Peru gehört zu den facettenreichsten Reisezielen der Welt. Jede Jahreszeit bringt hier eigene Highlights der Natur und Kultur hervor. Sechs unvergessliche Erlebnisse in Peru zeigen exemplarisch, warum das Land zu Recht zu den Top-Destinationen 2026 zählt.
Zwischen Pazifikküste, Anden und Amazonas entfaltet Peru im Laufe des Jahres immer wieder neue Facetten und erzählt immer wieder neue Geschichten, wie vielfältig, überraschend und inspirierend das Land sein kann. Viele Regionen lassen sich dabei zu bestimmten Zeitpunkten besonders intensiv erleben – sei es wegen der klimatischen Bedingungen, kulturellen Höhepunkten oder seltenen Naturmomenten.
1 | Pinguine und Seelöwen

Der Jahresbeginn führt an die Südküste in die Region Ica mit dem Paracas Naturreservat, wo dann Hochsommer herrscht. Auf den dortigen Islas Ballestas leben Humboldt-Pinguine – eine der wenigen Pinguinarten in tropischen Breiten. Große Seelöwenkolonien, Pelikane und das rätselhafte Candelabro-Geoglyph machen die Region zu einem beeindruckenden Auftakt ins Reisejahr.
2 | Folklore am Titicacasee

Im Februar richtet sich der Blick ins Hochland. Die Fiesta de la Candelaria in Puno am Ufer des Titicacasees ist seit 2014 ein UNESCO-Weltkulturerbe und zieht als eines der größten Folklorefeste in Lateinamerika jedes Jahr Tausende Tänzer in farbenfrohen Kostümen an. Gleichzeitig beginnt dann eine Zeit der außergewöhnlich klaren Nächte, in der sich die südliche Milchstraße über dem Altiplano nahezu vollständig mit bloßem Auge erkennen lässt. In den Andengemeinden erinnern kleine Pachamama-Zeremonien zu Ehren von Mutter Erde daran, wie eng Natur und Kultur miteinander verbunden sind.
3 | Trekking im Hochgebirge

Mit dem April startet die Trekkingsaison in Huaraz – der Hauptstadt der nordperuanischen Region Áncash. Die Cordillera Blanca – das höchste tropische Gebirge der Welt – bietet jetzt glasklare Aussichten auf schneebedeckte Gipfel wie den Alpamayo, der einst zum schönsten Berg der Welt gewählt wurde, und den Huascarán, der mit 6.768 Metern den höchsten Berg Perus bildet. Einsame Hochtäler und türkisfarbene oder tiefblaue Gletscherlagunen machen die Region zu einem Paradies für Outdoor-Fans.
4 | Arequipa und das Colca-Tal

Im Mai rücken die Region Arequipa und das Colca-Tal in den Fokus. Der Colca Canyon bietet jetzt beste Bedingungen für Wanderungen und Beobachtungen des Andenkondors, der mit den ersten thermischen Aufwinden des Tages majestätisch über die Felswände gleitet. Traditionelle Landwirtschaft, Thermalquellen und Begegnungen mit lokalen Gemeinden zeigen, wie eng Natur und Alltag hier miteinander verwoben sind.
Ein besonderes Erlebnis sind die Homestays in den Dörfern. Eine Nacht unter dem Dach der Einheimischen bietet unvergessliche Eindrücke vom Leben in den Anden von Peru. Zudem ist schon die Anfahrt ein Erlebnis für sich: Beim Durchqueren des Naturreservats Salinas y Aguada Blanca sorgt der Anblick zahlreicher Lamas, Alpakas und Vikuñas für Verzücken.
5 | Flussdelfine im Amazonas

Der September gehört dem peruanischen Amazonasgebiet. Rund um Iquitos – der Hauptstadt der Region Loreto – herrscht in dieser Zeit eine stabile Wetterlage, die Tierbeobachtungen besonders begünstigt. Rosa Flussdelfine, Aras, Tukane und Faultiere lassen sich dann häufig blicken. Ganz tief im Regenwald bietet das Pacaya Samiria Nationalreservat unvergessliche Momente im direkten Kontakt mit Flora und Fauna. Flusskreuzfahrten ermöglichen es, den Amazonas aus einer neuen Perspektive zu erleben und in die tiefsten Winkel des Dschungels vorzudringen.
6 | Der Tutanchamun Lateinamerikas

Den Abschluss bildet der November mit einem Abstecher in die Regionen Lambayeque und La Libertad in Nordperu. Die „Ruta Moche” führt zu einigen der bedeutendsten archäologischen Stätten von Amerika. So hat etwa der „Señor de Sipán” – oft als „Tutanchamun Lateinamerikas” bezeichnet – mit seinen Grabbeigaben weltweit für Aufsehen gesorgt. Die farbigen Reliefs der Huaca de la Luna (La Libertad) und das Museum Tumbas Reales de Sipán (Lambayeque) bieten Einblicke in eine hoch entwickelte Kultur, die Wissenschaft und Öffentlichkeit bis heute fasziniert.

Autorin: Elisabeth Kapral
Als Juristin hat Elisabeth gelernt, exakt zu formulieren. Das kommt ihr jetzt zugute, wenn sie für travel4news schreibt. Worüber sie schreibt, weiß sie dabei ganz genau, denn sie hat bereits 108 der 193 in der UNO vertretenen Länder besucht – und viele von ihnen auch mehrfach.