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    23. Juli 2019

    Der Weg ist das Ziel: Die zehn schönsten Roadtrips in Europa

    Ein Road­trip ist viel mehr als eine Auto­reise auf spek­ta­ku­lären Straßen. Er ist ein Lebens­ge­fühl – ganz nach dem Motto „Der Weg ist das Ziel“. Dabei muss es nicht immer die berühmte „Route 66“ in den USA sein: Der Mie­t­­wagen-Experte Sunny Cars stellt zehn groß­ar­tige Road­trips in Europa vor.

    Spanien: Barcelona – Granada /​​ 1.200 km

    Gra­nada (c) pixabay

    Die geschichts­träch­tigen Städte und male­ri­schen Küs­ten­ab­schnitte sind wie gemacht für einen Road­trip. Der Start­punkt ist Bar­ce­lona. Natur­lieb­haber sollten in Berga einen Stopp ein­legen und ein Stück auf den Spuren der „Guten Men­schen“, wie die Katharer-Pre­­diger bezeichnet wurden, durch die Pyre­näen wan­dern. Danach geht es über das mit­tel­al­ter­liche Girona nach Valencia, ehe sich die Straße auf der letzten Etappe ent­lang der Costa Azahar mit ihren schier endlos langen Sand­stränden und Dünen bis nach Gra­nada am Fuße der Sierra Nevada windet – sicher eine der schönsten Städte in Spa­nien.

    Frankreich: Durch die Provence /​​ 900 km

    Pro­vence (c) Alexi Tauzin /​​ Ado­be­Stock

    Die Strecke durch die Pro­vence ist eine Reise durch male­ri­sche Orte und wilde Natur. Von der quir­ligen Hafen­stadt Nizza an der Côte d’Azur führt die Route ins Lan­des­in­nere nach Guil­laumes. Von hier bis Daluis bildet das Tal der Var einen tief ein­ge­schnit­tenen Canyon – die Gorges de Daluis. Die Straße gehört zu den spek­ta­ku­lärsten Stre­cken in den See­alpen. Nicht weniger beein­dru­ckend ist der Lac de Sainte-Croix. Der tür­kis­blaue See – umgeben von dichten Wäl­dern und hohen Bergen – gilt als einer der schönsten Süd­frank­reichs. Die wei­tere Strecke führt vorbei an den mit Lavendel tape­zierten Land­schaften von Valen­sole. Bis nach Mar­seille wech­seln sich kleine Städt­chen mit aus­ge­dehnten Natio­nal­parks ab. Den land­schaft­li­chen Schluss­punkt bildet die Küs­ten­straße von St. Tropez nach Monaco.

    Norwegen: Bergen – Kristiansand /​​ 520 km

    Atlan­tik­straße /​​ Nor­wegen (c) Miko­lajn /​​ Ado­be­Stock

    Der Road­trip von Bergen nach Kris­ti­an­sand durch kleine his­to­ri­sche Fischer­dörfer und Städte ist ein Streifzug durch die Küs­ten­kultur Nor­we­gens. Die „Trolls­tigen Straße“ gilt als Meis­ter­werk der Inge­nieurs­kunst: Elf Haar­na­del­kurven winden sich vom Tal Isterdalen an steil auf­ra­genden Fels­wänden zur Pass­höhe Sti­grøra hinauf. Ein wei­terer Höhe­punkt ist die „Atlan­tik­straße“: 2005 wurde sie zum „Bau­werk des Jahr­hun­derts“ gekürt. Acht Brü­cken ver­binden Inseln, Holmen und Schären. Auf der Strecke zwi­schen Bud im Westen und Kris­ti­an­sand im Osten folgt ein Natur­er­lebnis auf das andere: Mal ist das Meer glatt und glit­zert in der Sonne, mal tosen die Wellen.

    England: Tour Süd-Südwest /​​ 380 km

    London (c) Sergii Figurnyi /​​ Ado­be­Stock

    Unend­liche Weiten, schroffe Küsten und auf­re­gende Städte: Auf einem Road­trip durch den Süd­westen Eng­lands lassen sich Natur und Sehens­wür­dig­keiten bestaunen. Die Reise beginnt in London und führt zunächst nach Brighton und Ports­mouth. Danach folgt die von Natur­ge­walten gezeich­nete Küs­ten­land­schaft Süd­eng­lands. An Dra­ma­turgie kaum zu über­bieten ist dabei die Jurassic Coast mit den berühmten Old Harry Rocks: Unver­rückbar stehen die Krei­de­säulen in den schäu­menden Wellen des Ärmel­ka­nals. Nach einem kurzen Abste­cher nach Exeter mit seiner impo­santen Kathe­drale aus dem 12. Jahr­hun­dert sind die Strände von Newquay der rich­tige Platz zum Ent­spannen. Hier treffen Surfer auf Par­ty­leute und Fischer trocknen ihre Krabben- und Hum­mer­körbe in der Sonne.

    Kroatien: Dubrovnik – Zadar /​​ 390 km

    Dubrovnik (c) Elena Petrova /​​ Ado­be­Stock

    Immer an der Küste ent­lang. Anhalten, wo es gefällt, im Meer baden, durch mit­tel­al­ter­liche Städt­chen bum­meln und reiche Kultur kennen lernen: Der Start­punkt für diese ein­ma­lige Route ist Dubrovnik. Bekannt für seine Strände und für sein Nacht­leben ist das Städt­chen Makarska. Zu seinen Füßen erhebt sich im Osten das zer­klüf­tete Bio­­­kovo-Gebirge – ein Natur­re­servat und Heimat des Stein­ad­lers und der Balkan-Gämse. Wer Action sucht, sollte in Omis halten. Fast alles ist hier mög­lich: Raf­ting, freies Klet­tern, Wan­dern und mit der Zipline über Schluchten und Täler fliegen. Wer den Trubel liebt, ist in Split an der rich­tigen Adresse. Ruhe finden die Rei­senden hin­gegen in Trogir, das auf einer kleinen Insel liegt. Am Ende der Tour geht es über Skradin ins Lan­des­in­nere zur mär­chen­haften Wasser- und Wald­land­schaft des Krka Natio­nal­parks und danach zum End­punkt in Zadar.

    Italien: Gardasee – Agerola /​​ 2.210 km

    Gar­dasee (c) dihetbo /​​ Ado­be­Stock

    Male­ri­sche Land­schaften, Welt­ge­schichte und eine unver­wech­sel­bare Lebensart begegnen den Auto­rei­senden quer durch Ita­lien. Aus­gangs­punkt des Road­trips ist der Gar­dasee. Die Route führt von hier über San Marino und Rimini nach Rom. Ein Besuch des Peters­doms und des Kolos­seum ist ebenso ein Muss wie ein Espresso im ältesten Café der Stadt nahe der Spa­ni­schen Treppe. Von der ita­lie­ni­schen Haupt­stadt geht es weiter bis zum Golf von Neapel. Sowohl der Vulkan Solfa­tara wie auch der berühm­tere Vesuv sind spek­ta­ku­läre Natur­schau­plätze, die einen Zwi­schen­stopp wert sind. Ober­halb der Amal­fiküste liegt das Ziel der Reise – das bezau­bernde Berg­dorf Age­rola mit seiner gigan­ti­schen Aus­sicht.

    Deutschland: Mannheim – Prag /​​ 1.190 km

    Rothen­burg ob der Tauber (c) Jeni­foto /​​ Ado­be­Stock

    Die „Bur­gen­straße“ führt von Mann­heim auf vielen Umwegen und an mehr als 90 Burgen und Schlös­sern vorbei nach Prag. Überall wartet eine Fülle an Ein­bli­cken und Geschichten – ob man nun die Alte Burg in Rothen­burg ob der Tauber besucht, die Burg Gut­ten­berg in Bad Wimpfen, das Schloss Lehen in Bad Fried­richs­hall oder die Burg Horn­berg. Im Westen schließt sich Schwet­zingen mit seiner Schloss­an­lage und dem aus­la­denden Park an. Nur wenige Kilo­meter weiter liegt Hei­del­berg mit der Schloss­ruine, die hoch über dem Neckar thront. In Tsche­chien führt der Trip durch Mari­enbad und Karlsbad, in die Bier­stadt Pilsen und schließ­lich nach Prag mit dem größten geschlos­senen Burg­areal der Welt.

    Portugal: Porto – Lissabon /​​ 420 km

    Lis­sabon (c) saiko3p /​​ Ado­be­Stock

    Der Road­trip von Porto nach Lis­sabon kom­bi­niert die zwei wich­tigsten Städte Por­tu­gals mit der fas­zi­nie­renden Land­schaft der Zen­tral­re­gion. Porto ist vor allem berühmt für den Port­wein, der in den Wein­kel­lern ent­lang des Douro her­ge­stellt wird. Von dort führt die Tour über Alveiro mit seinen cha­rak­te­ris­ti­schen Kanälen und far­ben­frohen Booten nach Peniche – dem ulti­ma­tiven Hot­spot für Wel­len­reiter. Der nächste Stopp ist das hüb­sche Fischer­dorf Eirceira, das sich per­fekt mit Sintra kom­bi­nieren lässt. Die kleine Stadt diente lange als Som­mer­re­si­denz der Könige. Zeit­zeugen sind die pas­tell­far­benen Her­ren­häuser und Paläste, die an den kie­fern­be­deckten Hügeln stehen. Den Abschluss der Por­­tugal-Tour bildet Lis­sabon, das wegen seiner schiefen Gassen und his­to­ri­schen Stra­ßen­bahnen auch das San Fran­cisco Europas genannt wird.

    Baltikum: Lettland – Litauen – Estland /​​ 2.300 km

    Riga (c) anjun /​​ Ado­be­Stock

    Archi­tek­to­ni­sche Viel­falt, groß­ar­tige Sehens­wür­dig­keiten, bezau­bernde Natur und ein auf­re­gender Mix aus ver­schie­denen Kul­turen machen den Road­trip durch Lett­land, Litauen und Est­land zu einem unver­gess­li­chen Erlebnis. Von Riga – der Haupt­stadt von Lett­land – führt die Route über den Gauja-Nati­o­­nal­­park nach Vil­nius – der für ihre Barock­ar­chi­tektur bekannten Haupt­stadt von Litauen. Natur­lieb­haber kommen in Est­land auf ihre Kosten: Der Pei­pussee ist mit mehr als 3.500 Qua­drat­ki­lo­me­tern rund sie­benmal so groß wie der Bodensee. Gigan­ti­sche Aus­maße hat auch der Natio­nal­park Lahemaa mit seinen Mooren, Seen, Flüssen, Wäl­dern und Find­lingen aus der letzten Eis­zeit. Von hier sind es nur noch rund 70 Kilo­meter bis nach Tal­linn. Die Haupt­stadt von Est­land besitzt eine bezau­bernde Alt­stadt, die zu den welt­weit am besten erhal­tenen Stadt­zen­tren der Han­se­zeit gehört.

    Island: Hringvegur /​​ 1.332 km

    Hring­vegur /​​ Island (c) zephyr p /​​ Ado­be­Stock

    Die Ring­straße Nummer 1 – der Hring­vegur – zählt zu den schönsten Road­trips der Welt. Sie ist Islands wich­tigste Straße und ver­läuft einmal rund um die Insel. Selbst­ver­ständ­lich führt diese Haupt­ver­kehrs­ader auch durch die Haupt­stadt Reyk­javik, die unbe­dingt einen Stopp wert ist. Doch Island lockt in erster Linie mit seiner wilden Natur: Wohin das Auge reicht – immer wieder wech­seln traum­hafte Kulissen mit ein­ma­ligen Natur­phä­no­menen. Gigan­ti­sche Glet­scher, majes­tä­ti­sche Berge, schwarze Vul­kan­strände und pit­to­reske Fjorde prägen die Land­schaft. Wer zwi­schen Sep­tember und April nach Island reist, kann sogar das mys­ti­sche Nord­licht bestaunen.

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