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Manche Kunst­aus­stel­lungen sind etwas ganz Beson­deres und lohnen auch im Urlaub einen Abste­cher. MyPo­st­card – die App mit dem welt­weit größten Post­karten-Angebot – hat fünf Museen rund um den Globus her­aus­ge­sucht, die beson­dere Foto­mo­tive bieten und auf jeder Bucket-Liste stehen sollten.

1MORI Building Digital Art Museum /​ Tokio

MORI Buil­ding Digital Art Museum teamLab Bor­der­less (c) teamLab
MORI Buil­ding Digital Art Museum teamLab Bor­der­less (c) teamLab
MORI Buil­ding Digital Art Museum teamLab Bor­der­less (c) teamLab

Im MORI Buil­ding Digital Art Museum teamLab Bor­der­less in Tokio kommt der Besu­cher aus dem Staunen und Foto­gra­fieren nicht mehr heraus. So steht er zum Bei­spiel in einem Meer aus mit­schwin­genden Lampen. Auf Bild­schirmen, Wänden und am Boden bewegen sich die Kunst­werke frei durch den Raum und um ihn herum. Dadurch scheint es so, als ob er sich mitten in einem Fisch­schwarm oder einem Son­nen­blu­men­feld befindet.

Das Museum wurde im Juni 2018 eröffnet und bietet auf 10.000 Qua­drat­me­tern mehr als 60 digi­tale Instal­la­tionen, die the­ma­tisch in fünf Bereiche auf­ge­teilt sind. Dabei werden die Besu­cher bewusst in die Mitte der Kunst­werke gestellt, um nicht nur die Grenzen zur Kunst zu über­winden, son­dern die Besu­cher durch Inter­ak­ti­vität auch selbst zu einem Kunst­werk zu machen. Der Ein­tritt für Erwach­sene kostet umge­rechnet rund 26 Euro und für Kinder 8 Euro.

2Supercandy! Pop-Up Museum /​ Köln

(c) Supercandy /​ Marie Schmidt
(c) Supercandy /​ Marie Schmidt
(c) Supercandy /​ Marie Schmidt

In einer ehe­ma­ligen Dru­ckerei in Köln befindet sich seit Sep­tember 2018 das Supercandy! Pop-Up Museum – und das ist ein echter Hin­gu­cker: Außen ist es kom­plett rosa, innen befinden sich 20 begeh- und erleb­bare Instal­la­tionen. Auf 1.200 Qua­drat­me­tern dreht sich dabei alles um Süßig­keiten: Es gibt einen Rie­sen­la­kritz­pool, der mit 100.000 schwarzen Bällen gefüllt ist, eine Kon­fet­tibox, eine Fla­min­go­wand und einen Strand mit rosa Bällen.

Außerdem widmet sich ein Teil der Aus­stel­lung den „Sta­tuen der modernen Selbst­fo­to­grafie“ – also den beliebten Sel­fies. Die Objekte zum Anschauen, Anfassen, Hin­auf­klet­tern und Sitzen sind gera­dezu prä­de­sti­niert für tolle Insta­gram-Fotos. Denn schon beim Kon­zi­pieren der Aus­stel­lung wurde beson­ders auf per­fektes Licht, far­ben­frohe Hin­ter­gründe und inter­ak­tive Instal­la­tionen geachtet.

Wer sich in unter­schied­li­chen Out­fits foto­gra­fieren möchte, hat sogar vor Ort die Mög­lich­keit, sich in Kabinen umzu­ziehen. Es gibt auch ver­schie­dene Nasch-Stopps und jeder Besu­cher erhält als Erin­ne­rung eine Goodie Bag. Das Pop-Up Museum ist noch bis 10. März 2019 geöffnet. Tickets sind aus­schließ­lich online erhält­lich und gelten für ein bestimmtes Zeit­fenster. Der Ein­tritt kostet regulär 29 Euro und ermä­ßigt 21 Euro.

3Museum of Pop Culture /​ Seattle

(c) Museum of Pop Cul­ture
(c) Museum of Pop Cul­ture
(c) Museum of Pop Cul­ture

Hier wird schon vor dem Betreten des Museums das Smart­phone gezückt, denn durch seine außer­ge­wöhn­liche Archi­tektur stellt das Museum of Pop Cul­ture in Seattle auch von außen ein beson­deres Foto­motiv dar. Ins­ge­samt umschließen 3.000 Platten, die wie­derum aus 21.000 indi­vi­duell geformten Edel­stahl- und Alu­mi­ni­um­schin­deln bestehen, die Außen­seite des Gebäudes. Je nach Licht­ein­fall und Per­spek­tive scheint sich dadurch die Ober­fläche zu ver­än­dern.

Das Museum wurde von Paul Allen, dem Mit­be­gründer von Micro­soft, als Expe­ri­ence Music Pro­ject gestiftet und im Jahr 2000 eröffnet. Seit November 2016 fir­miert es unter dem neuen Namen. Neben aktu­ellen Aus­stel­lungen zu Pearl Jam, Nir­vana, Jimi Hen­drix und vielen wei­teren Themen eröffnet am 6. April eine neue Schau über Prince. Tickets kosten für Erwach­sene umge­rechnet ca. 23 Euro, Kinder und Jugend­liche von fünf bis 17 Jahren zahlen 15 Euro.

4Museo Subacuático de Arte /​ Cancun

(c) Museo Sub­a­cuá­tico de Arte /​ Roberto Diaz A.
(c) Museo Sub­a­cuá­tico de Arte /​ Roberto Diaz A.
(c) Museo Sub­a­cuá­tico de Arte /​ Roberto Diaz A.

Sicher­lich eines der unge­wöhn­lichsten Museen befindet sich in der Nähe von Cancun in Mexiko: Das Museo Sub­a­cuá­tico de Arte – kurz MUSA genannt – liegt näm­lich kom­plett unter Wasser. Seit 2009 befinden sich hier mehr als 500 lebens­große Skulp­turen, die das MUSA zu einer der welt­weit größten Kunst­aus­stel­lungen unter Wasser machen.

Ziel der Gründer Roberto Díaz Abraham und Jaime Gon­zález Cano war es, die Inter­ak­tion zwi­schen Kunst und Umwelt dar­zu­stellen. Die Skulp­turen sind im Boden ver­an­kert und aus spe­zi­ellen Mate­ria­lien her­ge­stellt, um die Koral­len­an­sie­de­lung zu för­dern. Die gesamte Instal­la­tion soll Teil des Riffs werden. Sie erstreckt sich über eine Fläche von 420 Qua­drat­me­tern und hat ein Gewicht von über 200 Tonnen.

Die Aus­stel­lung teilt sich in zwei Bereiche, die „Salon Man­chones“ und „Salon Nizuc“ heißen. Wäh­rend der erste Abschnitt acht Meter tief ist und sowohl von Tau­chern und Schnorch­lern erreicht werden kann, weist der zweite ledig­lich eine Tiefe von vier Metern auf und ist daher nur für Schnorchler zugäng­lich. Wer nicht nass werden, aber trotzdem die Aus­stel­lung sehen möchte, kann eine Exkur­sion mit einem Glas­bo­den­boot unter­nehmen.

5Museum of Broken Relationships /​ Zagreb

(c) Museum of Broken Rela­ti­ons­hips /​ Srdan Vukovic
(c) Museum of Broken Rela­ti­ons­hips /​ Ana Opalic
(c) Museum of Broken Rela­ti­ons­hips /​ Mare Milin

Ein Hoch­zeits­kleid, eine Axt, mit der die Möbel des Ex-Freundes beschä­digt wurden, oder unge­liebte Geschenke des frü­heren Part­ners: Im Museum of Broken Rela­ti­ons­hips in der kroa­ti­schen Haupt­stadt Zagreb finden sich allerlei skur­rile Aus­stel­lungs­stücke rund um die Liebe und geschei­terte Bezie­hungen – und dadurch auch viele außer­ge­wöhn­liche Foto­mo­tive.

So sehen Besu­cher zum Bei­spiel einen alten Toaster, abge­schnit­tene Dre­ad­locks, leere Tüten von Glück­skeksen, Schuhe, einen kaputten Gar­ten­zwerg, ein Kera­mik­herz oder Hand­schellen — alles anonyme Spenden von Pri­vat­per­sonen, die sich von Dingen lösen wollten, die sie mit einer frü­heren Bezie­hung ver­binden. Oft steht daneben eine kurze Erklä­rung, welche Geschichte sich hinter dem jewei­ligen Aus­stel­lungs­stück ver­birgt – wie zum Bei­spiel bei einem Frisbee, das ein Geschenk eines Ex-Freundes zum zwei­jäh­rigen Bezie­hungs­ju­bi­läum war.

Das Museum wurde als Kunst­pro­jekt im Jahr 2006 von Olinka Viš­tica und Dražen Gru­bišić ins Leben gerufen und 2010 mit dem EMYA Ken­neth Hudson Award als inno­va­tivstes Muse­ums­pro­jekt in Europa aus­ge­zeichnet. Seit 2016 gibt es das Museum auch in Los Angeles. Der Ein­tritt kostet umge­rechnet rund 5 Euro für Erwach­sene sowie 4 Euro für Schüler, Stu­denten und Senioren.