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    22. Juli 2019

    Die zehn kuriosesten Einfuhrverbote rund um die Welt

    Andere Länder, andere Sitten – das gilt auch für den Zoll. Die Rei­se­such­ma­schine checkfelix.com hat die zehn kurio­sesten Zoll­be­stim­mungen aus der ganzen Welt zusam­men­ge­stellt und verrät, in welche Fett­näpf­chen die Rei­senden lieber nicht treten sollten.

    Singapur: Bitte kein Kaugummi!

    Sin­gapur bei Nacht (c) travel by tropf

    Wer sich auf dem Weg nach Sin­gapur befindet und lei­den­schaft­lich gerne Kau­gummi kaut, sollte seine Packung lieber im Flug­zeug liegen lassen oder recht­zeitig vor der Zoll­kon­trolle ent­sorgen. In Sin­gapur sind Kau­gummis näm­lich nur in der Apo­theke mit einem ärzt­li­chen Rezept erhält­lich. Der Zoll ist bei der Ein­fuhr gna­denlos und droht mit Buß­gel­dern von bis zu 66.000 Euro. Der Grund: Sin­gapur ist dafür bekannt, großen Wert auf sau­bere Straßen zu legen. Damit es zu keinen Ver­schmut­zungen durch achtlos ent­sorgte Kau­gummis kommt, hat die Regie­rung diese Zoll­be­stim­mung ein­ge­führt.

    Deutschland: Bitte keine Kartoffel!

    Deutsch­land ist welt­weit bekannt für seine innige Bezie­hung zu Kar­tof­feln. Wer bei einer Reise nach Deutsch­land exo­ti­sche Sorten aus dem Aus­land mit­bringen möchte, sollte daher auf­passen: In Deutsch­land ist die Ein­fuhr von Kar­tof­feln aus Län­dern außer­halb der EU ver­boten – auch in geringen Mengen. Der Grund: Das Risiko der Ver­brei­tung der bak­te­ri­ellen Ring­fäule ist zu hoch.

    Brasilien: Bitte kein Honig!

    Rio de Janeiro (c) Qatar Air­ways

    Wer auf seinen Honig nicht ver­zichten kann, sollte besser nicht nach Bra­si­lien reisen. Denn dort ist die Ein­fuhr von Honig und allen Neben­pro­dukten strengs­tens ver­boten. Kerzen aus Bie­nen­wachs oder Honig­gläser sind dem­nach eben­falls keine geeig­neten Mit­bringsel. Der Grund: Die hei­mi­sche Fauna soll vor tie­ri­schen Krank­heiten geschützt werden.

    USA: Bitte keine Überraschungs-Eier!

    Über­­ra­­schungs-Eier sind Nascherei und Spaß zugleich. Das gilt aber nicht in den USA, denn dort ist die beliebte Süßig­keit strengs­tens ver­boten. Die Ein­fuhr kann somit alles andere als Freude bereiten: Pro Ei sind Strafen bis zu 2.500 US-Dollar mög­lich. Der Grund: Klein­kinder und unwis­sende Erwach­sene könnten Über­­ra­­schungs-Eier im Ganzen essen und dabei das Spiel­zeug ver­schlu­cken, meinen die Ame­ri­kaner. Auf­grund der akuten Ersti­ckungs­ge­fahr sind die Schoko-Eier daher in den USA ver­boten.

    Island: Bitte nur saubere Angelruten!

    Island (c) WOW air

    Sie planen einen Aktiv­ur­laub in Island und denken daran, ihre Angel­aus­rüs­tungen oder Reit­be­klei­dung mit­zu­nehmen? Besser nicht. Wenn diese außer­halb Islands in Gebrauch waren, dürfen sie näm­lich nur ein­ge­führt werden, wenn sie des­in­fi­ziert worden sind – samt Hand­schuhen, Schuhen und Stie­feln. Dazu ist dem Zoll die Des­in­fek­ti­ons­be­schei­ni­gung eines auto­ri­sierten Vete­ri­när­be­amten vor­zu­weisen. Hat man die nicht, wird die Aus­rüs­tung bei der Ein­reise auf Kosten des Inha­bers des­in­fi­ziert. Der Grund: Die Insel will sich dadurch vor Infek­ti­ons­krank­heiten schützen. Island­pferde sind zum Bei­spiel nicht geimpft und daher anfällig für Erreger aus dem Aus­land.

    Nigeria: Bitte kein Saft!

    Rei­sende, die nach Nigeria fliegen, aber nicht auf ihren Lie­b­­lings-Saft ver­zichten möchten, sollten bei der Ein­reise kei­nes­falls mehr als 150 ml im Gepäck haben. Säfte in grö­ßeren Mengen stehen näm­lich auf der „Import Pro­hi­bi­tion List”. Der Grund: Durch das Verbot soll die Ein­fuhr von min­der­wer­tigen bzw. gefälschten Pro­dukten unter­bunden werden. Gesun­d­heits- und Energy Drinks dürfen hin­gegen sehr wohl auch in grö­ßeren Mengen mit­ge­bracht werden.

    Indien: Bitte keine alten Landkarten!

    Taj Mahal /​​ Indien (c) pixabay

    Wen es nach Indien ver­schlägt, der sollte dabei aber ganz genau auf das Erschei­nungs­jahr der mit­ge­brachten Land­karte achten. Denn beim Zoll wird unter Umständen die kor­rekte Ein­zeich­nung der indi­schen Lan­des­grenzen kon­trol­liert. Ver­al­tete Abbil­dungen können zu Strafen von bis zu 1 Mil­li­arde Rupien führen – umge­rechnet immerhin rund 13,2 Mil­lionen Euro. Der Grund: Die Grenzen des Staates sollen nur im Ein­klang mit der offi­zi­ellen indi­schen Dar­stel­lung abge­bildet werden.

    Madagaskar: Bitte keine Parfums!

    Für die meisten Rei­senden ist es selbst­ver­ständ­lich, neben der Zahn­bürste und dem Shampoo auch den Lieb­lings­duft im Rei­se­ge­päck mit­zu­nehmen. Wer nach Mada­gaskar fliegt, sollte jedoch seine Par­fums lieber zu Hause lassen. Der dor­tige Zoll ver­an­schlagt dafür näm­lich eine saf­tige Zoll­ge­bühr. Der Grund: In den meisten Par­fums befinden sich günstig her­ge­stellte Vanille-Extrakte, welche angeb­lich die für Mada­gaskar so wich­tige Vanil­le­indus­trie bedrohen.

    Dubai: Bitte keine E‑Zigaretten!

    Dubai (c) DTCM

    Wer regel­mäßig mit seiner E‑Zigarette dampft, sollte vor seinem Dubai-Urlaub lieber ganz mit dem Rau­chen auf­hören. Dort ist der Import von elek­tro­ni­schen Ziga­retten näm­lich strengs­tens ver­boten und kann zu einer straf­recht­li­chen Ver­fol­gung führen. Der Grund: E‑Zigaretten sind in Dubai kom­plett ver­boten, dürfen nicht impor­tiert werden und werden bei der Ein­fuhr beschlag­nahmt.

    Neuseeland: Bitte keine Feuerzeuge!

    Im fernen Neu­see­land dürfen bereits seit 1998 keine Feu­er­zeuge mehr impor­tiert werden. Der Grund: Hier gelten strenge Pro­dukt­si­cher­heits­normen, die im Ver­gleich mit Stan­dards aus anderen Län­dern beson­dere Kin­der­si­che­rungen umfassen. Damit alle Feu­er­zeuge, die sich in Neu­see­land im Umlauf befinden, diese Sicher­heits­vor­keh­rungen auch tat­säch­lich besitzen, gibt es ein gene­relles Ein­fuhr­verbot.

    Kuriose Funde in Österreich

    Zoll am Flug­hafen Wien (c) BMF

    „Natür­lich kommt es auch in Öster­reich hin und wieder vor, dass Rei­sende ver­su­chen, bestimmte Pro­dukte illegal oder durch Unwis­sen­heit zu impor­tieren”, berichtet Her­bert Ackerler vom Zollamt des Flug­hafen Wien.

    Der kurio­seste Fund in den letzten zwölf Monaten waren 1.542 Stück Potenz­pillen. Sie wurden von einem Rei­senden mit­ge­führt, der sich vom Flug­­hafen-Ser­vice mit einem Roll­stuhl durch den „grünen“ Kanal trans­por­tieren ließ. Auch die 16.000 Euro Bar­geld, die in die Unter­hose eines Rei­senden ein­ge­näht waren, haben die Zöllner doch über­rascht.

    „In Wien haben wir es am häu­figsten mit der Miss­ach­tung der Zoll­be­stim­mungen bei der Anmel­dung von Geld­be­trägen und der Ein­hal­tung der Rei­se­f­rei­mengen bei Ziga­retten zu tun”, so Ackerler: „Die meisten Rei­senden wissen näm­lich nicht, dass mehr als 10.000 Euro Bar­geld bei der Ein- und Aus­reise ange­meldet werden müssen“. Dass man auch nur maximal 200 Stück Ziga­retten bei der Ein­reise aus einem Nicht EU-Staat bei sich haben darf, dürften zwar die meisten sehr wohl wissen, aber die Ver­su­chung ist offenbar groß…

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