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    Drohne auf Reisen: Das müssen Sie im Ausland beachten

    „Tou­rist we­gen Droh­nen­flug ver­haf­tet”. Schlag­zei­len die­ser Art häu­fen sich und füh­ren zu ei­ner Ver­un­si­che­rung bei Rei­sen­den, die ihre Drohne mit in den Ur­laub neh­men möch­ten. Ge­rade in der Ur­laubs­zeit er­rei­chen den ÖAMTC dazu viele An­fra­gen. Der Mo­bi­li­täts­club hat da­her die wich­tigs­ten Ant­wor­ten zu­sam­men­ge­stellt.

    (c) pixabay

    „Wer seine Drohne mit ins Aus­land neh­men möchte, sollte sich vorab über all­ge­meine und län­der­spe­zi­fi­sche Vor­schrif­ten in­for­mie­ren. Die Re­ge­lun­gen un­ter­schei­den sich von Land zu Land stark und bei Ver­stö­ßen dro­hen – wie auch in Ös­ter­reich – hohe Stra­fen”, weiß ÖAMTC-Droh­­nen­ex­perte Ben­ja­min Het­zen­dor­fer.

    Zu den all­ge­mein gül­ti­gen Re­geln für Droh­nen­pi­lo­ten im In- und Aus­land ge­hö­ren: auf Sicht flie­gen, die Pri­vat­sphäre Drit­ter und den Da­ten­schutz ach­ten, aus­rei­chend Ab­stand zu Ge­bäu­den und un­be­tei­lig­ten Per­so­nen hal­ten, Flug­ver­bots­zo­nen be­ach­ten und lan­den, wenn sich Flug­zeuge oder He­li­ko­pter nä­hern.

    „Wich­tig ist auch der Ab­schluss ei­ner Haft­pflicht­ver­si­che­rung, denn bei ei­nem Un­fall haf­tet der Droh­nen­pi­lot”, rät der Ex­perte. Ab Som­mer 2020 gel­ten in al­len EU-Mit­­­glie­d­­staa­­ten ein­heit­li­che recht­li­che Be­stim­mun­gen. Dann wird auch die Droh­nen­nut­zung in vie­len Ur­laubs­de­sti­na­tio­nen we­sent­lich ein­fa­cher. Noch ha­ben aber viele Län­der ihre ei­ge­nen Vor­ga­ben – hier eine Über­sicht:

    (c) pixabay

    Kroa­tien. Droh­nen sind in Kroa­tien nach Ge­wicht und Flug­ge­schwin­dig­keit in ver­schie­dene Ka­te­go­rien un­ter­teilt. Im Re­gel­fall muss schon vor der Reise eine Re­gis­trie­rung bei der Luft­fahrt­be­hörde er­fol­gen. Eine Pla­kette mit Name, Adresse und Kon­takt­mög­lich­kei­ten ist eben­falls vor­ge­schrie­ben. Fo­to­gra­fie­ren und Fil­men mit Droh­nen ist in Kroa­tien für Tou­ris­ten kaum mög­lich, denn da­für be­darf es ei­ner Ge­neh­mi­gung der State Geo­de­tic Ad­mi­nis­tra­tion, die für Ur­lau­ber je­doch nor­ma­ler­weise nicht er­teilt wird.

    Grie­chen­land. Droh­nen dür­fen in Grie­chen­land ohne Be­wil­li­gung 49 Me­ter hoch und im Um­kreis von 50 Me­tern ge­flo­gen wer­den. Mit vor­he­ri­ger Be­wil­li­gung der Luft­fahrt­be­hör­den sind es 120 Me­ter Höhe und 500 Me­ter Ent­fer­nung. Zu Flug­hä­fen ist ein Min­dest­ab­stand von acht Ki­lo­me­tern ein­zu­hal­ten, wo­mit die Drohne auf vie­len Ur­laubs­in­seln im Kof­fer blei­ben muss.

    Ita­lien. „Für den pri­va­ten Ge­brauch von Droh­nen ist in Ita­lien keine Ge­neh­mi­gung der Luft­fahrt­be­hörde not­wen­dig”, weiß Ben­ja­min Het­zen­dor­fer: „Der Pi­lot darf das Ge­rät ma­xi­mal 70 Me­ter hoch und in 200 Me­ter Ent­fer­nung flie­gen. Aber Ach­tung: Für ei­nige Städte – wie zum Bei­spiel Ve­ne­dig – gilt ein Flug­ver­bot für Droh­nen.”

    Deutsch­land. Hier gilt für Droh­nen mit mehr als 250 Gramm Ab­flug­ge­wicht eine Kenn­zeich­nungs­pflicht. Das heißt: Der Name und die Adresse des Be­sit­zers müs­sen feu­er­fest und deut­lich sicht­bar am Ge­rät an­ge­bracht sein. Für Droh­nen mit mehr als zwei Ki­lo­gramm Ab­flug­ge­wicht be­nö­tigt man ei­nen Flug­kennt­nis­nach­weis.

    (c) pixabay

    Wer mit dem Flug­zeug ver­reist, sollte wis­sen: „Wäh­rend die Drohne selbst im Kof­fer trans­por­tiert wer­den kann, soll­ten die Ak­kus im Hand­ge­päck un­ter­ge­bracht wer­den”, er­klärt der Ex­perte des Mo­bi­li­täts­clubs: „Da es sich meis­tens um be­son­ders heikle Li­­thium-Po­­ly­­mer-Ba­t­­te­­rien han­delt, emp­fiehlt sich der Trans­port in ei­nem feu­er­fes­ten Auf­be­wah­rungs­beu­tel – zum Bei­spiel in ei­nem so­ge­nann­ten Lipo Bag.”

    Auf­grund der Pan­ora­ma­frei­heit dür­fen prin­zi­pi­ell auch Ur­laubs­fo­tos von ur­he­ber­recht­lich ge­schütz­ten Ge­bäu­den ver­öf­fent­licht wer­den – so­lange sie von öf­fent­li­chen Ver­kehrs­we­gen aus zu se­hen sind. Aber Vor­sicht: „Wer ein be­rühm­tes Bau­werk mit ei­ner Drohne fo­to­gra­fiert und das Bild on­line stellt, kann Pro­bleme be­kom­men”, warnt Het­zen­dor­fer: „Die Pan­ora­ma­frei­heit gilt dann meist nicht, da Droh­nen aus Per­spek­ti­ven fo­to­gra­fie­ren oder fil­men, die für den nor­ma­len Be­trach­ter im öf­fent­li­chen Raum nicht er­reich­bar sind.”

    Nä­here In­fos zur neuen EU-Droh­­nen­­ver­­or­d­­nung und zu recht­li­chen Be­stim­mun­gen der be­lieb­tes­ten Ur­laubs­ziele sind auf www.oeamtc.at/drohnen zu fin­den. Hilf­rei­che Tipps und Tricks für ein si­che­res Flug­ver­gnü­gen bie­tet die kos­ten­lose Droh­­nen-Info-App des ÖAMTC für An­droid und iOS.

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