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Kalbarri Skywalks: Westaustralien hat eine neue Attraktion

Die Be­su­cher des Kal­barri Na­tio­nal­parks an der Küste von West­aus­tra­lien dür­fen sich künf­tig fast wie im be­rühm­ten Grand Can­yon füh­len. So­eben wur­den hier zwei neue „Sky­walks“ er­öff­net – frei­tra­gende Aus­sichts­platt­for­men, die in 100 Me­tern Höhe weit in die Schlucht des Murchi­son Ri­ver hin­ein­ra­gen und eine spek­ta­ku­läre Aus­sicht bie­ten.

Die bei­den Platt­for­men, die sich am Aus­sichts­punkt West Loop be­fin­den, er­stre­cken sich 17 und 25 Me­ter weit über die Ab­bruch­kante in die Schlucht hin­ein. Beim Spa­zier­gang in luf­ti­ger Höhe ge­nie­ßen die Be­su­cher ein 360-Grad-Pan­orama auf das wilde Busch­land des Parks, wäh­rend sich tief un­ten ih­ren Fü­ßen der Murchi­son Ri­ver sei­nen Weg in der von rost­ro­ten Fels­wän­den ge­säum­ten Schlucht zum In­di­schen Ozean bahnt.

Kalbarri Nationalpark Westaustralien
Kal­barri Sky­walk (c) De­part­ment of Bio­di­ver­sity Con­ser­va­tion & At­trac­tions

Wich­ti­ger Be­stand­teil des Sky­walks sind Kunst­werke von Ab­ori­gi­nal-Künst­lern – in­spi­riert von der Schön­heit der Re­gion und dem kul­tu­rel­len Erbe der hier an­säs­si­gen Nanda. Auf dem Ein­gangs­schild zur Aus­sichts­platt­form ist „Kaju Yatka“ zu le­sen, was in der Spra­che der Nanda so viel wie „Him­mel“ und „zu Fuß ge­hen“ be­deu­tet. Die Beemarra-Schlange aus den Traum­zeit­ge­schich­ten der Nanda wurde als Weg­wei­ser in den Pfad ge­strahlt und über­di­men­sio­nierte „Mes­sage Sticks“ aus ge­schweiß­tem Me­tall bil­den eine Art „Wald“ in der Nähe des Ein­gangs.

Kal­barri liegt sechs Au­to­stun­den nörd­lich von West­aus­tra­li­ens Haupt­stadt Perth. Be­kannt ist der Na­tio­nal­park vor al­lem für sein be­rühm­tes „Nature’s Win­dow“ – ein Fels­fens­ter mit be­ein­dru­cken­dem Blick über die Schlucht. Die Be­su­cher er­le­ben den Park auf zahl­rei­chen Wan­der­we­gen ver­schie­de­ner Schwie­rig­keits­grade oder bei ei­ner Ka­jak-Tour auf dem Murchi­son Ri­ver.

Nature’s Win­dow /​ Kal­barri Na­tio­nal Park (c) Tou­rism Wes­tern Aus­tra­lia

Aben­teu­er­lus­tige kön­nen sich im Rah­men ei­ner or­ga­ni­sier­ten Tour auch von ei­ner 35 Me­ter ho­hen Fels­wand in die Schlucht hin­ein ab­sei­len. Der Na­tio­nal­park ist täg­lich von 6 Uhr mor­gens bis 18 Uhr abends (von Son­nen­auf­gang bis Son­nen­un­ter­gang) um 15 Dol­lar pro Fahr­zeug ge­öff­net. Es gibt keine zu­sätz­li­chen Kos­ten für den Zu­gang zum Kal­barri Sky­walk.

Die spek­ta­ku­lä­ren Klip­pen an der Küste von Kal­barri sind eben­falls se­hens­wert. Von ih­nen las­sen sich zwi­schen Juni und No­vem­ber zahl­rei­che Bu­ckel­wale auf ih­rer jähr­li­chen Wan­de­rung ent­lang der Küste be­ob­ach­ten. Un­weit von Kal­barri liegt au­ßer­dem der pinke See „Hutt Lagoon” in Port Gre­gory. Im ver­gan­ge­nen Jahr wur­den im Kal­barri Na­tio­nal­park rund 450.000 Be­su­cher re­gis­triert.

parks.dpaw.wa.gov.au/park/kalbarri

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