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    24. Juli 2019

    Unterwasserwelt: Die fünf besten Erlebnisse ohne Tauchschein

    Auch ohne Tauch­schein sind viele unver­gess­liche Begeg­nungen mit span­nenden Mee­res­be­woh­nern mög­lich – näm­lich beim Schnor­cheln. Die Reise-Experten der Urlaub­s­pi­raten stellen die fünf span­nendsten Schnor­chel­spots welt­weit vor.

    Florida: Seekühe in Crystal River

    Manatee (c) pixabay

    Wenn ein Manatee – also eine Rund­schwanz­seekuh – einmal zum Luft­schnappen an die Ober­fläche kommt, zeigt sich, wie erstaun­lich grazil dieses schwere Tier durchs Wasser schwebt. Die größte Wahr­schein­lich­keit für eine Begeg­nung bietet Crystal River an der West­küste Flo­ridas. Denn dorthin zieht sich etwa die Hälfte der welt­weiten Manatee-Popu­la­­tion zum Über­win­tern zurück.

    Eine Reihe von lizen­sierten Agen­turen bieten drei- bis vier­stün­dige Touren zur King’s Bay für jeweils sieben bis 20 Per­sonen an. Den wenigsten Andrang gibt es immer diens­tags bis don­ners­tags. Um bei fri­schen 22 Grad Was­ser­tem­pe­ratur länger schnor­cheln zu können, emp­fiehlt sich ein Wet­suit, der von vielen Anbie­tern gestellt wird.

    - Wann: Ganz­jährig – aber am besten zwi­schen November und April.
    - Wie kommt man hin: Nach Orlando oder Tampa fliegen und dann ein­ein­halb Stunden mit dem Miet­wagen nach Crystal River fahren.
    - Alter­na­tive: Ganz in der Nähe im Homo­sassa River.

    Cayman Islands: Stachelrochen auf Grand Cayman

    Sta­chel­ro­chen (c) pixabay

    Obwohl Sta­chel­ro­chen keinen guten Ruf haben, sind sie kei­nes­falls angriffs­lustig. Viel­mehr ziehen sie ganz sanft ihre Bahnen um ihre mensch­li­chen Besu­cher. „Stin­gray City“ nennt sich eine Sand­bank vor der Küste von Grand Cayman in der Karibik, an der sich jeden Tag Dut­zende dieser Tiere ver­sam­meln. Schon allein wegen des gif­tigen Sta­chels ist es nicht zu emp­fehlen, sie zu berühren, aber die fas­zi­nie­renden Tiere zu bestaunen, ist auch schon ein ganz beson­deres Erlebnis. Einige der Touren machen auch Halt am Star­fish Point, an dem – wie der Name schon sagt – jede Menge See­sterne zu sehen sind.

    - Wann: Ganz­jährig. Es ist aber ratsam, sich einen Tag aus­zu­su­chen, an dem kein Kreuz­fahrt­schiff vor Anker liegt – oder zumin­dest nur eines oder zwei.
    - Wie kommt man hin: Grand Cayman errei­chen Urlauber ab Europa der­zeit nur mit einem bis zwei Zwi­schen­stopps.
    - Alter­na­tive: Auch die Kari­bik­insel Antigua hat ihr eigenes „Stin­gray City“. Wei­tere Optionen sind Gibbs Cay auf den Turks & Caicos oder die Marine Reserve vor Caye Caulker in Belize.

    Mexiko: Walhaie vor Yucatan

    Walhai (c) pixabay

    Wer zum ersten Mal einen der gepunk­teten Riesen auf sich zuschwimmen sieht, wird einen kurzen Moment der Über­win­dung brau­chen, um nicht reflex­artig die Flucht zu ergreifen. Trotz der Größe sind die Wal­haie aber völlig harmlos. Gemäch­lich schwimmen sie dahin und fil­tern Plankton und Krill aus dem Wasser. Zu nahe sollte man ihnen aber trotzdem nicht kommen, da sie durch die Flossen ver­letzt werden können. Zwei Meter Abstand um den Körper und vier Meter von der Schwanz­flosse werden emp­fohlen.

    Fand man Wal­haie früher an der Karibik-Küste von Mexiko vor allem vor der kleinen Insel Holbox, sind sie in den letzten drei Jahren in die Gegend um die Isla Contoy gezogen. Um die Tiere nicht über­mäßig zu beläs­tigen, gibt es inzwi­schen die Beschrän­kung, dass sich jedem Tier nur ein Boot nähern darf und immer nur zwei Per­sonen und ein Guide bei ihm im Wasser sein dürfen. Boots­touren werden von Holbox, Cancun und der Isla Mujeres aus ange­boten. Wegen der manchmal rauen Über­fahrt ist es für emp­find­liche Mägen ratsam, vorher Tabletten gegen See­krank­heit ein­zu­nehmen.

    - Wann: Anfang Juni bis Mitte Sep­tember.
    - Wie kommt man hin: Condor und Euro­wings fliegen Cancun ab Deutsch­land direkt an.
    - Alter­na­tive: Eine fast 100-pro­­zen­­tige Walhai-Garantie haben Urlauber auch vor dem kleinen Ort Oslob auf Cebu (Phil­ip­pinen). Aller­dings wird hier weit weniger auf den Tier­schutz geachtet: Die Fischer füt­tern die Fische, um diese regel­mä­ßige Ein­kom­mens­quelle zu sichern, und stets sind Dut­zende Men­schen gleich­zeitig im Wasser. Auch ist wegen des Fisch­fut­ters die Sicht eher getrübt.

    Hawaii: Mantas auf Big Island

    Manta (c) pixabay

    Vor einigen Jahren bemerkten Gäste und Mit­ar­beiter des She­raton Hotels auf Big Island, dass im Schein­wer­fer­licht des Hotels immer wieder große Schatten durch die Bucht zogen. Die Erklä­rung war schnell gefunden: Licht zieht nachts das Plankton an – und genau darauf haben es Mantas abge­sehen. So kamen sie Nacht für Nacht wieder und per­fek­tio­nierten ihre Rück­wärts­rollen, durch die sie beson­ders ein­fach viel Plankton auf­nehmen können.

    Inzwi­schen bieten einige Agen­turen Boots­touren zu dieser Stelle an. Dort können sich die Urlauber an einer Art Surf­brett, an dem Leuchten befes­tigt sind, an der Was­ser­ober­fläche fest­halten und das Schau­spiel unter sich beob­achten.

    Zuerst sind es nur ent­fernte Schatten, denn das Wasser ist dort um die acht Meter tief. Schnell kommen sie aber immer näher und berühren einen dabei fast. Immer wieder rollen sie direkt vor einem, was bei einer Spann­weite von fut vier Metern schon ziem­lich gewöh­nungs­be­dürftig sein kann. Die Mantas sind aber unge­fähr­lich und haben keinen Gift­sta­chel. Dafür werden sie wegen ihrer Intel­li­genz manchmal auch „Schim­pansen der Meere“ genannt.

    - Wann: Ganz­jährig. Hawaii hat immer Saison – und die Mantas sind immer hungrig.
    - Wie kommt man hin: Wer von Europa nach Kona auf Big Island fliegt, muss zweimal umsteigen – an der West­küste der USA (meist in Los Angeles, Seattle oder San Fran­cisco) und in Hono­lulu. Wegen der langen Flüge sind Sto­po­vers zu emp­fehlen.
    - Alter­na­tive: In der Hani­faru Bay im Baa Atoll der Male­diven ist das Wasser zwi­schen Mai und Dezember beson­ders plank­ton­haltig, sodass man zeit­weise mehr als hun­dert Mantas gleich­zeitig antreffen kann.

    Tonga: Buckelwale auf Vava’u,

    Buckelwal (c) pixabay

    Einmal neben einem dieser Giganten zu schwimmen, ist sicher­lich das High­light für jeden Wal-Fan. Leider ist dieses Erlebnis aber auch nicht gerade günstig. Denn dafür muss man ans andere Ende der Welt fliegen – auf die zu Tonga gehö­rende Insel­gruppe Vava’u mitten in der Südsee. Dort geht es dann von früh­mor­gens bis zum späten Nach­mittag in einem kleinen Boot auf die Suche nach den Buckel­walen, die in diesen Gewäs­sern ihre Jungen bekommen und auf­ziehen, bevor es über den Sommer wieder auf die 8.000 Kilo­meter lange Reise in Rich­tung Ant­arktis geht.

    Auch in Tonga gibt es zum Schutz der Tiere einige Beschrän­kungen. So dürfen jeweils nur vier Per­sonen gleich­zeitig zu den Buckel­walen ins Wasser – und die Boote müssen immer genug Abstand ein­halten. Wenn man ganz großes Glück hat, wird man dafür Zeuge eines „Heat Runs“, wenn sich meh­rere Männ­chen ein Wett­rennen um die Gunst des Weib­chens lie­fern. Abso­lute Gän­­se­haut-Garantie!

    - Wann: Juli bis Oktober.
    - Wie kommt man hin: Preis­werter als eine kom­plette Buchung ist es, die Flüge etap­pen­weise zusam­men­zu­stellen: Zuerst einen Flug nach Sin­gapur buchen, dann mon­tags oder sams­tags mit Fiji Air­ways auf die Fjii-Inseln und von dort mit der­selben Air­line (in einer Buchung als Mul­tis­topp) diens­tags, mitt­wochs, don­ners­tags oder sams­tags weiter nach Vava’u.
    - Alter­na­tive: Bei Silver Bank vor der Nord­küste der Domi­ni­ka­ni­schen Repu­blik sind solche Begeg­nungen eben­falls mög­lich. Dazu muss man aller­dings meh­rere Tage auf einem Schiff ver­bringen und wech­selt dann auf ein Schlauch­boot. Wei­tere Mög­lich­keiten gibt es vor La Réunion und in Fran­zö­­sisch-Poly­­ne­­sien.

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