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    Der Weg ist das Ziel: Die zehn schönsten Roadtrips in Europa

    Ein Road­trip ist viel mehr als eine Au­to­reise auf spek­ta­ku­lä­ren Stra­ßen. Er ist ein Le­bens­ge­fühl – ganz nach dem Motto „Der Weg ist das Ziel“. Da­bei muss es nicht im­mer die be­rühmte „Route 66“ in den USA sein: Der Mie­t­wa­gen-Ex­perte Sunny Cars stellt zehn groß­ar­tige Road­trips in Eu­ropa vor.

    Spanien: Barcelona – Granada /​​ 1.200 km

    Gra­nada (c) pixabay

    Die ge­schichts­träch­ti­gen Städte und ma­le­ri­schen Küs­ten­ab­schnitte sind wie ge­macht für ei­nen Road­trip. Der Start­punkt ist Bar­ce­lona. Na­tur­lieb­ha­ber soll­ten in Berga ei­nen Stopp ein­le­gen und ein Stück auf den Spu­ren der „Gu­ten Men­schen“, wie die Ka­t­ha­­rer-Pre­­di­ger be­zeich­net wur­den, durch die Py­re­näen wan­dern. Da­nach geht es über das mit­tel­al­ter­li­che Gi­rona nach Va­len­cia, ehe sich die Straße auf der letz­ten Etappe ent­lang der Costa Aza­har mit ih­ren schier end­los lan­gen Sand­strän­den und Dü­nen bis nach Gra­nada am Fuße der Si­erra Ne­vada win­det – si­cher eine der schöns­ten Städte in Spa­nien.

    Frankreich: Durch die Provence /​​ 900 km

    Pro­vence (c) Alexi Tau­zin /​​ Ado­be­Stock

    Die Stre­cke durch die Pro­vence ist eine Reise durch ma­le­ri­sche Orte und wilde Na­tur. Von der quir­li­gen Ha­fen­stadt Nizza an der Côte d’Azur führt die Route ins Lan­des­in­nere nach Guil­lau­mes. Von hier bis Da­luis bil­det das Tal der Var ei­nen tief ein­ge­schnit­te­nen Can­yon – die Gor­ges de Da­luis. Die Straße ge­hört zu den spek­ta­ku­lärs­ten Stre­cken in den See­al­pen. Nicht we­ni­ger be­ein­dru­ckend ist der Lac de Sainte-Croix. Der tür­kis­blaue See – um­ge­ben von dich­ten Wäl­dern und ho­hen Ber­gen – gilt als ei­ner der schöns­ten Süd­frank­reichs. Die wei­tere Stre­cke führt vor­bei an den mit La­ven­del ta­pe­zier­ten Land­schaf­ten von Va­len­sole. Bis nach Mar­seille wech­seln sich kleine Städt­chen mit aus­ge­dehn­ten Na­tio­nal­parks ab. Den land­schaft­li­chen Schluss­punkt bil­det die Küs­ten­straße von St. Tro­pez nach Mo­naco.

    Norwegen: Bergen – Kristiansand /​​ 520 km

    At­lan­tik­straße /​​ Nor­we­gen (c) Mi­ko­lajn /​​ Ado­be­Stock

    Der Road­trip von Ber­gen nach Kris­ti­an­sand durch kleine his­to­ri­sche Fi­scher­dör­fer und Städte ist ein Streif­zug durch die Küs­ten­kul­tur Nor­we­gens. Die „Trolls­ti­gen Straße“ gilt als Meis­ter­werk der In­ge­nieurs­kunst: Elf Haar­na­del­kur­ven win­den sich vom Tal Is­terda­len an steil auf­ra­gen­den Fels­wän­den zur Pass­höhe Sti­grøra hin­auf. Ein wei­te­rer Hö­he­punkt ist die „At­lan­tik­straße“: 2005 wurde sie zum „Bau­werk des Jahr­hun­derts“ ge­kürt. Acht Brü­cken ver­bin­den In­seln, Hol­men und Schä­ren. Auf der Stre­cke zwi­schen Bud im Wes­ten und Kris­ti­an­sand im Os­ten folgt ein Na­tur­er­leb­nis auf das an­dere: Mal ist das Meer glatt und glit­zert in der Sonne, mal to­sen die Wel­len.

    England: Tour Süd-Südwest /​​ 380 km

    Lon­don (c) Ser­gii Fi­gur­nyi /​​ Ado­be­Stock

    Un­end­li­che Wei­ten, schroffe Küs­ten und auf­re­gende Städte: Auf ei­nem Road­trip durch den Süd­wes­ten Eng­lands las­sen sich Na­tur und Se­hens­wür­dig­kei­ten be­stau­nen. Die Reise be­ginnt in Lon­don und führt zu­nächst nach Brigh­ton und Ports­mouth. Da­nach folgt die von Na­tur­ge­wal­ten ge­zeich­nete Küs­ten­land­schaft Süd­eng­lands. An Dra­ma­tur­gie kaum zu über­bie­ten ist da­bei die Ju­ras­sic Co­ast mit den be­rühm­ten Old Harry Rocks: Un­ver­rück­bar ste­hen die Krei­de­säu­len in den schäu­men­den Wel­len des Är­mel­ka­nals. Nach ei­nem kur­zen Ab­ste­cher nach Exe­ter mit sei­ner im­po­san­ten Ka­the­drale aus dem 12. Jahr­hun­dert sind die Strände von Ne­wquay der rich­tige Platz zum Ent­span­nen. Hier tref­fen Sur­fer auf Par­ty­leute und Fi­scher trock­nen ihre Kra­b­­ben- und Hum­mer­körbe in der Sonne.

    Kroatien: Dubrovnik – Zadar /​​ 390 km

    Du­brov­nik (c) Elena Pe­trova /​​ Ado­be­Stock

    Im­mer an der Küste ent­lang. An­hal­ten, wo es ge­fällt, im Meer ba­den, durch mit­tel­al­ter­li­che Städt­chen bum­meln und rei­che Kul­tur ken­nen ler­nen: Der Start­punkt für diese ein­ma­lige Route ist Du­brov­nik. Be­kannt für seine Strände und für sein Nacht­le­ben ist das Städt­chen Ma­karska. Zu sei­nen Fü­ßen er­hebt sich im Os­ten das zer­klüf­tete Bio­­­kovo-Ge­­birge – ein Na­tur­re­ser­vat und Hei­mat des Stein­ad­lers und der Bal­­kan-Gämse. Wer Ac­tion sucht, sollte in Omis hal­ten. Fast al­les ist hier mög­lich: Raf­ting, freies Klet­tern, Wan­dern und mit der Zi­pline über Schluch­ten und Tä­ler flie­gen. Wer den Tru­bel liebt, ist in Split an der rich­ti­gen Adresse. Ruhe fin­den die Rei­sen­den hin­ge­gen in Tro­gir, das auf ei­ner klei­nen In­sel liegt. Am Ende der Tour geht es über Skra­din ins Lan­des­in­nere zur mär­chen­haf­ten Was­­ser- und Wald­land­schaft des Krka Na­tio­nal­parks und da­nach zum End­punkt in Za­dar.

    Italien: Gardasee – Agerola /​​ 2.210 km

    Gar­da­see (c) di­hetbo /​​ Ado­be­Stock

    Ma­le­ri­sche Land­schaf­ten, Welt­ge­schichte und eine un­ver­wech­sel­bare Le­bens­art be­geg­nen den Au­to­rei­sen­den quer durch Ita­lien. Aus­gangs­punkt des Road­trips ist der Gar­da­see. Die Route führt von hier über San Ma­rino und Ri­mini nach Rom. Ein Be­such des Pe­ters­doms und des Ko­los­seum ist ebenso ein Muss wie ein Es­presso im äl­tes­ten Café der Stadt nahe der Spa­ni­schen Treppe. Von der ita­lie­ni­schen Haupt­stadt geht es wei­ter bis zum Golf von Nea­pel. So­wohl der Vul­kan Solfa­tara wie auch der be­rühm­tere Ve­suv sind spek­ta­ku­läre Na­tur­schau­plätze, die ei­nen Zwi­schen­stopp wert sind. Ober­halb der Amal­fiküste liegt das Ziel der Reise – das be­zau­bernde Berg­dorf Age­rola mit sei­ner gi­gan­ti­schen Aus­sicht.

    Deutschland: Mannheim – Prag /​​ 1.190 km

    Ro­then­burg ob der Tau­ber (c) Je­ni­foto /​​ Ado­be­Stock

    Die „Bur­gen­straße“ führt von Mann­heim auf vie­len Um­we­gen und an mehr als 90 Bur­gen und Schlös­sern vor­bei nach Prag. Über­all war­tet eine Fülle an Ein­bli­cken und Ge­schich­ten – ob man nun die Alte Burg in Ro­then­burg ob der Tau­ber be­sucht, die Burg Gut­ten­berg in Bad Wimp­fen, das Schloss Le­hen in Bad Fried­richs­hall oder die Burg Horn­berg. Im Wes­ten schließt sich Schwet­zin­gen mit sei­ner Schloss­an­lage und dem aus­la­den­den Park an. Nur we­nige Ki­lo­me­ter wei­ter liegt Hei­del­berg mit der Schloss­ruine, die hoch über dem Ne­ckar thront. In Tsche­chien führt der Trip durch Ma­ri­en­bad und Karls­bad, in die Bier­stadt Pil­sen und schließ­lich nach Prag mit dem größ­ten ge­schlos­se­nen Burg­areal der Welt.

    Portugal: Porto – Lissabon /​​ 420 km

    Lis­sa­bon (c) saiko3p /​​ Ado­be­Stock

    Der Road­trip von Porto nach Lis­sa­bon kom­bi­niert die zwei wich­tigs­ten Städte Por­tu­gals mit der fas­zi­nie­ren­den Land­schaft der Zen­tral­re­gion. Porto ist vor al­lem be­rühmt für den Port­wein, der in den Wein­kel­lern ent­lang des Douro her­ge­stellt wird. Von dort führt die Tour über Al­veiro mit sei­nen cha­rak­te­ris­ti­schen Ka­nä­len und far­ben­fro­hen Boo­ten nach Pe­ni­che – dem ul­ti­ma­ti­ven Hot­spot für Wel­len­rei­ter. Der nächste Stopp ist das hüb­sche Fi­scher­dorf Eirce­ira, das sich per­fekt mit Sin­tra kom­bi­nie­ren lässt. Die kleine Stadt diente lange als Som­mer­re­si­denz der Kö­nige. Zeit­zeu­gen sind die pas­tell­far­be­nen Her­ren­häu­ser und Pa­läste, die an den kie­fern­be­deck­ten Hü­geln ste­hen. Den Ab­schluss der Por­­tu­gal-Tour bil­det Lis­sa­bon, das we­gen sei­ner schie­fen Gas­sen und his­to­ri­schen Stra­ßen­bah­nen auch das San Fran­cisco Eu­ro­pas ge­nannt wird.

    Baltikum: Lettland – Litauen – Estland /​​ 2.300 km

    Riga (c) an­jun /​​ Ado­be­Stock

    Ar­chi­tek­to­ni­sche Viel­falt, groß­ar­tige Se­hens­wür­dig­kei­ten, be­zau­bernde Na­tur und ein auf­re­gen­der Mix aus ver­schie­de­nen Kul­tu­ren ma­chen den Road­trip durch Lett­land, Li­tauen und Est­land zu ei­nem un­ver­gess­li­chen Er­leb­nis. Von Riga – der Haupt­stadt von Lett­land – führt die Route über den Gauja-Na­­ti­o­­nal­­park nach Vil­nius – der für ihre Ba­rock­ar­chi­tek­tur be­kann­ten Haupt­stadt von Li­tauen. Na­tur­lieb­ha­ber kom­men in Est­land auf ihre Kos­ten: Der Pei­pus­see ist mit mehr als 3.500 Qua­drat­ki­lo­me­tern rund sie­ben­mal so groß wie der Bo­den­see. Gi­gan­ti­sche Aus­maße hat auch der Na­tio­nal­park Lahe­maa mit sei­nen Moo­ren, Seen, Flüs­sen, Wäl­dern und Find­lin­gen aus der letz­ten Eis­zeit. Von hier sind es nur noch rund 70 Ki­lo­me­ter bis nach Tal­linn. Die Haupt­stadt von Est­land be­sitzt eine be­zau­bernde Alt­stadt, die zu den welt­weit am bes­ten er­hal­te­nen Stadt­zen­tren der Han­se­zeit ge­hört.

    Island: Hringvegur /​​ 1.332 km

    Hring­ve­gur /​​ Is­land (c) ze­phyr p /​​ Ado­be­Stock

    Die Ring­straße Num­mer 1 – der Hring­ve­gur – zählt zu den schöns­ten Road­trips der Welt. Sie ist Is­lands wich­tigste Straße und ver­läuft ein­mal rund um die In­sel. Selbst­ver­ständ­lich führt diese Haupt­ver­kehrs­ader auch durch die Haupt­stadt Reyk­ja­vik, die un­be­dingt ei­nen Stopp wert ist. Doch Is­land lockt in ers­ter Li­nie mit sei­ner wil­den Na­tur: Wo­hin das Auge reicht – im­mer wie­der wech­seln traum­hafte Ku­lis­sen mit ein­ma­li­gen Na­tur­phä­no­me­nen. Gi­gan­ti­sche Glet­scher, ma­jes­tä­ti­sche Berge, schwarze Vul­kan­strände und pit­to­reske Fjorde prä­gen die Land­schaft. Wer zwi­schen Sep­tem­ber und April nach Is­land reist, kann so­gar das mys­ti­sche Nord­licht be­stau­nen.

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