 49. Stock des von Norman Foster ent­wor­fenen Com­merz­bank Towers – nur wenige wissen, dass man das höchste Gebäude Deutsch­lands über­haupt besich­tigen kann.

    Frank­furt (c) visit­frank­furt /​​ Holger Ull­mann
    Abends: Tradition und Moderne ganz nah beieinander

    Von der Innen­stadt geht es weiter zum Main und über den Eisernen Steg. Die Brücke ist ein wei­teres Wahr­zei­chen der Stadt und ver­bindet den Römer­berg mit Sach­sen­hausen im Süden. Zum Aus­klang des Tages gibt es in Frank­furt meh­rere Optionen: Tra­di­tio­nelle Apfel­wein­kneipen finden sich in Sach­sen­hausen in großer Fülle. Ein Fei­er­abend­bier am Main­ufer ent­schleu­nigt nach dem Sigh­t­­se­eing-Tag.

    Wer nach einem hippen Platz zum Abend­essen sucht, ist im „Bar Shuka” im Bahn­hofs­viertel gut auf­ge­hoben. Der israe­li­sche Spit­zen­koch und Gas­tronom Yossi „Papi” Elad hat eigens für das Frank­furter Restau­rant ver­schie­dene Klas­siker der nah­öst­li­chen Küche neu inter­pre­tiert – und greift dafür auch auf lokal­ty­pi­sche Zutaten zurück. Flo­rian Schütz liebt das ofen­fri­sche Pitabrot mit ver­schie­denen Dips.

    Kultur, Kulinarik und coole Shopping-Spots

    Restau­rant „Schö­ne­mann” (c) Sofitel Frank­furt Opera /​​ Francis Amiand
    Vormittag: Shopping abseits der Zeil

    Am besten startet man beim Früh­stück auf dem Opern­platz in den nächsten Tag. Auch der General Manager schätzt die große Aus­wahl des Früh­stück­buf­fets im Restau­rant „Schö­ne­mann”. Sein Favorit: natür­lich die fluffigen fran­zö­si­schen Crois­sants.

    Zum Shoppen emp­fiehlt Flo­rian Schütz die Ste­phan­straße. Hier begrüßt „The Lis­tener” die Sho­pa­ho­lics mit Marken wie „3.1 Phillip Lim”, „Alex­ander Wang”, „Comme des Gar­çons” oder „Helmut Lang”. Die Zeil liegt hier eben­falls in unmit­tel­barer Nähe und lockt als einer der umsatz­stärksten Ein­kaufs­straßen Deutsch­lands mit Kauf­häu­sern, nam­haften Mode­ketten und Fach­ge­schäften.

    Apfel­wein (c) visit­frank­furt /​​ Holger Ull­mann
    Mittags: Kunst-Pause mit Lunchführung

    Frank­furt ist auch Muse­ums­stadt. Nicht weit vom Sofitel ent­fernt, ist im Taunus-Turm eine Zweig­stelle des Museums für Moderne Kunst unter­ge­bracht – das „MMK 2”. Hier laden wech­selnde Aus­stel­lungen zum Schauen ein – regel­mäßig sogar in der Mit­tags­pause. An Werk­tagen bietet das Museum spe­zi­elle halb­stün­dige Lunch-Füh­­rungen – für alle, die sich nach dem Essen noch mal inspi­rieren lassen möchten, statt direkt an den Schreib­tisch zurück­zu­kehren.

    Ein kuli­na­ri­scher Tipp von Flo­rian Schütz: Um die Ecke des Sofitel Frank­furt Opera lädt der „Schil­ler­markt” jeden Freitag zum Schlemmen und Stö­bern ein. An allen Tagen der Woche macht Schütz gern eine kuli­na­ri­sche Stipp­vi­site in der Käse­stube „Gutes aus Milch”, die eben­falls auf der Schil­ler­straße liegt.

    Hier kre­denzt der Ex-Banker und diplo­mierte Käse­som­me­lier Vartan Kevor­kyan mehr als 200 hand­werk­lich her­ge­stellte Käse­sorten, Sekt, Wein und frisch „gezapfte“ Milch aus dem hes­si­schen Oden­wald. Am Abend treffen sich Käse-Lie­b­haber bei Vartan zu seinen The­men­abenden. Dann gibt es pas­sende Käse-Menüs unter Über­schriften wie „Will­kommen bei den Sch’tis“ oder „Über den Dächern von Nizza“ – gesellig und köst­lich.

    Muse­ums­ufer­fest (c) visit­frank­furt /​​ Holger Ull­mann
    Entspannter Nachmittag: Must-See Museumsufer

    Für mehr oder weniger Kunst­in­ter­es­sierte glei­cher­maßen reiz­voll ist ein Spa­zier­gang ent­lang des Muse­ums­ufers – schließ­lich ist die Route auf der Süd­seite des Mains gespickt mit archi­tek­to­ni­schen Ent­de­ckungen. Flo­rian Schütz findet hier zwi­schen­durch Ent­span­nung im Park des Museum Ange­wandte Kunst. Außerdem ist das Muse­ums­ufer gleich zweimal im Jahr beliebter Fes­­tival-Schau­­platz: im Mai zur „Nacht der Museen” und im August zum „Muse­ums­ufer­fest”.

    Vom Muse­ums­ufer ist der süd­liche Stadt­teil Sach­sen­hausen zu Fuß leicht zu errei­chen. Hier gibt es neben den tra­di­tio­nellen Apfel­wein­lo­kalen zahl­reiche lokal geführte Restau­rants, Bars und Geschäfte. Allen Whisky-Lie­b­ha­bern emp­fiehlt Flo­rian Schütz das „Whisky for Life” in der Fahr­gasse. Hier bietet Inhaber Frank Jerger schot­ti­sche Whiskys aus der ganzen Welt an – und außerdem Rari­täten und Vin­­tage-Abfül­­lungen aus der ganzen Welt.

    Wer sich lieber durch die Welt des Craft Beers pro­biert, ist in der Alt­stadt Frank­furts gut auf­ge­hoben – genauer im „Naïv”. Die Kom­bi­na­tion aus Restau­rant und Bar ver­an­staltet auch Craft-Beer-Tas­­tings – per­fekt für einen Män­ner­abend.

    Main­ufer (c) visit­frank­furt /​​ Holger Ull­mann

    Frisch­luft tankt Flo­rian Schütz am Wochen­ende oder nach Fei­er­abend in den zahl­rei­chen Grün­an­lagen der Stadt. Ein typisch Frank­furter Hot­spot ist neben dem bekannten Pal­men­garten der Beth­mann­park im Nor­dend mit seinem Chi­ne­si­schen Garten. Der Park war früher der Garten der gleich­na­migen Ban­kiers­fa­milie, heute ist er öffent­lich zugäng­lich.

    Die grüne Oase im Nor­dend wird durch dicke Mauern vom Groß­stadt­trubel abge­schirmt. Um die Ecke gibt es mit dem „Bizziice” außerdem das laut Schütz beste Eis der Stadt. Nach eigenen Rezepten und mit hand­ver­le­senen Zutaten in Bio-Qua­­lität stellt der Fami­li­en­be­trieb sein Eis selbst her. Neben Vanille und Schoko gibt es aus­ge­fal­lene Sorten wie Green Smoothie oder Mandel-Kar­­damom.

    Rooftop-Bar (c) Sofitel Frank­furt Opera /​​ Peter Kraus­grill
    Am Abend: Sundowner mit Skyline-Blick

    Nach einem Tag im Groß­stadt­dschungel genießt man den Son­nen­un­ter­gang direkt neben der Alten Oper und mit Blick auf die Sky­line. Das Team der Lobby-Bar „Lili’s” ser­viert im „Lili’s Roof Garden” auf dem Dach des Sofitel täg­lich bei schönem Wetter ab 18 Uhr Cock­tails und Cham­pa­gner. Eigent­lich gehört die schönste Dach­ter­rasse der Stadt zur Prä­­si­­denten-Suite des Hotels. In diesem Sommer ver­wan­delt sie sich aber in eine Pop-Up-Bar – der per­fekte Ort für die letzten Stunden in Frank­furt.

    www.sofitel-frankfurt.com

    Lobby (c) Sofitel Frank­furt Opera /​​ Abaca Cor­po­rate /​​ Van­gelis Paterakis

    Pres­tige Suite (c) Sofitel Frank­furt Opera /​​ Abaca Cor­po­rate /​​ Van­gelis Paterakis

    Ter­rasse der Prä­­si­­denten-Suite (c) Sofitel Frank­furt Opera /​​ Abaca Cor­po­rate /​​ Van­gelis Paterakis

    Lili‚s Bar (c) Sofitel Frank­furt Opera /​​ Francis Amiand

    Lili‚s Bar (c) Sofitel Frank­furt Opera /​​ Abaca Cor­po­rate /​​ Van­gelis Paterakis

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