Ungewöhnlich heftige Regenfälle haben in den letzten Tagen in weiten Teilen von Peru zu starken Überschwemmungen und Unterbrechungen wichtiger Straßen- und Schienenverbindungen geführt – vor allem an der Nordküste in den Provinzen Piura, Lambayeque, La Libertad und Áncash, aber auch in der Region Lima und in Teilen der Anden.

Die diesjährige Regensaison fiel in etlichen Landesteilen Perus besonders stark aus. Seit Beginn der Regenzeit im Dezember entstand dadurch in vielen Regionen teils erheblicher Sachschaden und mehr als 50 Menschen kamen ums Leben. Wegen der Überflutungen riefen die Behörden in zahlreichen Bezirken den Notfall aus.

Lima (c) PROMPERÚ

Gefahr geht vor allem von überlaufenden Flüssen oder Erdrutschen aus, die Straßen unpassierbar machen und Wohngebiete schwer beschädigen. Betroffen ist unter anderem die Hauptstraße von Lima in Richtung Osten – und für die nächsten Tage werden noch weitere starke Regenfälle erwartet, durch die sich die angespannte Lage weiter verschärfen könnte.

Auch die Hauptstadt Lima ist in einzelnen Stadtteilen von Überschwemmungen betroffen, da die Flüsse Huaycoloro und Rimac über die Ufer getreten sind. Selbst die öffentliche Wasserversorgung wird durch die aktuelle Situation beeinträchtigt: In den letzten Tagen kam es regelmäßig zu Abschaltungen. Dies führt dazu, dass Trinkwasser in Flaschen derzeit nur noch schwer käuflich erhältlich ist oder rationiert abgegeben wird.

Weiterhin aktiv ist übrigens der Vulkan Sabancaya im Süden des Landes: Der sogenannte „Aschestreualarm“, der in einigen Bezirken der betroffenen Provinz Caylloma ausgerufen wurde, gilt daher nach wie vor. Der Vulkan befindet sich rund 80 Kilometer nordwestlich von Arequipa und rund 30 Kilometer südöstlich der Colca Schlucht – beides touristische Ziele in Peru.

Bisher kommt es allerdings zu keinen Einschränkungen im Reiseverkehr in dieser Region, wie das deutsche Auswärtige Amt berichtet. Der Aschestreualarm gilt auch definitiv nicht für die Stadt Arequipa. Reisende sollten dennoch die lokalen Medien verfolgen, um sich über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten und den Anweisungen der lokalen Behörden Folge leisten.