Der traditionelle Blumenkorso auf Madeira zählt zu den Höhepunkten des Blumenfestes, das die Insel jedes Frühjahr in ein Blütenmeer verwandelt. Ab diesem Jahr findet er nicht nur an einem, sondern an zwei Sonntagen statt: Die festlichen Umzüge ziehen am 3. und 17. Mai durch die Insel-Hauptstadt Funchal.
Mit der Aufteilung reagiert die Tourismusbehörde auf die wachsende Beliebtheit des Blumenkorsos. In den vergangenen Jahren wurde der Umzug nicht nur länger, sondern auch größer. Immer mehr Tanz‑, Musik- und Samba-Gruppen nahmen teil. Für Besucher bedeutete das teilweise lange Wartezeiten – und nicht alle blieben bis zum Ende. Das neue Konzept soll für entspanntere Bedingungen sorgen und die aufwendig vorbereiteten Darbietungen stärker in den Mittelpunkt rücken.

Die Idee für den neuen Ablauf wurde bereits vor rund zwei Jahren entwickelt und nun nach Abstimmung mit den Beteiligten umgesetzt. Die beiden Blumenkorsos werden gleichwertig sein und auf identischer Strecke stattfinden. Welche Gruppen an welchem Termin auftreten, wird ausgelost. Dadurch kann auf eine Begrenzung der Teilnehmer verzichtet werden – sowohl bei der Anzahl der Gruppen als auch bei deren Mitgliederzahl. Heuer wurde auch eine neue Gruppe in das Programm aufgenommen.
Der Blumenkorso ist Teil des Blumenfestes im Mai, das zu den bekanntesten Veranstaltungen Madeiras zählt und Besucher aus dem In- und Ausland anzieht. Ergänzt wird das Programm unter anderem durch die „Madeira Classic Car Flower Parade” am 10. Mai, das „Madeira Classic Car Revival” von 22. bis 24. Mai sowie den Blumenmarkt von 30. April bis 24. Mai 2026.

Die Weiterentwicklung des Blumenkorsos ist Bestandteil des Upgrade-Programms, mit dem Madeira sein touristisches Erlebnisangebot ausbaut und neue Zielgruppen anspricht. Mit den Umzügen an zwei Wochenenden stärkt die Insel das Blumenfest als eines ihrer zentralen Reise-Highlights im europäischen Frühling.

Autorin: Elisabeth Kapral
Als Juristin hat Elisabeth gelernt, exakt zu formulieren. Das kommt ihr jetzt zugute, wenn sie für travel4news schreibt. Worüber sie schreibt, weiß sie dabei ganz genau, denn sie hat bereits 108 der 193 in der UNO vertretenen Länder besucht – und viele von ihnen auch mehrfach.