Griechenland (c) pixabay

Kurze Gebrauchsanweisung für fünf beliebte Reiseländer

Die Reise-Ex­per­ten von Ho­li­day­Check ha­ben fünf Mini-Rei­se­füh­rer zu­sam­men­ge­stellt, die aus­ge­druckt (bei­nahe) auf eine Hand­flä­che pas­sen. Mit die­sen Kurz-Ge­brauchs­an­wei­sun­gen für die be­lieb­tes­ten Rei­se­län­der – Ägyp­ten, Grie­chen­land, Spa­nien, Por­tu­gal und die Tür­kei – sol­len die Ur­lau­ber bes­tens ge­rüs­tet sein.

Ägypten

Ägyp­ten (c) pixabay

Facts & Fi­gu­res:

→ Eine Mil­lion Qua­drat­ki­lo­me­ter, 97 Mil­lio­nen Ein­woh­ner, Haupt­stadt: Kairo, mus­li­misch ge­prägt, Amts­spra­che ist Ara­bisch

Top-Se­hens­wür­dig­kei­ten:

→ Tem­pel von Lu­xor: eine der größ­ten Tem­pel­an­la­gen des al­ten Ägyp­tens
→ Ägyp­ti­sches Mu­seum in Kairo
→ Khan El-Kha­lili-Ba­sar in Kairo
→ Sul­tan Hassan Mo­schee in Kairo: eine der größ­ten Mo­scheen welt­weit
→ Berg Si­nai: hier soll Mo­ses die Zehn Ge­bote emp­fan­gen ha­ben – heute steht an dem Ort eine Ka­pelle und eine Mo­schee

Über­be­wer­tet:

→ Py­ra­mi­den von Gi­zeh: im­mer wie­der An­schläge, auch auf Tou­ris­ten

Na­tio­nal­ge­richt:

→ Kos­hari („Misch­masch“) aus ge­koch­ten Lin­sen, Reis, Nu­deln, Ki­cher­erb­sen und Soße

Un­be­dingt pro­bie­ren:

→ Mit Zie­gen­käse ge­füllte Dat­teln
→ Ku­nafa: ein in Si­rup ge­tränk­ter Blät­ter­teig, der mit Ka­daif (En­gels­haar), Käse, But­ter und Pis­ta­zien oder Nüs­sen ge­macht wird

Un­nüt­zes Wis­sen:

→ Die al­ten Ägyp­ter er­fan­den den „mo­der­nen“ Ka­len­der mit 365 Ta­gen
→ Die Lieb­lings­sport­art der Ägyp­ter ist Fuß­ball
→ In Ägyp­ten wurde be­reits vor un­ge­fähr 4.000 Jah­ren Bier ge­braut – Jahr­tau­sende vor den Deut­schen

Fett­näpf­chen:

→ Au­ßer­halb der Ho­tel­an­lage zu kurze Rö­cke, Ho­sen oder Shirts tra­gen – das gilt auch für Män­ner
→ Oben ohne oder gar Nackt­ba­den
→ Kör­per­li­che Lie­bes­be­kun­dun­gen in der Öf­fent­lich­keit
→ Zu we­nig Trink­geld ge­ben: Min­des­tens 10 Pro­zent beim Es­sen oder Ta­xi­fahr­ten, das Zim­mer­mäd­chen im Ho­tel be­kommt je nach Ho­tel­klasse 2 bis 5 Euro pro Tag

App-Emp­feh­lung:

„Hur­ghada App“: mo­bi­ler Rei­se­füh­rer mit In­for­ma­tio­nen rund um den Ur­laubs­ort am Ro­ten Meer

Bes­tes Mit­bring­sel:

→ Ge­würze vom Markt in Al Da­har in Hur­ghada

Griechenland

Grie­chen­land (c) pixabay

Facts & Fi­gu­res:

→ 131.000 Qua­drat­ki­lo­me­ter, 11 Mil­lio­nen Ein­woh­ner, Haupt­stadt: Athen, grie­chisch-or­tho­dox ge­prägt, Amts­spra­che ist Neu­grie­chisch

Top-Se­hens­wür­dig­kei­ten:

→ Berg Olymp: hier stand der grie­chi­schen My­tho­lo­gie zu­folge der Thron des Zeus
→ Ora­kel von Del­phi am Berg von Par­nas­sus
→ Klös­ter von Me­teora mit der um­lie­gen­den Land­schaft
→ In­sel Mi­los: bunte Fi­scher­häus­chen und Traum­strände
→ In­sel Kreta und der Strand von Ba­los: viel­fäl­tig und ab­wechs­lungs­reich

Über­be­wer­tet:

→ San­to­rini zur Haupt­rei­se­zeit: sehr über­lau­fen und teuer

Na­tio­nal­ge­richt:

→ Gy­ros: ge­grillte Schwei­ne­fleisch­stü­cke mit Pita-Brot

Un­be­dingt pro­bie­ren:

→ Meze: kleine Vor­spei­sen zum Tei­len
→ Ho­ria­tiko Psomi: Brot mit vie­len Kräu­tern ge­würzt

Un­nüt­zes Wis­sen:

→ Im Som­mer „le­ben“ in Grie­chen­land mehr Tou­ris­ten als Grie­chen
→ Ein Ge­setz be­sagt, dass 75 Pro­zent der Crew je­des grie­chi­schen Schif­fes grie­chisch sein muss
→ Kein Ort in Grie­chen­land ist mehr als 137 Ki­lo­me­ter von der Küste ent­fernt

Fett­näpf­chen:

→ Ei­nen Gang beim Es­sen aus­las­sen gilt als Be­lei­di­gung der Koch­künste
→ Oben ohne ba­den ist in Grie­chen­land ein No-Go
→ Zu kurze Ho­sen, Rö­cke oder Klei­der beim Abend­essen tra­gen
→ In der Ta­verne mehr als ei­nen Euro Trink­geld ge­ben

App-Emp­feh­lung:

„Tri­pin­View“: Web­site mit hoch­auf­lö­sen­den Fo­tos der grie­chi­schen Küste – ent­wi­ckelt in Grie­chen­land

Bes­tes Mit­bring­sel:

→ Hand­ge­machte, braune Le­der­san­da­len – ne­ben dem grie­chi­schen Klas­si­ker bie­ten lo­kale De­si­gner auch aus­ge­fal­lene Mo­delle

Mallorca

Palma de Mal­lorca (c) pixabay

Facts & Fi­gu­res:

→ 3.600 Qua­drat­ki­lo­me­ter, 875.000 Ein­woh­ner, Haupt­stadt: Palma de Mal­lorca, rö­misch-ka­tho­lisch ge­prägt, Amts­spra­che ist ne­ben Ka­ta­la­nisch auch Spa­nisch

Top-Se­hens­wür­dig­kei­ten:

→ Ka­the­drale von Palma: be­son­ders am Mor­gen reiz­voll, wenn der Son­nen­auf­gang den In­nen­raum in ein Far­ben­meer ver­wan­delt
→ Cap de Formen­tor: Steil­küste mit ver­schie­de­nen Aus­sichts­punk­ten und Stein­for­ma­tio­nen
→ Serra de Tra­m­un­tana: Land­schafts­for­ma­tion aus Tro­cken­stein­mau­ern und Ter­ras­sen­fel­dern
→ Co­ves de Drac: Dra­chen­höh­len mit dem größ­ten un­ter­ir­di­schen See Eu­ro­pas

Über­be­wer­tet:

→ Ma­galuf und Are­nal: meist sehr voll, ideal für Par­ty­ur­lau­ber, je­doch we­ni­ger für Strand- und Er­ho­lungs­ur­laub

Na­tio­nal­ge­richt:

→ Frito Mal­lor­quin: Schwein­ein­ne­reien mit Ge­müse im Ton­topf, ser­viert mit viel Oli­venöl
→ En­saï­mada: sü­ßes Hefe-Schmalz­ge­bäck

Un­be­dingt pro­bie­ren:

→ Tum­bet: Ge­mü­se­ge­richt mit ge­bra­te­nen Au­ber­gi­nen, Kar­tof­feln, ro­ter Pa­prika, To­ma­ten, Oli­venöl und Knob­lauch

Un­nüt­zes Wis­sen:

→ Der „Bal­ler­mann“ ist seit 1994 eine ge­schützte und re­gis­trierte Marke

Fett­näpf­chen:

→ In Ba­de­be­klei­dung durch die Städte lau­fen kos­tet bis zu 200 Euro Strafe
→ Eine „Cola“ be­stel­len, denn cola heißt auf Spa­nisch „Schwanz, Schlange“ – bes­ser, man be­stellt ein „Coke“

App-Emp­feh­lung:

„Mal­lorca Ru­na­way“: mo­bi­ler Rei­se­füh­rer für Mal­lorca mit In­for­ma­tio­nen rund um die In­sel

Bes­tes Mit­bring­sel:

→ „Si­urells de Fang“ (Ton­pfei­fen)
→ Mal­lor­qui­ni­sches Oli­venöl

Portugal

Porto (c) pixabay

Facts & Fi­gu­res:

→ 92.000 Qua­drat­ki­lo­me­ter, 11 Mil­lio­nen Ein­woh­ner, Haupt­stadt: Lis­sa­bon, rö­misch-ka­tho­lisch ge­prägt, Amts­spra­che ist Por­tu­gie­sisch

Top-Se­hens­wür­dig­kei­ten:

→ Porto mit sei­ner ge­müt­li­chen Alt­stadt und dem be­rühm­ten Port­wein
→ „Par­que Na­tu­ral do Su­doeste Alen­te­jano e Costa Vicen­tina“ mit sel­te­nen Tier- und Pflan­zen­ar­ten
→ „Kno­chen­kir­che“ in Evora
→ Lis­sa­bons äl­tes­tes Vier­tel „Al­fama“

Über­be­wer­tet:

→ Re­stau­rants im Lis­sa­bo­ner Be­zirk Chiado: häu­fig we­nig au­then­ti­sches Es­sen zu über­höh­ten Prei­sen

Na­tio­nal­ge­richt:

→ Ba­cal­hau („Stock­fisch“): meist Ka­bel­jau oder See­lachs
→ Pas­t­eis de Nata: Blät­ter­teig­ge­bäck mit Va­nil­le­creme ge­füllt

Un­be­dingt pro­bie­ren:

→ Sa­pa­teira: eine Krebs­art, die es nur in Por­tu­gal gibt
→ Caldo Verde: Suppe aus Kar­tof­feln, Grün­kohl, Zwie­beln und Schwei­ne­würs­ten

Un­nüt­zes Wis­sen:

→ Der äl­teste Buch­la­den der Welt steht in Lis­sa­bon – die „Li­v­ra­ria Bert­rand“ in der „Rua Gar­ret“
→ Die 1383 ge­schlos­sene Al­li­anz zwi­schen Por­tu­gal und Eng­land ist die äl­teste, noch be­stehende der Welt

Fett­näpf­chen:

→ Por­tu­gal mit Spa­nien gleich­set­zen
→ Beim Es­sen het­zen und sich keine Zeit neh­men
→ FKK-Ba­den

Bes­tes Mit­bring­sel:

→ Port­wein
→ Bunte Ke­ra­mik­flie­sen

Türkei

Is­tan­bul (c) pixabay

Facts & Fi­gu­res:

→ 783.000 Qua­drat­ki­lo­me­ter, 82 Mil­lio­nen Ein­woh­ner, Haupt­stadt: An­kara, mus­li­misch ge­prägt, Amts­spra­che ist Tür­kisch

Top-Se­hens­wür­dig­kei­ten:

→ Ha­gia So­phia in Is­tan­bul: Mu­seum mit Mo­sai­ken bi­bli­scher Sze­nen in ei­ner ehe­ma­li­gen by­zan­ti­ni­schen Kir­che und Mo­schee
→ Top­kapi-Pa­last in Is­tan­bul: jahr­hun­der­te­lang der Wohn- und Re­gie­rungs­sitz der Sul­tane und Ver­wal­tungs­zen­trum des al­ten Os­ma­ni­schen Reichs
→ Pa­muk­kale und seine wei­ßen Sin­ter­ter­ras­sen samt Aus­flug in die an­tike Stadt Hier­a­po­lis
→ Ca­vu­sin: eine ehe­ma­lige grie­chi­sche Stadt, de­ren Häu­ser in die Berge ge­baut wur­den – heute eine Geis­ter­stadt
→ But­ter­fly Vil­lage in der Nähe von Ólü­deniz mit un­be­rühr­ter Na­tur und wei­ßem Sand­strand

Über­be­wer­tet:

→ „Grand Ba­zaar“ in Is­tan­bul: meist über­lau­fen und über­teu­ert – der Ge­würz­markt ist deut­lich ent­spann­ter
→ Shop­pen in Fa­brik-Out­lets: die Wa­ren sind meist von schlech­ter Qua­li­tät und da­für zu teuer

Na­tio­nal­ge­richt:

→ Kuru Fa­su­lye: wei­ßer Boh­nen­ein­topf mit To­ma­ten, der auf Reis ser­viert wird

Un­be­dingt pro­bie­ren:

→ İmam bay­ıldı („Der Imam fiel in Ohn­macht“): mit To­ma­ten ge­füllte und im Ofen ge­schmorte Au­ber­gi­nen

Un­nüt­zes Wis­sen:

→ Die Tür­kei hat den höchs­ten Pro-Kopf-Ver­brauch von Tee welt­weit: 91 Pro­zent der Tür­ken trin­ken je­den Tag min­des­tens eine Tasse Tee

Fett­näpf­chen:

→ Ge­trennte Rech­nun­gen im Re­stau­rant – tra­di­tio­nel­ler­weise legt die Es­sens­ge­mein­schaft zu­sam­men
→ In gro­ßen Ge­schäf­ten feil­schen – das ist nur auf dem Ba­sar in Ord­nung
→ Den „Cay“ (Tee) nach dem Es­sen ab­leh­nen – die­ser ist in der Re­gel gra­tis und es gilt als ex­trem un­höf­lich

App-Emp­feh­lung:

„Tur­key Tra­vel Guide by Tri­poso“: mo­bi­ler Rei­se­füh­rer für die gro­ßen Städte und Ba­de­orte in der Tür­kei mit In­for­ma­tio­nen und Tipps zum Sight­see­ing

Bes­tes Mit­bring­sel:

→ Lo­kum („Tur­kish De­light“): süße Ge­lee­wür­fel – bei­spiels­weise mit Man­deln und Ro­sen­was­ser, auch mo­dern in­ter­pre­tiert

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