Reisen erweitert den Horizont, bringt aber auch Herausforderungen mit sich. Wer unterwegs ist, kann sich im Ernstfall nicht in gleicher Weise auf das gewohnte Umfeld verlassen. Hausarzt, Familie oder vertraute Kontakte sind nicht unmittelbar verfügbar. Safeture verrät, wie Sie Risiken reduzieren und die Sicherheit auf Reisen erhöhen können.

Gesundheit: Die Vorbereitung ist entscheidend
Bereits vor der Abreise sollten Reisende mögliche Gesundheitsrisiken am Zielort prüfen. Dazu zählen Hygienestandards, Luftverschmutzung, Umweltbedingungen und Lebensmittelsicherheit. Selbst eine harmlose Erkältung kann unterwegs belastender sein als zu Hause.
Safeture-Tipps:
- Persönliche Reiseapotheke zusammenzustellen, um Symptome schnell behandeln zu können.
- Vorerkrankungen bei der Reiseplanung berücksichtigen und gegebenenfalls ärztlichen Rat einholen.
- Informieren über lokale medizinische Versorgungseinrichtungen und Notfallkontakte.
- Vorsicht vor Essensständen, Lebensmittel nur aus hygienisch sicheren Quellen konsumieren.

Finanzen: Den Zugang zum Geld absichern
In vielen Ländern funktionieren Kredit- und Debitkarten zuverlässig, in anderen Regionen jedoch nur eingeschränkt oder ausschließlich in größeren Städten. Reisende sollten daher vorab klären, welche Zahlungsmittel am Zielort akzeptiert werden.
Safeture-Tipps:
- Vor Reiseantritt bei der Bank informieren, ob die Nutzung lokaler Geldautomaten möglich ist.
- Bargeld als Backup einplanen.
- Eine zweite Zugriffsmöglichkeit auf Geld vorhalten, falls die Geldbörse gestohlen wird.
- Vor Ort ein kleines „Wegwerf-Portemonnaie“ mit einem kleinen Geldbetrag mit sich führen.

Straßenverkehr: Ein oft unterschätztes Risiko
Verkehrsunfälle zählen weltweit zu den häufigsten vermeidbaren Risiken für Reisende. Die Verkehrssicherheit variiert stark zwischen einzelnen Ländern. Laut Statistiken der World Health Organization gelten unter anderem skandinavische und westeuropäische Länder, Japan, Australien und Kanada als vergleichsweise risikoarm, während zahlreiche afrikanische Staaten sowie Teile Südostasiens ein höheres Risiko aufweisen.
Safeture-Tipps:
- Bei Jetlag oder Müdigkeit besonders vorsichtig fahren.
- Auf langen Strecken regelmäßige Pausen einplanen.
- Eine realistische Zeitplanung bei langen Strecken vornehmen, um Stress zu vermeiden.

Orientierung und Umfeld: Nicht im falschen Viertel landen
Gerade in Großstädten kann das Sicherheitsniveau von Straße zu Straße stark variieren. Auch mögliche Spannungen mit der lokalen Bevölkerung sollten berücksichtigt werden. Kulturelle Unterschiede oder die Herkunft aus einem bestimmten Land können unter Umständen rasch Ablehnung oder Aggressionen auslösen. Eine Sensibilisierung für kulturelle Besonderheiten hilft, Konflikte zu vermeiden.
Safeture-Tipps:
- Vorab über Stadtteile informieren und Hinweise von lokalen Kontakten oder Hotelpersonal einholen.
- Sensibel sein für kulturelle Besonderheiten.
- Demonstrationen und Konflikte meiden.

Kriminalität: Immer einen Plan B haben
Taschendiebstahl und Kleinkriminalität treten besonders häufig in touristischen Gegenden auf. Reisende sollten stets einen Plan B haben, um im Notfall weiterhin zahlungsfähig zu bleiben.
Safeture-Tipps:
- Alternative Zahlungsmittel vor Reisebeginn organisieren.
- Notfallkontakte zu lokalen Ärzten oder Krankenhäusern griffbereit haben.

Autorin: Elisabeth Kapral
Als Juristin hat Elisabeth gelernt, exakt zu formulieren. Das kommt ihr jetzt zugute, wenn sie für travel4news schreibt. Worüber sie schreibt, weiß sie dabei ganz genau, denn sie hat bereits 108 der 193 in der UNO vertretenen Länder besucht – und viele von ihnen auch mehrfach.