Zentralamerika: Die schönsten Maya-Stätten abseits von Mexiko

Die Kul­tur der Maya ver­bin­den viele in ers­ter Li­nie mit Me­xiko. Aber auch in den klei­ne­ren Län­dern in Zen­tral­ame­rika fin­den sich fas­zi­nie­rende Maya-Stät­ten. Wer die mü­he­volle An­reise auf sich nimmt, kann in Be­lize, Gua­te­mala, Hon­du­ras und El Sal­va­dor so man­che Schätze ent­de­cken, in de­nen Ge­schichte le­ben­dig wird – weit ab­seits des Mas­sen­tou­ris­mus.

Belize: Maya-Erbe im Dschungel

Maya Tem­pel in Ca­ra­col (c) CATA

Be­lize bie­tet ne­ben sei­ner rei­chen Na­tur auch au­ßer­ge­wöhn­li­che Maya-Rui­nen in­mit­ten sei­nes tro­pi­schen Dschun­gels. Das Land be­her­bergt so­gar die höchste Kon­zen­tra­tion an Rui­nen der Maya in ganz Zen­tral­ame­rika. Beim Ein­tau­chen in den Ne­bel­wald kön­nen Aben­teu­er­lus­tige ei­nen der schöns­ten Orte der Welt ent­de­cken – die Maya-Rui­nen von Xun­an­tu­nich mit dem 40 Me­ter ho­hen Tem­pel „El Cas­tillo”.

Se­hens­wert ist auch die ar­chäo­lo­gi­sche Stätte Ca­ra­col, in der ver­schie­denste Bau­werke der Maya auf ins­ge­samt 200 Qua­drat­ki­lo­me­tern zum Ent­de­cken ein­la­den. 150.000 Men­schen leb­ten hier in der Blü­te­zeit der Maya-Kul­tur. Die zweit­größte Maya-Stadt war La­mani am Laguna New Ri­ver. For­scher fan­den hier die meis­ten Kup­fer­ar­te­fakte der ge­sam­ten Maya-Epo­che.

Guatemala: Die Maya-Hauptstadt Tikal

Rui­nen von Ti­kal (c) Pa­wel Wie­la­dek auf un­s­plash

Ein Stopp in Gua­te­mala darf auf ei­ner Reise durch die Maya-Ge­schichte in Zen­tral­ame­rika nicht feh­len. Denn hier liegt das an­tike Ti­kal – einst die größte Maya-Stadt der Welt. Die Haupt­stadt des Kö­nig­reichs war seit dem 6. Jahr­hun­dert vor Chris­tus be­wohnt und be­her­bergt bis heute ver­schie­dene präch­tige Tem­pel und Pa­läste.

Von der UNESCO zum ers­ten Welt­kul­tur- und ‑na­tur­erbe er­klärt, sind hier mehr als 5.000 prä­his­pa­ni­sche Ge­bäude auf ei­ner Flä­che von etwa 16 Qua­drat­ki­lo­me­tern ver­teilt. Der für das zen­trale Maya-Tief­land cha­rak­te­ris­ti­sche Bau­stil der Tem­pel mit ih­rer ty­pi­schen Form der Stu­fen­py­ra­mide ist da­bei nir­gendwo so ein­drucks­voll zu be­wun­dern.

Honduras: Kleines Maya-Paradies

Rui­nen von Copán (c) CATA

Ne­ben Strän­den mit tür­kis­blauem Was­ser und ei­nem üp­pi­gen Dschun­gel ver­fügt Hon­du­ras auch über ein au­ßer­ge­wöhn­li­ches Maya-Erbe. Die wich­tigste Se­hens­wür­dig­keit des Lan­des ist die an­tike Maya-Stätte Copán, die seit 1980 zum UNESCO-Welt­kul­tur­erbe ge­hört. Die als „Alex­an­dria der Ma­yas” be­kannte Stadt be­her­bergt mehr als 3.400 Bau­werke und er­streckt sich über eine Länge von etwa 24 Ki­lo­me­tern.

Im Her­zen des tro­pi­schen Re­gen­wal­des ge­le­gen, kön­nen die Be­su­cher in atem­be­rau­ben­der At­mo­sphäre die Über­reste ent­de­cken – von frei ste­hen­den Ste­len bis zu voll­stän­dig mit Schrif­ten und Sym­bo­len be­deck­ten Trep­pen. Die äl­teste Stätte der Re­gion be­steht aus mehr als 4.500 Hü­geln, auf de­nen Maya-Ge­schichte ge­schrie­ben wurde. Die rät­sel­haf­ten Höh­len sol­len zu­dem den Aus­gangs­punkt der letz­ten Reise der Maya bil­den.

El Salvador: 3.200 Jahre Geschichte

Maya
Ta­zu­mal (c) CATA

In El Sal­va­dor über­ra­schen die Über­reste der süd­lichs­ten Ko­lo­nien der Maya-Welt. Nicht weit von der Haupt­stadt ent­fernt, kön­nen die drei wich­tigs­ten Stät­ten an ei­nem Tag be­sucht wer­den – an­ge­fan­gen mit Joya de Ce­rén, das als „Pom­peji Ame­ri­kas” be­kannt ist und eben­falls zum UNESCO-Welt­kul­tur­erbe ge­hört.

Im Dorf er­fah­ren die Be­su­cher viel über das täg­li­che Le­ben der Bau­ern je­ner Zeit in Zen­tral­ame­rika – und hier las­sen sich auch Spu­ren ei­ner land­wirt­schaft­li­chen Ge­mein­schaft ent­de­cken, die um 600 vor Chris­tus durch ei­nen Vul­kan­aus­bruch zer­stört wurde. Die Rui­nen von San An­drés sind eine wei­tere wich­tige po­li­tisch-re­li­giöse Stätte der Maya in El Sal­va­dor, in der die Be­su­cher eine be­ein­dru­ckende Akro­po­lis mit meh­re­ren Bau­wer­ken er­war­tet.

In Ta­zu­mal fin­den sich die wich­tigs­ten und am bes­ten er­hal­te­nen Rui­nen von El Sal­va­dor. Seit 1.200 nach Chris­tus sind sie prak­tisch un­ver­sehrt ge­blie­ben und bie­ten ei­nen er­staun­li­chen Ein­blick in die ze­re­mo­ni­elle Ar­chi­tek­tur der Maya. Ein be­son­de­res High­light in Ta­zu­mal ist die größte Py­ra­mide des Lan­des mit ei­nem ein­zig­ar­ti­gen, von den Maya ge­schaf­fe­nen Ent­wäs­se­rungs­sys­tem.

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