Die schwere Dürre, die Teile Ostafrikas und auch den Norden von Kenia erfasst hat, führt in den Bezirken Baringo und Laikipia zu immer mehr gewalttätigen Konflikten um die Weide- und Landrechte – und diese sind jederzeit auch in anderen Teilen des Landes möglich, warnt das deutsche Auswärtige Amt.

Die gewalttätigen Konflikte werden meistens zwischen halbnomadischen Stämmen von Viehzüchtern ausgetragen. So war ein Überfall auf Hirten am 13. März der unmittelbare Anlass für schwere Auseinandersetzungen zwischen der Volksgruppe der Tugen und der Pokot. Dabei kamen in den vergangenen Tagen mehrere Menschen ums Leben.

In letzter Zeit gab es aber auch Angriffe auf private Farmen, Schutzgebiete und Lodges. So wurde am 6. März der britische Besitzer eines rund 300 Kilometer nördlich von Nairobi gelegenen Schutzgebiets bei der Inspektion seines Geländes erschossen. Als Reaktion auf die angespannte Lage hat die kenianische Regierung die Polizeipräsenz in diesem Teil des Landes deutlich ausgebaut. Eine rasche Beruhigung der Lage ist aber nicht zu erwarten.

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