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Portugal: Auf vielfältigen Wegen durch die Weinregionen

Egal, ob Rot, Rosé oder Weiß: Das me­di­ter­rane Klima und die be­son­de­ren Bo­den­ver­hält­nisse ma­chen Por­tu­gal zu ei­ner der welt­weit füh­ren­den De­sti­na­tio­nen im Wein­tou­ris­mus. Mehr als 500 pri­vate Win­zer bauen Wein auf 1.900 Qua­trad­ki­lo­me­tern in 14 Re­gio­nen an.

Ak­tive Ge­nus­sur­lau­ber er­le­ben diese viel­fäl­tige Wein­kul­tur mit ih­ren Jahr­hun­derte al­ten Tra­di­tio­nen auf ab­wechs­lungs­rei­che Art und Weise – von ei­nem Road­t­rip auf den Spu­ren des Ma­deira-Weins über eine Kutsch­fahrt durch die weit­läu­fi­gen Wein­hänge im Alen­tejo bis zu ei­ner Ent­de­ckungreise mit der Tram ent­lang der Wein­re­ben des Co­la­res-Weins.

Auf zwei Sohlen durch die Weinberge des Transmontano

Douro-Tal /​ Por­tu­gal (c) pixabay

Das Wein­ge­biet Trans­mon­tano er­streckt sich un­ter­halb der Ge­birgs­ket­ten Marão und Al­vão zwi­schen den Flüs­sen Douro und Minho im Nord­os­ten Por­tu­gals bis zur spa­ni­schen Grenze. Wo schon die Rö­mer zur Her­stel­lung ih­rer ed­len Trop­fen das be­son­ders heiße und tro­ckene Klima so­wie die spe­zi­el­len Bö­den aus Gra­nit, Schie­fer und kalk­hal­ti­gem Gneissge­stein nutz­ten, wer­den noch heute kräf­tige und aro­ma­ti­sche Rot- und Weiß­weine an­ge­baut.

Ganz in der Nähe der äl­tes­ten Wein­an­bau­re­gion Alto Duro, die zum UNESCO-Welt­kul­tur­erbe ge­hört und als Hei­mat des Port­weins be­kannt ist, er­wan­dern Ge­nus­sur­lau­ber im Na­tur­park Douro In­ter­na­cio­nal zwi­schen ho­hen Klip­pen und tra­di­tio­nel­len Dör­fern wie Pi­cote und Sen­dim die Wein­berge von Trás-os-Mon­tes und pro­bie­ren sich bei Ver­kos­tun­gen auf den klei­nen Bou­tique-Wein­gü­tern durch die Weine.

Mit der Tram auf den Spuren des Colares-Weins

Sin­tra /​ Por­tu­gal (c) pixabay

Die kleine Ort­schaft Co­la­res in der Re­gion Lis­sa­bon er­streckt sich vom Meer über zwei Hü­gel in der Serra de Sin­tra. So­wohl in den Wein­gär­ten im Hin­ter­land um die Kö­nigs­stadt Sin­tra als auch di­rekt hin­ter den Dü­nen am At­lan­tik be­fin­den sich die Pro­duk­ti­ons­stät­ten des für sei­nen sam­ti­gen Ge­schmack be­kann­ten Co­la­res-Weins. Nur an die­sem Ort wächst die Ra­misco-Rebe – ein­ge­gra­ben im Sand­bo­den.

Die spe­zi­el­len Weiß- und Rot­weine, die min­des­tens drei Jahre in Fäs­sern rei­fen, ler­nen die Wein­lieb­ha­ber am bes­ten bei ei­ner Fahrt mit der nost­al­gi­schen Tram ab Sin­tra ken­nen. Nach­dem sie im re­gio­na­len Wein­gut Co­la­res – dem äl­tes­ten ge­nos­sen­schaft­li­chen Wein­gut in Por­tu­gal – bei Füh­run­gen und Ver­kos­tun­gen auf den Ge­schmack des ro­bus­ten Weins kom­men, geht es mit der Tram auf ver­schie­de­nen Stopps zwi­schen den his­to­ri­schen Pa­läs­ten Sin­tras und den Wein­hän­gen von Co­la­res auf Ent­de­ckungs­fahrt.

Mit Kutscher und Pferd auf Geschmacksreise im Alentejo

Portugal Wein
Borba im Alen­tejo (c) CM Borba

In der ur­sprüng­li­chen Re­gion Alen­tejo wird die Hälfte des por­tu­gie­si­schen Weins pro­du­ziert. Dank der Bö­den aus Gra­nit und Schie­fer so­wie den fast 3.000 Son­nen­stun­den pro Jahr sind die wei­ßen „Vin­hos Bran­cos” für ih­ren fri­schen Ge­schmack und die ru­bin- oder gra­nat­far­be­nen Rot­weine „Tin­tos” für ihr wei­ches und den­noch in­ten­si­ves Aroma be­kannt.

Die Ur­lau­ber er­le­ben die Viel­falt des Weins auf der „Rota dos Vin­hos do Alen­tejo“ durch die acht Wein­an­bau­ge­biete der Re­gion. Ein Stopp ist da­bei die his­to­ri­sche Stadt Mon­s­araz am Al­queva-See. Hier kön­nen die Gäste auf dem 200 Jahre al­ten Tra­di­ti­ons­gut São Lou­renço do Bar­ro­cal mit ei­ner uri­gen Pfer­de­kut­sche das rie­sige Ge­lände mit Oli­ven­hai­nen, 7.000 Jahre al­ten Mehi­ren und 150.000 Qua­drat­me­tern Reb­flä­chen durch­strei­fen und da­nach die Spit­zen­weine ver­kos­ten.

Auf sonniger Genusstour an der Algarve

Al­garve (c) pixabay /​ ddzphoto

Die ge­schützte Lage durch die Ge­birgs­kette von der Ost­grenze bis zur West­küste, jede Menge Son­nen­stun­den und eine viel­fäl­tige Bo­den­be­schaf­fen­heit ma­chen die Al­garve zu ei­nem ein­zig­ar­ti­gen Ter­roir für die Her­stel­lung von ed­len Wei­nen. Be­reits die Ara­ber kul­ti­vier­ten Wein in der süd­lichs­ten Re­gion des por­tu­gie­si­schen Fest­lan­des.

Heute kön­nen Wein­lieb­ha­ber die ver­schie­de­nen Reb­sor­ten in al­ten Wein­gü­tern ent­de­cken, die sich meist seit vie­len Ge­nera­tio­nen in Fa­mi­li­en­be­sitz be­fin­den – man­che so­gar seit dem 17. Jahr­hun­dert. Dort er­le­ben die Gäste die Wein­lese haut­nah, hel­fen mit beim Schnei­den der Trau­ben oder er­ler­nen die tra­di­tio­nelle Her­stel­lung mit­tels Fuß­stamp­fen – und na­tür­lich pro­bie­ren sie auch die Weine der ver­schie­de­nen Reb­sor­ten. Viele Wein­gü­ter bie­ten da­für ein­zig­ar­tige Un­ter­künfte mit char­man­ten Zim­mern und lu­xu­riö­sen Cha­lets.

Insel-Roadtrip zum Madeira-Wein

Portugal Wein
Ma­deira Wine Fes­ti­val (c) AP Ma­deira

Das ge­mä­ßigte at­lan­ti­sche Klima und die Bö­den vul­ka­ni­schen Ur­sprungs, auf de­nen die Re­ben in klei­nen Ter­ras­sen ge­pflanzt wer­den, las­sen auf Ma­deira ei­nen ein­zig­ar­ti­gen Li­kör­wein ent­ste­hen, der fünf bis acht Mo­nate bei ei­ner Tem­pe­ra­tur von bis zu 75 Grad ge­la­gert und da­nach über zwei Jahr­hun­derte halt­bar ist. Be­reits seit 600 Jah­ren wird hier Wein an­ge­baut – und zahl­rei­che Wein­feste und Fes­ti­vals prä­gen das Jahr auf der zu Por­tu­gal ge­hö­ren­den In­sel.

Der Le­gende nach diente der süße, mit hoch­pro­zen­ti­gem Wein­brand an­ge­rei­cherte Ma­deira-Wein so­gar als Par­füm für die Ta­schen­tü­cher der Hof­da­men. Al­les über die Ge­schichte des Weins er­fah­ren In­ter­es­sierte im Mu­seu do Vinho, be­vor sie sich mit ei­nem Ge­fährt ih­rer Wahl ent­lang der 200 Ki­lo­me­ter lan­gen Steil­küste auf ei­nen Ma­deira-Wein-Road­t­rip von Wein­gut zu Wein­gut be­ge­ben.

www.portuguesewinetourism.com

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