Die deutsche Kreuzfahrtbranche hat ihre Ziele für das vergangene Jahr übertroffen: Insgesamt 2,02 Millionen Gäste reisten 2016 mit einem Kreuzfahrtschiff, was einem Plus von 11,3 Prozent – oder mehr als 200.000 zusätzlichen Passagieren – entspricht. Das Wachstum fiel damit deutlich stärker aus als in den Jahren zuvor.

Zu diesem erfreulichen Ergebnis kommt die neue Studie „Der Hochsee-Kreuzfahrtmarkt Deutschland 2016“, die im Auftrag der Cruise Lines International Association (CLIA) und des Deutschen ReiseVerbandes (DRV) erstellt und auf der ITB erstmals vorgestellt wurde.

(c) TUI Cruises

Insgesamt erwirtschaftete der deutsche Markt im Jahr 2016 mit Hochseekreuzfahrten einen Reiseumsatz von 3,38 Milliarden Euro – ein stolzes Plus von 17,8 Prozent gegenüber 2015. Der durchschnittliche Reisepreis pro Buchung stieg um 6,0 Prozent auf 1.675 Euro und die durchschnittliche Tagesrate um 2,8 Prozent auf rund 187 Euro pro Person.

Die durchschnittliche Reisedauer legte gleichzeitig von 8,69 Nächten im Jahr 2015 auf 8,94 Nächte im Jahr 2016 zu. Die Zahl der Übernachtungen kletterte sogar um 17,5 Prozent auf 18,04 Millionen. Das ist das stärkste Wachstum seit dem Jahr 2010.

„Zusätzliche Kapazitäten haben im Jahr 2016 für einen neuen Wachstumsschub gesorgt“, berichtet Karl J. Pojer, Chairman des Leadership Council von CLIA Deutschland: „Aus dem Trend zum Anfang der 1990er-Jahre ist eine Erfolgsgeschichte geworden, die bis heute anhält. Kreuzfahrten sind der perfekte Urlaub für jedermann, weil es für jedes Alter und jeden Urlaubswunsch das passende Angebot gibt. Auch für Familien ist eine Kreuzfahrt attraktiv – fast jeder zehnte Passagier ist jünger als 15 Jahre.“

Drei von vier Deutschen wählten im Jahr 2016 eine Route durch europäische Fahrtgebiete. 36 Prozent entschieden sich dabei für eine Kreuzfahrt in Nordeuropa, zu den Britischen Inseln oder in die Ostsee (2015: 33,6%). Auf das Mittelmeer entfielen hingegen nur noch 28,3 Prozent der deutschen Buchungen (2015: 31,2%). Immerhin 11,9 Prozent wählten die Atlantikküste oder die Kanarischen Inseln (2015: 11,4%) und 11,6 Prozent Nordamerika oder die Karibik (2015: 11,3%).