Als die Eisenbahn einst den Wörthersee in Kärnten erstmals bequem und schnell erreichbar machte, begann ein neues Ritual: Aussteigen, Luft holen und ankommen. Im Werzers wurden die Gäste schon damals mit dem empfangen, was bis heute trägt – nämlich Wasser, Natur, Genuss und dem guten Gefühl, dass man nichts muss, außer genießen.
Anna Werzer – als Witwe liebevoll „Mama Werzer” genannt – stand für genau diesen Moment, in dem aus der Anreise die Auszeit wird. Auch heute würde sie ihre Gäste so empfangen: Freitag nach der Arbeit in den Zug, in Pörtschach aussteigen, im Werzers ankommen, abtauchen und am Sonntag leichter wieder heimfahren.
Dank der neuen Koralmbahn ist die Auszeit dabei so nah wie nie zuvor – und Kärnten wieder das ideale Ziel für ein spontanes Wochenende am See. Immerhin braucht es jetzt nur noch 41 Minuten von Graz und 3:10 Stunden von Wien, um Klagenfurt zu erreichen. Also: Einsteigen am Freitag, ankommen im Werzers Hotel Resort Pörtschach – und der Alltag bleibt irgendwo zwischen den Stationen zurück.
Freitag: Ankommen wie ein Ritual

Im Werzers passiert etwas sehr Wohltuendes, sehr Unaufgeregtes: Man checkt ein, geht aufs Zimmer und macht als Erstes die Balkontür auf. Dann ist da nur noch der Wörthersee. Weite. Licht. Luft, die sofort nach Süden klingt. Kein Programm, kein Druck. Nur dieses leise „Ah”, das ein Wochenende erst zu einem Wochenende macht.
Am Abend gibt es ein Dinner, das sich Zeit nimmt. Ein Glas, das nicht nebenbei passiert. Und danach vielleicht noch ein kurzer Spaziergang ans Wasser. Dann schlafen, als wäre der Kopf endlich einmal offline.
Samstag: Badehaus und Pioniergeist

Der Samstag beginnt mit einem Frühstück ohne Eile und mit einer Entscheidung, die Anna Werzer vermutlich immer empfohlen hätte: Zuerst das Wohlgefühl! Das Herzstück des Resorts ist das historische Badehaus – ein Ort mit Geschichte und Charakter, der sich gleichzeitig ganz zeitgemäß anfühlt. Erholung wird hier nicht inszeniert, sondern passiert – warm werden, abtauchen, loslassen.
Danach lässt man den Tag genau so werden, wie man ihn braucht, vielleicht mit einem Treatment für Gesicht, Körper und Geist, das das Wochenende wie ein Reset anfühlen lässt. Oder mit Bewegung, die leichtfällt: ein Match auf den hauseigenen Tennisplätzen, eine Runde mit dem Rad, ein bisschen Aktivsein am See und anschließend zurück in die Ruhe.
Am Nachmittag zieht es einen dann endgültig nach draußen: Flanieren auf der Promenade, vielleicht ein Abstecher nach Velden oder Maria Wörth. Der Wörthersee macht selbst einfache Dinge besonders.
Sonntag: Frühstück mit Seeblick und Heimfahrt

Der Sonntag beginnt nicht mit der Abreise, sondern mit noch einmal Genuss, Frühstück, Kaffee, Zeit. Dann noch ein letzter See-Moment, ein kurzer Spaziergang, barfuß ans Wasser, je nach Saison sogar ein Sprung hinein. Irgendwann ist es soweit: Koffer zu, noch einmal der Blick in die Weite und zurück Richtung Bahnhof – ohne Stau und ohne Parkplatzsuche.
Wer mit dem Zug anreist und beim Check-in die Ticketvorlage zeigt, erhält übrigens ab zwei Übernachtungen einen Gutschein über 15 Prozent für den nächsten Aufenthalt im Werzers. So wird aus dem spontanen Wochenende ganz leicht ein Wiedersehen.

Autorin: Elisabeth Kapral
Als Juristin hat Elisabeth gelernt, exakt zu formulieren. Das kommt ihr jetzt zugute, wenn sie für travel4news schreibt. Worüber sie schreibt, weiß sie dabei ganz genau, denn sie hat bereits 108 der 193 in der UNO vertretenen Länder besucht – und viele von ihnen auch mehrfach.










