Brasilien erlebt derzeit den größten Gelbfieber-Ausbruch in den letzten 30 Jahren. Die gefährliche Viruskrankheit ist vor allem in den Regionen am Atlantik auf dem Vormarsch.

Seit Anfang Jänner 2017 haben die Gesundheitsbehörden in den Bundesstaaten Minas Gerais (zwischen Rio und Brasilia), Espirito Santo, Sao Paulo, Bahia, Tocantins, Rio Grande do Norte und dem Distrito Federal bereits mehr als 1.400 Verdachtsfälle gemeldet. Nach Informationen des Centrums für Reisemedizin (CRM) in Düsseldorf sind 234 Menschen an Gelbfieber gestorben. Alle Infektionen wurden dabei durch Mückenstiche hervorgerufen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine Schutzimpfung. Das Auswärtige Amt weist jedoch in seinem jüngsten Reisehinweis darauf hin, dass eine Impfung nicht erforderlich ist, wenn lediglich die Küstenstädte Rio de Janeiro, São Paulo, Salvador, Recife, Vitória und Fortaleza besucht werden.

Gelbfieber wird von bestimmten Stechmücken übertragen. Ähnlich wie bei unserer Grippe treten zunächst hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen auf. Nach einigen Tage erholen sich die Patienten langsam. In einem Teil der Fälle kommt das Fieber jedoch nach ein, zwei Tagen zurück und in der folgenden Zeit werden lebenswichtige innere Organe wie Leber und Nieren massiv angegriffen. Da es keine gezielte Behandlung gibt, sterben zwischen 20 und 50 Prozent der Erkrankten.