ÖSTERREICHTirol

Von der Südsee bis Tibet: Auf Weltreise daheim in Osttirol

Strand­fee­ling wie in der Süd­see, ein un­ge­zähm­ter Glet­scher­fluss wie in Neu­see­land oder ein Hauch von Ti­bet – da­für braucht es keine Fern­reise. Das geht auch in Ost­ti­rol. Um­welt­freund­lich und zeit­spa­rend. Wir la­den Sie ein zu ei­ner Welt­reise im Ta­schen­for­mat.

Die große weite Welt scheint der­zeit fer­ner denn je. Eine Welt­reise? Ge­rade un­mög­lich. Oder viel­leicht auch nicht! Denn in Ost­ti­rol war­ten Süd­see­fee­ling, bi­zarre Ur­land­schaf­ten, mäch­tige Eis­rie­sen, ein Na­tio­nal­park und his­to­ri­sche Kul­tur­gü­ter. Dazu echte Berg­aben­teuer, au­then­ti­sche Tra­di­tio­nen und cha­rak­ter­starke Men­schen.

Die Isel – wie am Tasman River in Neuseeland

Isel /​ Ost­ti­rol (c) Na­tio­nal­park Hohe Tau­ern /​ Da­niel Eg­ger

Die Isel ist der letzte frei flie­ßende Glet­scher­fluss der Al­pen. Von ih­rer Quelle hoch oben am Um­bal­kees bis in die Be­zirks­haupt­stadt Li­enz hat sie sich über die Jahr­tau­sende auf ei­ner Länge von 54 Ki­lo­me­tern ih­ren Weg ge­bahnt und ver­än­dert da­bei ih­ren Lauf bis heute – wie man es auch vom Tas­man Ri­ver im Mount-Cook-Na­tio­nal­park in Neu­see­land kennt, der dem mäch­ti­gen Tas­man-Glet­scher ent­springt. Der Mensch setzt der Isel keine bau­li­chen Gren­zen – uns so ist die­ser Fluss ein ein­zig­ar­ti­ger Le­bens­raum für sel­tene Tier- und Pflan­zen­ar­ten ge­blie­ben. Am bes­ten er­lebt man ihn mit Mus­kel­kraft: zu Fuß, auf dem E‑Bike oder im Ka­jak.

Dürrenfeld – Wüstenlandschaft wie in der Sahara

Dür­ren­feld /​ Ost­ti­rol (c) Pe­ter Temp­ler

Zwi­schen dem Kals-Ma­treier-Törl­haus (2.207 Me­ter) und der Su­de­ten­deut­schen Hütte (2.656 Me­ter) ver­läuft der Su­de­ten­deut­sche Hö­hen­weg – ein Aus­sichts­pfad, der west­lich der Kendl­spitze (3.085 Me­ter) ganz plötz­lich von lieb­lich-grü­nen Berg­wie­sen in ein fast ödes Braun über­geht. Eine wüs­ten­ar­tige, bi­zarre Land­schaft um­gibt die Wan­de­rer. Auf rund ei­ner Stunde Weg­länge taucht man in eine staub­tro­ckene Ur­land­schaft ein. Fast wie in der Ha­mada der Sa­hara. Hin­ter der Dür­ren­feld-Scharte ist die Reise nach Nord­afrika dann schnell wie­der vor­bei: Die Su­de­ten­deut­sche Hütte ge­rät ins Blick­feld und auch die al­pine Ve­ge­ta­tion zeigt sich wie­der in ih­rer vol­len Pracht.

Großvenediger – Gletscher wie am Südpol

Groß­ve­ne­di­ger /​ Ost­ti­rol (c) Tschurt­schentha­ler /​ AKZ

Hoch oben im Vir­gen­tal, süd­west­lich des ma­jes­tä­ti­schen Eis­doms des Groß­ve­ne­di­gers, be­fin­det sich ei­nes der größ­ten Glet­scher­pla­teaus der Ost­al­pen. Ge­wal­tige Eis­mas­sen, pfeif­fen­der Wind und Ei­ses­kälte. Zi­vi­li­sa­tion? Fehl­an­zeige. Will­kom­men in der „Ant­ark­tis” des Na­tio­nal­park Hohe Tau­ern. Nimmt man das „Ve­ne­di­ger­taxi” von Hin­ter­bichl zur Jo­han­nis­hütte (2.116 Me­ter) und steigt an­schlie­ßend rund zwei Stun­den zum De­freg­ger­haus (2.962 Me­ter) auf, ist die Ost­ti­ro­ler Ant­ark­tis zum Grei­fen nah. Ein fri­scher Glet­scher­wind weht um die Nase und in we­ni­gen Mi­nu­ten steht man mit­ten­drin – im ewi­gen Eis der Ve­ne­di­ger­gruppe.

Die Jagdhausalm – ein Hauch von Tibet

Jagd­hausalm /​ Ost­ti­rol (c) Na­tio­nal­park Hohe Tau­ern /​ Jo­han­nes Geyer

Die Jagd­hausalm ist keine Alm mit Holz­hüt­ten, wie man sie sich in den Al­pen vor­stellt. Dem ver­gäng­li­chen Holz weicht hier eine mas­sive Stein­bau­weise. Die äl­teste Alm Ös­ter­reichs ist für die Ewig­keit ge­baut. Auf 2.000 Me­tern See­höhe ge­le­gen und ein­ge­bet­tet zwi­schen Fel­sen und Gras­mat­ten, wird sie oft als „Klein Ti­bet“ der Al­pen be­zeich­net. Doch ist das Ost­ti­ro­ler Ti­bet deut­lich leich­ter er­reich­bar. Mit dem E‑Bike ge­langt man zur Alm samt Jau­sen­sta­tion in rund zwei Stun­den be­quem aus dem hin­ters­ten De­fer­eg­gen­tal. Wer dann noch nicht ge­nug hat, ra­delt wei­ter zum Klamm­joch (2.298 Me­ter) an der Grenze zu Süd­ti­rol.

Hohe Grube – Südseefeeling auf 2.700 Metern

Hohe Grube /​ Ost­ti­rol (c) Na­tio­nal­park Hohe Tau­ern /​ Mar­tin Kurztha­ler

Zwi­schen der Clara- und Es­se­ner-Ros­to­cker­hütte in der Ve­ne­di­ger­gruppe ver­läuft die so­ge­nannte „Al­pen­kö­nig­route”. Ein al­pi­ner Steig, der dem Prägrat­ner Berg­füh­rer Alois Ber­ger ge­wid­met ist. Er ist auf­grund sei­ner gro­ßen Er­fah­rung und sei­ner ex­zel­len­ten Orts­kennt­nisse in sei­ner Hei­mat auch als „Al­pen­kö­nig” be­kannt. Im Be­reich der Ho­hen Grube be­fin­det sich eine hoch­al­pine Se­en­land­schaft, de­ren Ufer mit feins­tem Sand­strand ge­säumt sind. An war­men Som­mer­ta­gen kommt da wah­res Süd­see­fee­ling auf. Ein­zig die Was­ser­tem­pe­ra­tur und die dünne Luft ver­deut­li­chen, dass man sich ge­rade 2.700 Me­ter über dem Mee­res­spie­gel be­fin­det.

Zedlacher Paradies: Baumriesen wie in den USA

Zed­la­cher Pa­ra­dies /​ Ost­ti­rol (c) Na­tio­nal­park Hohe Tau­ern /​ Kas­til As­sil

Das Zed­la­cher Pa­ra­dies ist ein 600 Jahre al­ter, lich­ter Lär­chen-Berg­wald an den son­ni­gen Süd­hän­gen des vor­de­ren Vir­gen­tals. Hier rei­hen sich knor­rige Baum­rie­sen an­ein­an­der, die ähn­lich wie die Mam­mut­bäume im Se­quoia Na­tio­nal­park in den USA ge­nü­gend Son­nen­licht bis zum Bo­den durch­drin­gen las­sen. Die Wald­bö­den sind des­halb mit ei­nem saf­ti­gen Grün über­zo­gen. In den licht­durch­flu­te­ten Zed­la­cher Wäl­dern merkt man schnell, dass der Bei­name „Pa­ra­dies” kei­nes­wegs aus der Luft ge­grif­fen ist. Auf ei­nem Rund­wan­der­weg und ei­nem spe­zi­ell für Fa­mi­lien an­ge­leg­ten The­men­weg er­fährt man mehr über den Wald, seine Tiere und das ein­zig­ar­tige Öko­sys­tem.

www.osttirol.com

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"