Die Restau­rants und Bars des Hotel Sacher in Wien bestechen seit jeher mit unver­gleich­li­chem Design. Beim soeben neu eröff­neten „Salon Sacher“ gingen die Eigen­tümer Alex­andra Winkler und Georg Gürtler zurück in die gol­denen Zwan­ziger-Jahre und damit auch einen gewagten Schritt nach vorn.

Das typi­sche Sacher-Flair in plü­schigem Rot, das vor allem Wien-Besu­cher aus aller Welt gera­dezu magisch anlockt, findet man hier jeden­falls viel weniger domi­nant als im benach­barten „Café Sacher“. Statt­dessen werden die Besu­cher in einem kleinen, zurück­hal­tenden Salon klang­voll in die fran­zö­si­schen Zwan­ziger ent­führt – kein Rot, dafür Schwarz, Gold und die Trend­farbe Koralle.

Salon Sacher (c) Hotel Sacher Wien

Auch das Angebot über­rascht und ent­spricht nicht dem, was man von Sacher gewohnt wäre. Char­mant augen­zwin­kernd wie anno dazumal locken feinste Deli­ka­tessen, die schon Anna Sacher ihren Gästen ser­vierte: Neben Crevetten-Cock­tail, Gän­se­le­ber­mousse oder Trüf­felschinken mit Salade Russe ver­führen exqui­site Cock­tail-Krea­tionen, die den Abend beschwingt beginnen lassen.

Mit „Death in the After­noon“ und wei­teren span­nenden Varia­tionen wird auch Absinth wieder dem kuli­na­ri­schen Lie­bes­spiel hin­zu­ge­fügt. Mit der tra­di­tio­nellen Absinth-Prä­pa­ra­tion mit Zucker und Eis­wasser genießt man in kleiner und grö­ßerer Runde den schmei­chelnden Geschmack einer ver­gan­genen Epoche.

Salon Sacher (c) Hotel Sacher Wien

Aus­schlag­ge­bend für die Design- und Kon­zept­wahl des Salon Sacher war die Ent­de­ckung einer his­to­ri­schen Stuck­decke wäh­rend der Umbau­ar­beiten. Sie wurde ori­gi­nal­ge­treu restau­riert und ins Design­kon­zept ein­ge­baut. Statt opu­lenter Luster tau­chen daher auch gebo­gene Kugel­leuchten den Raum in ein stim­mungs­volles Licht.

„Mit dem Sacher ver­bindet man schnell einen unver­wech­sel­baren Stil, auf den wir sehr stolz sind und den wir stets der Zeit ange­passt bei­be­halten wollen. Beim Salon Sacher haben wir uns dann jedoch bewusst dazu ent­schlossen, aus einer uner­war­tenden Situa­tion etwas Uner­war­tetes zu machen. Etwas für das Sacher fast Pro­vo­kantes“, sagt Alex­andra Winkler.

Zusammen mit Erich Ber­nard von BWM Archi­tekten, die 2017 bereits das „Sacher Eck“ gestal­teten, zeich­nete sie für das Design­kon­zept ver­ant­wort­lich. „Bei fast jeder Reno­vie­rung stoßen wir auf etwas His­to­ri­sches und längst Ver­ges­senes. Es wäre schade, so her­vor­ra­gend erhal­tene Desi­gnele­mente nicht auf­zu­greifen und zu inte­grieren“, ergänzt Georg Gürtler. Der „Salon Sacher“ ist täg­lich von 12 bis 20:30 Uhr geöffnet.

www.sacher.com

Salon Sacher (c) Hotel Sacher Wien