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    22. Juli 2019

    München: Zehn Ideen für einen Trip im Frühling

    Im Früh­ling etwas Licht zu tanken, ist in Mün­chen ganz leicht. Zu den Lie­b­­lings­­­licht-Orten für einen Spa­zier­gang zählen etwa der Mono­pteros im Eng­li­schen Garten, der Olym­pia­turm oder der Nym­phen­burger Schloss­park. Wei­tere leuch­tende Bei­spiele für eine Mün­chen-Reise zum Licht haben wir hier zusam­men­ge­stellt:

    Lightshow im Deutschen Museum

    Licht ist viel mehr als nur Beleuch­tung. Das will das Deut­sche Museum seinen Besu­chern mit einer neuen beein­dru­ckenden Light­show näher bringen. Von der Ost­seite der Isar ist der 117 Meter lange, strah­lend blaue Licht­gang nicht zu über­sehen. Er ruht auf 85 Tonnen schwerem Stahl und ver­bindet die Physik-Aus­­stel­­lung mit dem Son­der­aus­stel­lungs­raum.

    Auf dem Weg gibt es durch große Glas­fenster nicht nur Aus­blicke auf den Fluss, son­dern auch Ein­blicke in das Thema Licht: Die Gäste können zum Bei­spiel das eigene Wär­me­bild sehen und lernen, wie sich Licht zusam­men­setzt und was unter­schied­liche Licht­farben bewirken. Für die nächsten drei Jahre wird der tem­po­räre Ver­bin­dungs­gang ein weithin sicht­bares Zei­chen für die Moder­ni­sie­rung des Museums sein, die 2019 abge­schlossen wird. www.deutsches-museum.de

    Street-Art im Museum MUCA

    Im Herzen der Münchner Alt­stadt und nur einen Stein­wurf vom Mari­en­platz ent­fernt, hat erst Ende 2016 Deutsch­lands erstes Museum für Urban und Con­tem­porary Art (MUCA) in einem ehe­ma­ligen Umspann­werk der Stadt­werke eröffnet. Die Fas­sade wurde dabei vom renom­mierten Street-Art Künstler Stohead gestaltet und damit selbst zum Kunst­ob­jekt.

    Auf einer Gesamt­fläche von 2.000 Qua­drat­me­tern und meh­reren Ebenen stellen im MUCA nicht nur inter­na­tional gefei­erte Künstler ihre Werke aus – es ist den Muse­ums­ma­chern auch ein Anliegen, expe­ri­men­tellen For­maten und inter­es­santen Posi­tionen eine Platt­form zu bieten. www.urbanartmuseum.org

    Als eine Lie­bes­er­klä­rung an die Stadt ver­steht sich die Aus­stel­lung „Magic City – Die Kunst der Straße“, die von 13. April bis 10. Sep­tember 2017 in der Kleinen Olym­pia­halle zu sehen ist. Auf 2.500 Qua­drat­me­tern prä­sen­tiert sie Street-Art in ihrer ganzen Viel­falt: poli­tisch, lyrisch, bissig, kri­tisch, vor allem aber unter­haltsam.

    An den Wänden und den Plätzen einer eigens dafür erbauten „Stadt der Träume“ finden sich Werke von 40 der besten Street-Artists welt­weit, die für diese Aus­stel­lung gemalt, gesprüht, geritzt, geklebt oder sogar gestrickt wurden. Dazu warten ein Film­pro­gramm, Füh­rungen, Lesungen, Vor­träge, Abend­öff­nungen am Wochen­ende, Work­shops zum Mit­ma­chen und ein Street-Art-Store. www.magiccity.de

    Der leuchtende Stern des Südens

    Wie ein Raum­schiff von einem anderen Stern wirkt die berühmte Allianz Arena, wenn sie mit Ein­bruch der Dun­kel­heit weithin sichtbar im Rot des FC Bayern glüht. Mehr als 300.000 LEDs lassen die rau­ten­för­migen Mem­bran­kissen des Fuß­ball­sta­dions erstrahlen – auf einer Fläche von beein­dru­ckenden 26.000 Qua­drat­me­tern. Bei Heim­spielen von 1860 Mün­chen leuchtet die Arena übri­gens in Blau und bei Spielen der Natio­nalelf in Weiß.

    Das inno­va­tive Beleuch­tungs­system lässt sich voll­ständig digital steuern und beherrscht 16 Mil­lionen Farben. Die Allianz Arena ist seit ihrer Eröff­nung im Jahr 2005 ein Pil­gerort für Fuß­ball- und Archi­tek­tur­be­geis­terte. An spiel­freien Tagen bieten sich eine geführte Arena Tour und ein Besuch in der „FC Bayern Erleb­nis­welt“ an. www.allianz-arena.de

    Der Münchner „Poet des Lichts“

    Seit Mitte der 1960er-Jahre ent­wirft der inter­na­tional bekannte Licht­de­si­gner Ingo Maurer in seinem Münchner Büro beson­dere Lampen – von der legen­dären Leuchte „Bulb“, die als Mei­len­stein in die Geschichte des Designs ein­ge­gangen ist, bis zu den nahezu schwe­relos schwe­benden, geflü­gelten Tisch­lampen.

    Auch Licht­in­stal­la­tionen für die U‑Bahn-Hal­­te­stellen „Am Moos­feld“ (U2), „West­friedhof“ (U1/​​U7) und „Münchner Frei­heit“ (U3/​​U6) sowie die oran­ge­rote Decken­be­leuch­tung des 2015 wie­der­eröff­neten Zwi­schen­ge­schosses unter dem Mari­en­platz (U/​​S) stammen von Maurer. Wer modernes Licht­de­sign nicht nur erleben, son­dern erwerben möchte, stattet seinem Show­room im Stadt­teil Schwa­bing indi­vi­duell oder im Rahmen einer geführten Tour einen Besuch ab. www.ingo-maurer.de

    Lichtgestalten in Schwabing

    An seinem Wohnort Schwa­bing schrieb Thomas Mann die berühmten Zeilen „Mün­chen leuch­tete…“ Damals wie heute ist das Viertel ein Sehn­suchtsort für Kul­tur­schaf­fende und Krea­tive. Ein zwei­stün­diger Stadt­teil­spa­zier­gang für Gruppen bis maximal zwölf Per­sonen führt mitten hinein in Mün­chens legen­dären Stadt­teil und endet in der „Munich Distil­lers Bar“ bei einem Glas des in Mün­chen gebrannten und preis­ge­krönten MONACO Vodka.

    Dazwi­schen geht es unter anderem zum Show­room von Ingo Maurer, zum Pro­ben­saal der Heinz-Bosl-Stif­­tung, wo sich junge Tänzer auf ihre Welt im Ram­pen­licht des Baye­ri­schen Staats­bal­letts vor­be­reiten, und zu Bernd Eichin­gers Con­stantin Film AG, die von hier ihre preis­ge­krönten Filme in die Licht­spiel­häuser bringt. www.muenchen.de/guides

    Nachtleben – Moon Light und Mood Light

    Immer wenn der Voll­mond über der Alt­stadt Mün­chens steht, lädt die „Luna Party“ auf die „Blue Spa Ter­rasse & Lounge“ des Hotels Baye­ri­scher Hof, um dort bei guter Musik und gegrillten Spe­zia­li­täten über den Dächern der bay­ri­schen Lan­des­haupt­stadt zu feiern. Der Ein­tritt ist frei. www.luna-party.com

    Der Münchner Techno-Tempel „Harry Klein“ gehört laut dem renom­mierten Magazin „DJ Mac“ zu den Top-Tech­­no­­clubs in Deutsch­land. Die Disco – benannt nach Der­ricks Helfer und Wagen­holer – liegt mitten im Stadt­zen­trum. Wichtig ist hier aber nicht nur die Musik: Visual Artists sind mit ihren Licht­shows, Video­pro­jek­tionen und Ani­ma­tionen an jedem Öff­nungstag live im Ein­satz. www.harrykleinclub.de

    Licht und Luxus in den Schlössern

    Seit noch nicht einmal 100 Jahren ist elek­tri­sches Licht hier­zu­lande für alle ver­fügbar. Über Jahr­hun­derte war Licht in der Nacht ein Zei­chen der Macht und wesent­li­cher Bestand­teil fürst­li­cher Reprä­sen­ta­tion. Die Gestal­tung und Deko­ra­tion der Schlösser wurden bis in das kleinste Detail auf Glanz und Spie­ge­lung aus­ge­legt.

    Die Beleuch­tung nach Ein­bruch der Dun­kel­heit mit Hun­derten Bie­nen­wachs­kerzen war purer Luxus, denn für die All­ge­mein­heit waren nur übel­rie­chende und rußende Kerzen aus tie­ri­schen Fett­ab­fällen erschwing­lich. Eine Füh­rung durch das Schloss Nym­phen­burg, die Resi­denz und Schloss Schleiß­heim zeigt ein­drucks­voll, wie man einst die Nacht zum Tage machte. www.schloesser.bayern.de

    Mit der Stirnlampe auf Stadiondach

    Eine geführte Tour auf das welt­be­rühmte Dach des Münchner Olym­pia­sta­dions ist schon bei Tages­licht höchst spek­ta­kulär. Aus­ge­rüstet wie bei einer Expe­di­tion und durch Seil und Kara­biner gesi­chert, führt ein Guide die Besu­cher auf einem Steg ent­lang der Dach­kante bis hinauf zu einem der tra­genden Pfeiler der Seil­netz­kon­struk­tion.

    Ein Gang über das Zelt­dach bei Ein­bruch der Dun­kel­heit – nur mit Stirn­lampen bewaffnet – stei­gert aber den Ner­ven­kitzel und die Inten­sität der Ein­drücke noch einmal: Abendrot und Stille, die Lichter der Groß­stadt, das atem­be­rau­bende Mün­chen-Pan­orama und die fas­zi­nie­rende Archi­tektur. Selbst­ver­ständ­lich kann man die Füh­rung alter­nativ auch mit Son­nen­un­ter­gang buchen. www.olympiapark.de

    Die „Hängenden Gärten“ in der City

    Wachs­tums­lampen machen das Unmög­liche mög­lich: Pflanzen, die in die Tiefe wachsen. Die „Hän­genden Gärten“, die die Künst­lerin Tita Giese für die Sava­tor­pas­sage kon­zi­piert hat, sind eine der Attrak­tionen im City Quar­tier „Fünf Höfe“ an der Thea­ti­ner­straße in der Münchner Alt­stadt.

    Die Ranken von Schling­pflanzen wie Kas­ta­ni­en­wein, Rie­sen­gra­na­dilla und Pfei­fen­winde fallen bis zu 12 Meter in die über­dachte, 90 Meter lange Ein­kaufs­pas­sage hin­unter, die vom Schweizer Archi­tek­ten­team Herzog & De Meuron gestaltet wurde. Sie bildet das Herz­stück des City Quar­tiers mit Desi­gner­läden, Bou­ti­quen, Marken-Shops, Bars, Cafes, Restau­rants und der Kunst­halle Mün­chen. www.fuenfhoefe.de

    Lichtkunst im Lenbachhaus

    Gleich beim Ver­lassen des U‑Bahnhofs Königs­platz weisen zehn leuch­tend gelbe Neon-Stelen den Weg zum Len­bach­haus, das von 2009 bis 2013 gene­ral­sa­niert wurde. Sie sind das Mar­ken­zei­chen des ame­ri­ka­ni­schen Licht­künst­lers Dan Flavin. Durch eine Schen­kung ist das Museum im Besitz seiner begeh­baren Licht­skulptur „Untitled (for Kse­nija)“, die als eines der bedeu­tenden Kunst­werke der zweiten Hälfte des 20. Jahr­hun­derts gilt und in regel­mä­ßigen Abständen gezeigt wird.

    „Wir­bel­werk“ ist wie­derum der Titel der spek­ta­ku­lären Spi­rale, die der dänisch-islän­­di­­sche Künstler Olafur Eli­asson für das neue Atrium des Len­bach­hauses rea­li­siert hat. Von innen beleuchtet, strahlt die Skulptur und pro­ji­ziert ihre Schatten und Farb­lichter auf die Wände. Für das nörd­liche Trep­pen­haus schuf der Münchner Licht­künstler Dietmar Tan­terl die Licht­in­stal­la­tion „Rot­weinrot“. Sie besteht aus 18 schmalen, hoch­kan­tigen Leuchten aus mat­tiertem Acryl­glas und scheint vor der Wand zu schweben. www.lenbachhaus.de

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