Dank des „Fes­ti­vals der Wale und Del­fine“ hat es die kleine Gemeinde Osa an der Pazi­fik­küste im Süden von Costa Rica geschafft, die Hotels auch in der klas­si­schen Neben­saison im Sep­tember zu füllen. In diesem Jahr findet das Groß­ereignis der Mee­res­säuger bereits zum neunten Mal statt.

In diesem Jahr haben Natur­lieb­haber von 15. bis 18. Sep­tember, von 23. bis 24. Sep­tember und von 30. Sep­tember bis 1. Oktober die Mög­lich­keit, Zeuge dieses ganz beson­deren Spek­ta­kels zu werden.

Wal­be­ob­ach­tung im Marino Bal­lena Natio­nal­park (c) Insti­tuto Cos­tar­ri­cense de Turismo

Neben der Wal- und Del­fin­be­ob­ach­tung können sich Erwach­sene und Kinder auf viel­fäl­tige Akti­vi­täten am Strand freuen: Geführte Fami­li­en­wan­de­rungen, ein Wett­be­werb im Sand­bur­genbau, Kon­zerte, Work­shops, Kunst­hand­werk und tra­di­tio­nelle Gas­tro­nomie stehen auf dem Pro­gramm des Fes­tival – orga­ni­siert von 23 kleinen Unter­nehmen der Gemeinde.

Sowohl zwi­schen Juli und Oktober als auch zwi­schen Dezember und April kommen all­jähr­lich gleich meh­rere Hun­dert Buckel­wale zur Paa­rung und Geburt ihrer Jungen aus den kühlen Gewäs­sern der nörd­li­chen und süd­li­chen Hemi­sphäre in die wär­meren Gefilde der süd­li­chen Pazi­fik­küste von Costa Rica.

Marino Bal­lena Natio­nal­park (c) Insti­tuto Cos­tar­ri­cense de Turismo

Zu den berühm­testen Orten für die Beob­ach­tung von Walen und Del­finen zählt dabei der Marino Bal­lena Natio­nal­park auf der Osa Halb­insel. Die Boots­touren finden in der Saison jeweils zwi­schen 8 Uhr und 16 Uhr statt und werden nur von spe­ziell dafür aus­ge­bil­deten Guides durch­ge­führt. Um das Wohl­ergehen der Tiere zu sichern, ist es außerdem laut Gesetz in Costa Rica ver­boten, mit Walen oder Del­finen zu schwimmen.

Von 2010 bis 2013 hat sich die Zahl der Tou­risten, die zur Beob­ach­tung von Walen und Del­finen in diese Region reisen, mehr als ver­drei­facht – von 43.302 auf 131.373. Daher bemüht sich Costa Rica nun, den nach­hal­tigen Tou­rismus vor­an­zu­treiben und zuleich die ein­zig­ar­tigen Natur­phä­no­mene ver­mehrt für tou­ris­ti­sche Ange­bote in der Neben­saison zu nutzen.

Immerhin leben in der Region um Osa nicht weniger als 95 Pro­zent der Bewohner vom Tou­rismus, indem sie Pen­sionen und Restau­rants betreiben, Kunst­hand­werk ver­kaufen oder Touren anbieten. Wei­tere Infor­ma­tionen zum „Fes­tival der Wale und Del­fine“ stehen auf www.festivaldeballenasydelfines.com bereit.