FLUGKNOW-HOW

Flightright: Tipps für das Fliegen nur mit Handgepäck

Nur mit Hand­ge­päck zu flie­gen, ist nicht nur auf Kurz- und Städ­te­rei­sen prak­tisch, son­dern auch auf Ge­schäfts­rei­sen be­liebt. Das Flug­gast­rech­te­por­tale Fligh­t­right er­klärt die wich­tigs­ten Hand­ge­päck­be­stim­mun­gen und gibt ei­nige wert­volle Tipps mit auf den Flug.

Güns­ti­gere Ti­ckets und keine War­te­zei­ten beim Check-in oder am Ge­päck­band ma­chen das Flie­gen mit dem klei­nen Kof­fer at­trak­tiv. Grund­sätz­lich müs­sen Air­lines auch je­dem Pas­sa­gier mit ge­buch­tem Ti­cket ein Hand­ge­päck­stück kos­ten­los ge­wäh­ren.

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Da­bei ist es un­wich­tig, wie güns­tig das Ti­cket ist oder wel­chen Ta­rif man ge­bucht hat. Bei den meis­ten Air­lines sind 8 Ki­lo­gramm er­laubt. Ei­nige we­nige – wie etwa Air Ber­lin, Ryan­air oder Vu­e­ling – las­sen ihre Kun­den so­gar 10 Ki­lo­gramm mit­neh­men.

Al­ler­dings wird mitt­ler­weile vom Bo­den­per­so­nal an den Air­ports vor al­lem die Größe ge­nauer kon­trol­liert – und das kann im Ernst­fall zu­sätz­li­che Kos­ten am Schal­ter ver­ur­sa­chen. Zu schwe­res oder zu gro­ßes Hand­ge­päck muss dann als Kof­fer auf­ge­ge­ben wer­den. Bei Ea­sy­jet kos­tet das zum Bei­spiel zu­sätz­lich 60 Euro, bei Ryan­air 50 Euro und bei KLM wer­den 35 Euro be­rech­net.

Vor­sicht ist auch bei ir­re­füh­ren­den Be­grif­fen ge­bo­ten, mit de­nen man­che Air­lines of­fen­bar ver­su­chen, den Kun­den zu ver­wir­ren. So heißt zum Bei­spiel das Frei­ge­päck für die Ka­bine beim is­län­di­schen Bil­lig­flie­ger WOW air „per­sön­li­cher Ge­gen­stand”.

Ein so­ge­nann­tes „Hand­ge­päck” kann zu­sätz­lich ge­bucht wer­den. Bei ei­nem Flug von Ber­lin nach New York kos­tet dies ab 30 Euro auf­wärts pro Flug. Die Pas­sa­giere soll­ten sich da­her vor ei­ner Reise mit den je­wei­li­gen Be­stim­mun­gen der Air­line ver­traut ma­chen. Üb­ri­gens: Ei­nen An­spruch auf den Stau­raum di­rekt beim Sitz­platz hat man nicht.

Was darf nicht ins Handgepäck?
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Der er­laubte In­halt und die Kon­trolle des Hand­ge­päcks un­ter­lie­gen in der ge­sam­ten Eu­ro­päi­schen Union den glei­chen Richt­li­nien, weiß der Fligh­t­right-Rechts­ex­perte Os­kar de Fe­lice. „Die Ver­ord­nung EG 300/​2008 legt die Stan­dards für ver­bo­tene Ge­gen­stände und Kon­trol­len fest. Da­bei sind vor al­lem die Si­cher­heit der Flug­gäste, aber auch der Schutz des Hand­ge­päcks vor un­be­fug­ten Ein­grif­fen durch Dritte wich­tig”.

Er­laubt sind nur Flüs­sig­kei­ten bis zu 100 ml pro Ge­gen­stand, die in ei­nem durch­sich­ti­gen Plas­tik­beu­tel mit ei­nem Vo­lu­men von höchs­tens ei­nem Li­ter trans­por­tiert wer­den müs­sen. Aus­ge­nom­men sind Me­di­ka­mente und Ba­by­nah­rung, wo­von man ru­hig mehr als nö­tig ein­pa­cken sollte, falls der Flie­ger Ver­spä­tung hat.

Feste Le­bens­mit­tel – wie zum Bei­spiel Brot – kön­nen in­ner­halb der EU ohne Be­den­ken mit­ge­nom­men wer­den, da über­all die glei­chen Vor­schrif­ten gel­ten. Liegt das Ziel nicht in der EU, gilt es die je­wei­li­gen Ein­fuhr­be­stim­mun­gen zu ken­nen: Ver­derb­li­che Le­bens­mit­tel wie Fleisch­wa­ren, Eier oder Milch­pro­dukte, aber auch Sa­men und Pflan­zen sind hier häu­fig an­mel­de­pflich­tig, um die ein­hei­mi­sche Flora und Fauna zu schüt­zen. Grund­sätz­lich sind scharfe Ob­jekte, Klin­gen, ent­zünd­li­che Sub­stan­zen und Werk­zeuge in der Flug­gast­ka­bine ver­bo­ten.

So packt man den „kleinen Koffer“
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Bei der Si­cher­heits­kon­trolle wird der Kof­fer­in­halt mit ei­nem Scan­ner sicht­bar ge­macht und mög­li­cher­weise auch hän­disch un­ter­sucht. Des­halb gilt hier rich­tig zu pa­cken, da­mit es dann auch schnell geht. Zur rich­ti­gen Pack-Tech­nik ge­hört, dass die Klei­dung ge­rollt wird, an­statt sie zu­sam­men­zu­le­gen. Am bes­ten die war­men und schwe­ren Sa­chen be­reits an­zie­hen, da im Flug­zeug oh­ne­hin kühle Tem­pe­ra­tu­ren herr­schen.

So­cken und Schmuck kann man in Schu­hen ver­stauen, die dann nach un­ten in den Kof­fer kom­men. Da­nach ver­teilt man die zu­sam­men­ge­rollte Klei­dung und als letz­tes kom­men Lap­top und Ta­blet so­wie der Plas­tik­beu­tel mit den Flüs­sig­kei­ten dar­auf. Die Ge­räte und die Kos­me­tik­pro­dukte müs­sen in se­pa­ra­ten Wan­nen durch die Si­cher­heits­kon­trolle und sind so schnel­ler greif­bar.

Au­ßer­dem emp­fiehlt Fligh­t­right, auf teure Rei­se­grö­ßen von Cremes und Sham­poo so­wie Hand­tü­cher zu ver­zich­ten. Letz­tere gibt es meist vor Ort und Kos­me­tik­pro­dukte las­sen sich leicht zu Hause in klei­nere Be­häl­ter um­fül­len. Wert­sa­chen, Bank­kar­ten und Aus­weise sollte man üb­ri­gens im­mer nah bei sich tra­gen.

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